Stärkung der Nutzung von Agrivoltaik in Bulgarien, Deutschland, Litauen, Polen und Serbien zur Verknüpfung erneuerbarer Energieerzeugung mit landwirtschaftlicher Produktion.
Energiepolitik Energiewende Energiewende und klimaneutrale Gebäude Erneuerbare Energien
Bulgarien, Deutschland, Litauen, Polen, Serbien
02/26 - 06/28
Verbände, Privatsektor, Lokale Regierungen, Nationale Regierungen, Bildungseinrichtungen, Öffentlicher Sektor
912.264,48 €
Ying Huang
Die Europäische Union forciert den Ausbau der Solarenergie im Rahmen von REPowerEU und dem Europäischen Green Deal, um Treibhausgasemissionen zu reduzieren und die Energieversorgungssicherheit zu stärken. Um das Ziel von mehr als 400 Gigawatt installierter Solarkapazität bis 2030 zu erreichen, sind Lösungen erforderlich, die Landnutzungskonflikte vermeiden. Agrivoltaik, die landwirtschaftliche Produktion mit photovoltaischer Stromerzeugung kombiniert, bietet einen innovativen Ansatz zur Bewältigung dieser Herausforderung.
Das Projekt ist in Bulgarien, Deutschland, Litauen, Polen und Serbien aktiv. Die Landwirtschaft spielt dort eine wichtige wirtschaftliche und soziale Rolle. Zudem wird hier Klimapolitik zunehmend mit erneuerbarer Energie und nachhaltiger Landnutzung verknüpft. Es gibt die nationalen Rahmenwerke wie das deutsche Erneuerbare-Energien-Gesetz, der litauische Nationale Energie- und Klimaplan, die polnische Strategie für den Photovoltaiksektor und die serbischen Strategien für erneuerbare Energien und Klimaschutz. Diese erkennen die Bedeutung und das Potenzial der Solarenergie an, bieten jedoch nur begrenzte praktische Anleitungen für die Agrivoltaik. Das Projekt unterstützt diese Strategien durch die Stärkung institutioneller Kapazitäten, die Verbesserung der Investitionsbereitschaft und die Förderung einer klimaresilienten Landwirtschaft im Einklang mit den Klima- und Energiezielen der Europäischen Union.
Das Projekt fördert die Nutzung von Agri-Photovoltaik-Lösungen durch den Aufbau von praktischem Wissen, institutionellen Kapazitäten und Investitionsbereitschaft in ländlichen Regionen. Es bietet gezielte Schulungen für Behörden, Landwirt*innen, Berater*innen und Investor*innen an. Es unterstützt durch Schulungsmaterialien, Videos von Demonstrationsbetrieben und Best-Practice-Beispielen. Ein interaktives Instrument zur Folgenabschätzung hilft den Beteiligten, die wirtschaftlichen, ökologischen und landwirtschaftlichen Auswirkungen der Agrivoltaik unter lokalen Bedingungen zu bewerten.
Das Projekt-Team entwickelt einen Finanzierungsleitfaden, der die verfügbaren Finanzierungsoptionen erläutert und die Unsicherheit bei der Projektentwicklung verringert. Politische Empfehlungen unterstützen klarere rechtliche Rahmenbedingungen und reibungslosere Genehmigungsverfahren. Überregionale Workshops und Treffen von Interessenvertreter*innen ermöglichen den Austausch zwischen Akteur*innen aus der Landwirtschaft und der Energiewirtschaft und stellen erfolgreiche Anwendungen vor.
Durch die gemeinsame Nutzung von Open-Source-Tools, Schulungsmaterialien und Anleitungen über die Projektregionen hinaus unterstützt das Projekt die Replikation in anderen Gebieten mit ähnlichen Herausforderungen. Diese Aktivitäten fördern die duale Landnutzung, schützen die landwirtschaftliche Produktion, senken die Stromkosten und beschleunigen die ländliche Energiewende.
Letzte Aktualisierung: Februar 2026