Baltische Farmer*innen binden CO2

Das Projekt „Baltische Farmer*innen binden CO2“ ermöglicht es Landwirten*innen und Landnutzern*innen in den baltischen Ländern, eine kohlenstoffneutrale Moorlandwirtschaft zu betreiben.

Verteilung der CO2-Preislast in MOE

Das Projekt „Verteilung der CO2-Preislast in MOE“ setzt sich dafür ein, die negativen Auswirkungen von Kohlenstoffpreisen in mittel- und osteuropäischen Ländern abzumildern.

Auf allen Ebenen für einen gerechten Kohleausstieg werben

Mehr als 500 Vertreter*innen von EU-Institutionen, Kohleregionen, Unternehmen, Gewerkschaften und Nichtregierungsorganisationen trafen sich zur „EU Coal Regions in Transition Platform“. Während der Veranstaltung enthüllte das EUKI-Projekt „Regionen und Kommunen für einen gerechten Kohleausstieg“ die Ergebnisse von drei Studien über Kohleregionen in Polen, Bulgarien und Griechenland. Der Projektträger WWF demonstrierte anhand von neuen Daten welche Arbeitsplätze vor Ort gefährdet sind und zeigte dem anwesenden EU-Personal das große Potenzial für die Schaffung neuer Stellen auf.

Erneuerbare Power-to-Heat in Hajnówka

Das Power-to-Heat-Projekt führt eine Machbarkeitsstudie durch, um die Einführung eines Systems zum Heizen mit Strom aus erneuerbaren Energiequellen (Power-to-Heat) in der polnischen Region Hajnówka zu ermöglichen.

Zugrenaissance für Europa

Entscheidungsträger*innen in der Europäischen Kommission und den EU-Mitgliedstaaten in die Lage versetzen, den transeuropäischen Schienenverkehr zu stärken.

Klimabrücken

Das Klimabrücken Projektteam bildet ein Klimaaktionsnetzwerks im westlichen Balkan, um die transnationale Klimapolitik in der Region voranzutreiben.

Der Wandel im Bereich Wärmeerzeugung ist ein unverzichtbarer Baustein, um Klimaneutralität zu erreichen. Lange Investitionszyklen in diesem Bereich, gepaart mit dem hohen Risiko eines Carbon-Lock-ins, machen es deutlich, dass schnell gehandelt werden muss.

Ready for the Wave? Overlooked aspects of the Renovation Wave Initiative


Ready for the Wave? Overlooked aspects of the Renovation Wave Initiative

Während die Renovierungswelle (Renovation Wave) einige vielversprechende Initiativen umfasst und zukunftsorientiertes Denken seitens der EU-Kommission zeigt, sind viele Details noch unklar bzw. bestehen noch erhebliche Lücken. Insbesondere sollten die Rechtsvorschriften über die Schaffung von Kreislaufwirtschafts- und Lebenszyklusansätzen nicht auf die Zeit nach 2023 verschoben werden. Außerdem sollte die Bekämpfung der Energiearmut ein integraler Bestandteil der EU-Politik sein, insbesondere im Hinblick auf die derzeitigen Pläne eine Kohlenstoffbepreisung für Wärme und Verkehr einzuführen. Es sollte nicht den EU-Mitgliedstaaten überlassen bleiben einen Ausgleich für Haushalte mit niedrigem Einkommen, die mit steigenden Heizkosten konfrontiert sind, auszugestalten. Der Start eines nachhaltigen Wandels bei der Wärmeerzeugung erfordert viel umfassendere Veränderungen, als die Renovierungswelle vorsieht, da der derzeitige Rechtsrahmen zahlreiche Vorteile für fossile Heizungen bietet. In diesem Hintergrundpapier beleuchtet die Deutsche Umwelthilfe (DUH) drei Bereiche der Initiative Renovierungswelle, die vergleichsweise wenig Beachtung gefunden haben, aber dennoch entscheidend für den Gesamterfolg der Initiative sind: Zirkuläre Gebäude und Lebenszyklusansätze, der Startschuss für eine nachhaltige Wärmewende und die soziale Dimension der energetischen Sanierung.

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Ready for the Wave? Overlooked aspects of the Renovation Initiative (englisch)

Projekt

Energiewendedialog in Mittelosteuropa

Distribution Grids and Electromobility – Planning and Development


Verteilungsnetze und Elektromobilität – Planung und Entwicklung

Die Elektrifizierung des Verkehrssektors ist eine der effektivsten und schnellsten Methoden zur Dekarbonisierung des Verkehrs. Die effiziente Entwicklung von Elektrofahrzeugen erfordert eine gut geplante und klug ausgebaute Netzinfrastruktur, die bisher noch nicht für eine so große Anzahl neuer Ausstattungen ausgelegt ist. Was bedeutet der Ausbau der Elektromobilität für das Energiesystem? Wie werden die Netze mit der rasanten Entwicklung in diesem Bereich zurechtkommen und wie lässt sich ihr zukünftiges Wachstum planen?

Diese Studie von Forum Energii analysiert verschiedene Szenarien für die Entwicklung der Elektromobilität und die Auswirkungen ihrer Umsetzung auf die nationalen Verteilungsnetze. Als Teil des EUKI Projekts Int-E-Grid, bietet sie eine Bewertung, die sich auf die Herausforderungen für die Verteilungsnetze konzentriert, die mit der Entwicklung des elektrischen Verkehrs verbunden sind. Die Umsetzung der diskutierten Szenarien zusammen mit der Dekarbonisierung des Energiemixes wird es ermöglichen, die verkehrsbedingten Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2050 um bis zu zwei Drittel zu reduzieren.

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Distribution Grids and Electromobility – Planning and Development

Projekt

Int-E-Grid: Förderung der Elektromobilität in Polen und Deutschland

EUKI Interview mit dem slowenischen Journalisten Gašper Andrinek

Interview



EUKI Interview mit dem slowenischen Journalisten Gašper Andrinek

 Tanja Maximow, GIZ/EUKI

Gašper Andrinek ist ein slowenischer Journalist aus Ljubljana. Er arbeitet für den Radiosender Slovenia Val202, ist Freelancer bei der Deutschen Welle, Vorstandsmitglied im Slowenischen Journalistenverband und Programmdirektor beim Journalismus-Festival Forward. Gašper ist Stipendiat des EUKI-Projekts und IJP-Programmes Klima- und Energiestipendium für Journalisten aus Mittel- und Osteuropa. Das Interview fand im Rahmen des Energy and Climate Media Dialogue in Polen statt.


Portrait Gašper Andrinek

Portrait Gašper Andrinek; ©EUKI, 2021

Du bist an vielen journalistischen Projekten beteiligt – inwiefern hängen diese mit dem Klimawandel zusammen?

In meiner Arbeit geht es viel um Klimafragen. Für das Radio produzieren wir eine Wissenschaftssendung namens Frekvenca X. In dieser Sendung, die in Slowenien sehr beliebt ist, beschäftigen wir uns mit vielen Aspekten des Klimawandels. Im Vorfeld der COP26 befragten die Autor*innen der Sendung drei Wissenschaftler zu ihren Erwartungen. Nach der UN-Klimakonferenz berichteten dieselben Wissenschaftler, ob diese Erwartungen erfüllt worden sind.
Wir entwickeln derzeit ein Konzept für einen Podcast über junge Selbstversorger*innen, die sich in ländlichen Gegenden zusammentun, alte Häuser energieeffizient renovieren, ihre Energie aus erneuerbaren Energiequellen beziehen und eigenen Anbau betreiben – z.B. durch das Anlegen von Gärten oder die Imkerei.
Desweiteren organisieren wir aktuell das Journalismus Festival Forward. Dort wird es auf jeden Fall einen Vortrag über Klimajournalismus geben. Wir sind der Überzeugung, dass die richtige Kommunikation über den Klimawandel aktuell Thema Nummer 1 ist.
Wir denken auch über ein Thema nach, das für mich sehr interessant ist: Kann es eine neutrale Berichterstattung zu dem Klimawandel geben? Kann man als Journalist auch kritisch darüber nachdenken? Gibt es eine Grenze zwischen einem Aktivisten und einem Journalisten?

Kann man als Journalist neutral sein, wenn es um den Klimawandel geht?

Das ist keine einfache Frage. Als Journalist muss man jedes Thema kritisch beleuchten. Und im Fall des Klimawandels ist das in gewisser Weise sehr schwierig, oder? Denn die Fakten sind klar und man will nicht, dass die Menschen sie leugnen. Ich denke, ein Klimajournalist kann neutral sein, er sollte es aber immer in den richtigen Kontext setzen. Denn etwas aus dem Kontext zu reißen, das ist der einfachste Weg. Wir können darüber berichten, dass Polen seine Kohlewerke schließen wird und uns darüber freuen. Für den Klimaschutz ist es eine tolle Nachricht! Auf der anderen Seite haben wir dort Tausende Menschen, die in naher Zukunft ihren Job verlieren werden. Wir als Journalist*innen müssen das in unserer Berichterstattung berücksichtigen.

Wie bist Du auf das IJP aufmerksam geworden?

Katja Lihtenvalner, eine Alumna des IJP-Klimastipendiums hat mich auf das Programm aufmerksam gemacht, worüber ich sehr glücklich bin. Aufgrund der Covid19-Pandemie konnte mein Auslandsaufenthalt im letzten Jahr leider nicht stattfinden. Deswegen werde ich im März 2022 das Stipendium antreten. Ich hoffe, einen Teil der Zeit im Alfred-Wegner-Institut zu arbeiten und den Rest der Zeit mit individueller Forschung zu verbringen. Mich interessiert der deutsche Weg des Kohleausstiegs. Dafür möchte ich in die deutschen Kohleregionen reisen. Auch plane ich eine Recherche über Klimaflüchtlinge. Die nächste große Flüchtlingswelle wird aufgrund des Klimas passieren und Deutschland wird eine entscheidende Rolle darin spielen.


„Teil von IJP zu sein, ist für mich die Chance, mit vielen Kolleg*innen in ganz Europa und der Welt in Kontakt zu treten und Ideen zu journalistischen Ansätzen wie z.B. der Klimakommunikation auszutauschen. Wie soll man über den Klimawandel berichten? Wie sollte man die Menschen ansprechen, damit sie nicht denken, dass man sie von etwas überzeugen will, sondern dass man tatsächlich wissenschaftlich fundierte Fakten präsentiert?  “

Portrait Gašper Andrinek

Was bedeutet es für Dich ein IJP-Stipendiat zu sein?

Teil von IJP zu sein, ist für mich die Chance, mit vielen Kolleg*innen in ganz Europa und der Welt in Kontakt zu treten und Ideen zu journalistischen Ansätzen wie z.B. der Klimakommunikation auszutauschen. Wie soll man über den Klimawandel berichten? Wie sollte man die Menschen ansprechen, damit sie nicht denken, dass man sie von etwas überzeugen will, sondern dass man tatsächlich wissenschaftlich fundierte Fakten präsentiert? Klimawandel, Energie, Energiewende, Kohlenstoffneutralität und Kohlenstoffemissionen sind komplexe Themenfelder. Wir müssen uns darüber austauschen. Und dafür ist IJP großartig.

Danke für das Interview.