EUKI Erfolgsgeschichten

Jeden Tag ereignen sich viele spannende Dinge in all den 179 EUKI-Projekten, die den Klimaschutz in Europa voranbringen. Dabei wirken zum einen viele abgeschlossene Projekte weiter, und die laufenden Projekte stoßen neue Ereignisse an. Manche Geschichten ragen aus der Vielzahl an Aktionen heraus, weil sie besonders erfolgreich sind oder auch einfach, weil sie etwas Kleines bewegt haben. Wir haben ein paar schöne Erfolgsgeschichten aus der EUKI Community zusammengestellt und werden sie immer wieder mit neuen Beispielen ergänzen.

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Energieeffizienz zugänglich gemacht!

Mit Pilotschulungen und Workshops hat EUKI-Projekt „EDINA“ mehr als 500 Beamt*innen und Vertreter*innen von Wohnbaugesellschaften in energieeffizienter Wohnraumsanierung geschult. In über 100 polnischen Städten und Gemeinden wurden dadurch Effizienzverbesserungen in privaten Gebäuden angestoßen. Dabei unterstützt auch der eigens entwickelte Energieeffizienz-Rechner, der bereits von über 2000 Nutzer*innen verwendet wird.
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Pflichtabstand von 1,5m beim Überholen genehmigt!

EUKI-Projekt "Cyclurban+" setzte sich auf nationaler Ebene für die Verbesserung der Radfahrbedingungen in Tschechien ein. Mit einer ausgearbeiteten, politischen Empfehlung legte das Projekt dar, wie ein vorgeschriebener Sicherheitsabstand von 1,5 Metern die Sicherheit des Radverkehrs im ganzen Land verbessern kann, und es wurden unentschlossene Parlamentsabgeordnete angeschrieben. In den Medien gab es eine heftige Diskussion über die Gesetzesänderung, die im tschechischen Senat keine endgültige Unterstützung fand. Die Gesetzesänderung wurde schlussendlich mit einer einzigen Stimme Vorsprung angenommen!
Products from the paludiculture exhibition

CO2-Einsparungen durch Moorlandwirtschaft

Das Projekt "Baltische Farmer*innen binden CO2“ baute mehr als 20 Ausstellungen über Paludikulturprodukte im Baltikum auf. Diese informieren über die Möglichkeiten anhand von erneuerbarer Biomasse, die aus Mooren gewonnen wird, Bauprodukte, Isolierungen oder Verpackungsmaterialien herzustellen. Produkte, wie Rohfasern, Bauplatten, Dämmstoffe, Papier oder Formkörper wurden dabei vorgestellt.

Mehr als 1900 Menschen besuchten die Ausstellungen in Estland, Lettland und Litauen, auf Messen, in Nationalparks, Festivals, an Universitäten und auf der Straße.
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Eine Datenbank trägt Früchte

Das EUKI-Projekt "EU-Mittel zur Klimaneutralität lenken" sprach rund 100 Vertreter*innen nationaler und lokaler Regierungen, Unternehmensgruppen und Wissenschaftler*innen, in 8 Ländern Empfehlungen für die klimafreundliche Verwendung von EU-Mitteln von insgesamt 240 Milliarden Euro aus. Durch die Analyse von 58 Best Practices aus diesen Ländern formulierte das Team außerdem politische Empfehlungen zu Investitionen in die öffentliche Infrastruktur, die über 75 Millionen Menschen erreichten.
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Die Alpen-Adria-Allianz für klimafreundlichen Verkehr hat sich geformt

Innerhalb von 2 Jahren hat das EUKI-Projekt „Alpen-Adria-Allianz für klimafreundlichen Verkehr“ ein Netzwerk mit fast 300 Organisationen aufgebaut. Gemeinsam haben sie eine Toolbox entwickelt, die es lokalen Regierungen in den vier Regionen Steiermark, Kroatische Adria, Slowenien und Montenegro ermöglicht, die Standorte von E-Ladestationen zu optimieren. Die Datenbanken der Toolbox werden auf 3 weitere Regionen in Bosnien und Herzegowina, Serbien und Nordmazedonien ausgeweitet. Ihre Best-Practice-Broschüre enthält 22 Beispiele, die eine erfolgreiche Dekarbonisierung des Straßenverkehrs in Österreich, Kroatien und Slowenien beschreiben.
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Wohin gehen EU-Gelder?

Das EUKI-Projekt “EU-Mittel zur Klimaneutralität lenken“ betreibt eine interaktive Datenbank, in der nur Projektbeispiele aus Mitteleuropa aufgelistet werden, die effizienten Klimaschutz betreiben. Bereits mehr als 25 Einträge zeigen, wo Geld investiert wird, das die Energiewende voranbringt. Schon in den ersten zehn Monaten hat das Projekt 56 Millionen Interessierte sowie handelnde Politiker*innen in 8 Zielländern erreicht. Durch die wachsende Transparenz können EU-Mittel effizienter verteilt und zu klimawirksamen Vorhaben gelenkt werden.
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Grünes Entrepreneurship

Nur ein Jahr nach Projektbeginn erhält das EUKI-Projekt "Panda Labs Junior for Just Transition" von einer mazedonischen Gemeinde und zwei bulgarischen Städten strategische Unterstützung für seine Arbeit. Im mazedonischen Bitola, mit dem größten Kohlekraftwerk im Land, wurde eine Zusammenarbeit zwischen der EUKI Partnerorganisation JA Macedonia unterzeichnet, die einen gerechten Übergang zu Dekarbonisierung und grünes Unternehmertum fördert. In den bulgarischen Städten Kyustendil und Pernik erreichte WWF Bulgarien im Rahmen des EUKI-Projekts, dass durch die Kooperation Gemeinden, Schulen und Jugendliche künftig in Entscheidungsprozesse eingebunden und bei weiteren Klimaschutzaktivitäten unterstützt werden.
German-Franco Energy Transition Week

Lokale Energiewende im Städte-Tandem

2019 fand die erste „Deutsch-Französische Energiewendewoche“ in 70 Städten in Frankreich und Deutschland statt. Das gleichnamige Projekt von Energy Cities organisierte 2021 eine zweite Ausgabe im virtuellen Format. Mit dem Projekt entstand die „Tandem“- Initiative, bei der mittlerweile 15 deutsch-französische Klimaschutzpartnerschaften lokale Energiewendeprojekte in ihren Städten und Kommunen auf den Weg bringen. Die Städte Metz und Worms wurden 2019 zur Champion-Partnerschaft gekürt. Sie entwickelten ein Escape Game zum Thema Klimawandel und führten eine gemeinsame Studie zu Wärmeinseln und Klimaoasen durch.
2021 konnten 10 Energiewende-Aktionen, u.a. eine Mitmachbaustelle zur ökologischen Sanierung, mit der Unterstützung des deutsch-französischen Bürgerfonds finanziert werden.
Cyclurban Lessons Learned Success Story

In die Pedale treten gegen den Klimawandel

15 Organisationen aus 6 Ländern kamen für das Cyclurban-Projekt zusammen, um den Anteil des Radfahrens im Kampf gegen den Klimawandel zu erhöhen. Estland, Griechenland, Kroatien, Lettland, Polen und die Slowakei erarbeiteten je 5 - 11 nationale und kommunale Politikempfehlungen für eine klimafreundliche Radverkehrspolitik. Alle Empfehlungen wurden von den nationalen Behörden in den Partnerländern angenommen. Das Projekt hat gezeigt, dass die Städte trotz gemeinsamer Elemente in den jeweiligen Strategien die bestehenden Methoden und Maßnahmen auf lokaler Ebene anpassen müssen, um das Radfahren zu einer tragenden Säule der klimafreundlichen Mobilität zu machen.

Auf allen Ebenen für einen gerechten Kohleausstieg werben

Mehr als 500 Vertreter*innen von EU-Institutionen, Kohleregionen, Unternehmen, Gewerkschaften und Nichtregierungsorganisationen trafen sich zur "EU Coal Regions in Transition Platform". Während der Veranstaltung enthüllte das EUKI-Projekt "Regionen und Kommunen für einen gerechten Kohleausstieg" die Ergebnisse von drei Studien über Kohleregionen in Polen, Bulgarien und Griechenland. Der Projektträger WWF demonstrierte anhand von neuen Daten welche Arbeitsplätze vor Ort gefährdet sind und zeigte dem anwesenden EU-Personal das große Potenzial für die Schaffung neuer Stellen auf.
Wind turbine in the sunlight © pixabay

Erneuerbare Energien freisetzen

Die Studie "Unlocking Low Cost Renewables in South East Europe" des EUKI-Projekts "Energiewende-Dialog in Südosteuropa" hat gezeigt, dass einige wenige politische Maßnahmen helfen würden, das Risiko für Investitionen in erneuerbare Energien erheblich zu senken. Die Kosten könnten dabei um stolze 20% fallen. Für Onshore-Windkraftanlagen in Griechenland beispielsweise könnte der Preis auf 46 EUR/MWh und damit deutlich unter die Kosten für fossile Kraftwerksprojekte sinken. Zu den wirkungsvollsten Risikominimierungsmaßnahmen gehören der EU-Haushaltsgarantiemechanismus sowie verlässliche Vergütungsregelungen und langfristige Ausbauziele für Erneuerbare. Die Ergebnisse wurden mit Entscheidungsträger*innen sowohl bilateral als auch auf einem abschließenden Projektworkshop im Juni 2021 diskutiert.
Poland House Heating with Coal

Ein Hauch von frischer Luft

„Clean Heat“ entwickelte eine Strategie, um die Luftverschmutzung in Polen zu reduzieren. Dabei erzielte das Team von Forum Energii nicht nur auf nationaler, sondern auch auf lokaler Ebene nachhaltige Ergebnisse: Die durchgeführten Analysen wurden 2020 vom polnischen Klimaministerium veröffentlicht und trugen maßgeblich zur Entscheidung bei, die Nutzung von Kohle in Städten bis 2030 und in Dörfern bis 2040 zu beenden.