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Auf dem Weg zu einer gerechten und klimaneutralen Mobilität

Erhebung von Daten, Stärkung von Kapazitäten und Pilotlösungen zur Eindämmung von Verkehrsarmut in Kroatien, Ungarn, Serbien und Deutschland.

Klimaneutrale Mobilität

Blue tram and a bike in a narrow street.

Infos zum Projekt

Länder:

Deutschland, Kroatien, Serbien, Ungarn

Dauer des Projekts:

12/25 - 02/28

Zielgruppen:

Verbraucher, Lokale Regierungen, Nichtregierungsorganisationen

Fördersumme:

693.489,27 €

Kontakt

Kontakt:

Dr. Kristina Eisfeld

Durchführende Organisationen:
  • Climate Alliance (CA)
Partner:
  • Öko-Institut e.V.
  • Reflex Environmental Association
  • RES Foundation
  • Society for Sustainable Development Design (DOOR)

Hintergrund

Der Green Deal der Europäischen Union und das Fit for 55-Paket verlangen von den Mitgliedstaaten, dass der Übergang zur Klimaneutralität fair und inklusiv ist. Verkehrsarmut – definiert als fehlende finanzielle Mittel und/oder fehlender Zugang zu grundlegender Mobilität – hat sich als eine der wichtigsten sozialen Herausforderungen im Zusammenhang mit dem Klimaschutz herausgestellt. Gemäß der neuen Verordnung über den Sozialen Klimafonds müssen die Mitgliedstaaten bei der Vorlage ihrer Sozialen Klimapläne bis 2025 ihre Verkehrsarmut identifizieren, verlässliche Daten erheben und Maßnahmen zum Schutz gefährdeter Gruppen entwickeln. In Kroatien, Ungarn, Serbien und Deutschland fehlt es jedoch an klaren Definitionen, Daten und Steuerungsinstrumenten, und die Verkehrsarmut ist in den nationalen Strategien meist nicht enthalten. Durch die Schaffung von Fakten und die Unterstützung der institutionellen Kapazitäten stärkt das Projekt die Fähigkeit dieser Länder, ihre sozialen Klimapläne umzusetzen und sich an der Strategie für nachhaltige und intelligente Mobilität und der EU-Empfehlung 2025/1021 zur Verkehrsarmut zu orientieren.

Projekt

Das Projekt unterstützt öffentliche Einrichtungen in Kroatien, Ungarn, Serbien und Deutschland bei der Bekämpfung der Verkehrsarmut durch Datenerhebung und -analyse, Kapazitätsaufbau und gemeinsame Entwicklung. Das Team entwickelt nationale Definitionen und Indikatoren, führt Umfragen durch und erstellt Diagnoseberichte, um Mobilitätshindernisse für gefährdete Gruppen aufzudecken. Gemeinsam mit den Kommunen baut das Projekt durch Workshops Kompetenzen auf und entwickelt Pilotprojekte, die emissionsarme Mobilitätslösungen testen. Climathon-Veranstaltungen bringen Innovatoren, Student*innen und die Zivilgesellschaft dazu, gemeinsam praktische Ideen zu entwickeln, die den Zugang zu wichtigen Dienstleistungen verbessern. Politische Entscheidungsträger profitieren von maßgeschneiderten Empfehlungen für die Integration von sozialer Gerechtigkeit in die Mobilitätsplanung, während lokale Behörden Instrumente für die Umsetzung ihrer sozialen Klimapläne erhalten. Durch Artikel, öffentliche Dialoge und Formate zum Wissensaustausch schärft das Projekt das Bewusstsein für Verkehrsarmut und fördert den EU-weiten Lernprozess. Institutionelle Kapazitäten werden gestärkt und praktische Modelle bereitgestellt, was eine integrativere und klimaneutrale Mobilitätspolitik auf nationaler und lokaler Ebene ermöglicht.

Letzte Aktualisierung: Januar 2026