EUKI Projekt Information

Ein unvermeidlicher Schritt nach Paris: Reduzierung der Emissionen aus der Landwirtschaft

© Gábor Kosár (Hungary)

Hintergrund

Obwohl die Landwirtschaft etwa 10% der Treibhausgasemissionen der EU ausmacht und als einer der ersten Sektoren die Kosten für verheerende Klimaereignisse trägt, wird sie in der aktuellen Debatte als ein Sektor mit begrenztem Klimaschutzpotenzial angesehen. Daher wurde die Landwirtschaft bisher nur begrenzt dazu aufgefordert, mehr für den Klimaschutz zu leisten. Während die EU-Klimavorschriften derzeit im Mitentscheidungsverfahren angesiedelt sind, hat die Debatte über die Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) gerade erst begonnen: Im November 2017 wurde eine Mitteilung der Europäischen Kommission zur GAP nach 2020 veröffentlicht. Die GAP verwendet einen großen Teil des europäischen Haushalts und hat in den vergangenen Jahrzehnten landwirtschaftliche Praktiken in Europa geprägt. Sie kann daher eine entscheidende Rolle dabei spielen, den Übergang zu einer nachhaltigeren und klimafreundlicheren Landwirtschaft zu erleichtern. Dies wird jedoch nur möglich sein, wenn die nächste GAP gemeinsam mit der landwirtschaftlichen Gemeinschaft debattiert wird, wenn auf Umwelt, Verbraucher, Gesundheitsfragen usw. geachtet wird und wenn sie auf europäische Klimaziele und andere gemeinsame politischen Zielen ausgerichtet wird.

Projekt

Um einen zukunftsorientierten Agrarsektor zu schaffen, der einen wesentlichen Beitrag zu den Klimaschutzbemühungen der EU leistet, ist eine solide Wissensbasis sowie ein Wissensaustausch und ein integrativer Dialog der Interessengruppen erforderlich. Dazu gehören nationale und EU-weite evidenzbasierte Daten zum landwirtschaftlichen Klimaschutzpotenzial einschließlich sozioökonomischer Komponenten, aber auch eine Politikanalyse, die aufzeigt, inwieweit dieses Potenzial derzeit erreicht oder unterschritten wird und welche Rolle die derzeitige Agrarpolitik (GAP) spielt und in Zukunft spielen sollte. Diese Studie und politische Bewertungen werden dann in Dialoge zwischen wichtigen Interessengruppen (Landwirte, NRO, Wissenschaftler, Industrie usw.) auf nationaler und gesamteuropäischer Ebene über klimafreundliche Praktiken einfließen, um den Erfahrungsaustausch zu erleichtern. Durch nationale und europäische Workshops und anschließende Kommunikationsarbeit wird ein verstärktes öffentliches und politisches Bewusstsein für die Notwendigkeit eines ehrgeizigen Rechtsrahmens für Klima und Landwirtschaft (nationale Pläne, Governance und GAP) geschaffen.

Projektdaten

Stand: Februar 2018

Länder: Belgien, Frankreich, Deutschland, Ungarn, Irland, Spanien (+EU)

Projektdauer: 11.2017 – 02.2020

Fördersumme: 350.000,38 €

Zielgruppen: Landwirtschaftscommunity, Entscheidungsträger auf EU-Ebene und nationaler Ebene, Medien auf EU- und nationaler Ebene, Forschungscommunity

Durchführende Organisation: European Environmental Bureau (EEB)

Projektpartner:
BirdLife Europe
BirdWatch Ireland
CEEweb for Biodiversity
France Nature Environnement
Germanwatch
IIDMA (International Institute for Law and the Environment)

Die Europäische Klimaschutzinitiative (EUKI):
Potsdamer Platz 10,
10117 Berlin – Deutschland
Tel.: +49 (0)30 338424 570
infoeuki.de

Die Europäische Klimaschutzinitiative (EUKI)
Das Projekt ist Teil des Ideenwettbewerbs der Europäischen Klimaschutzinitiative (EUKI). Die EUKI ist ein Finanzierungsinstrument des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU). Der EUKI-Ideenwettbewerb wird von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH umgesetzt. Übergeordnetes Ziel der EUKI ist die Förderung der Zusammenarbeit innerhalb der Europäischen Union (EU) zur Senkung von Treibhausgasemissionen.

Weitere Informationen über EUKI: www.euki.de

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