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BioJust – Gerechter Übergang für Haushalte, die von festen Brennstoffen abhängig sind

Unterstützung der Energiewende für von festen Brennstoffen abhängige, energiearme Haushalte in Bulgarien, Ungarn und Rumänien durch Verbesserung der nationalen Politik, Entwicklung von Finanzinstrumenten und lokalen Aktionsplänen sowie Unterstützung der Kommunen bei deren Umsetzung.

Energiepolitik Energiewende Energiewende und klimaneutrale Gebäude Erneuerbare Energien Gebäude

firepace

Infos zum Projekt

Länder:

Bulgarien, Rumänien, Ungarn

Dauer des Projekts:

11/23 - 03/26

Zielgruppen:

Lokale Regierungen, Nationale Regierungen, Verbraucher, Verbände

Fördersumme:

975.171,49 €

Kontakt

Kontakt:

Janka Mezei

Durchführende Organisationen:
  • World Wide Fund for Nature - WWF Hungary
Partner:
  • Habitat for Humanity Bulgaria
  • Habitat for Humanity International Hungary (HFHI HU)
  • WWF Bulgaria
  • WWF Romania

Hintergrund

Auf den Wohnungssektor entfallen 28 % des Energieverbrauchs der EU-Mitgliedstaaten. Der größte Teil davon wird zum Heizen verwendet. In Rumänien werden 90 Prozent der Wohngebäude mit festen Biobrennstoffen, insbesondere Waldbiomasse, beheizt; in Bulgarien und Ungarn sind es 58 Prozent bzw. 52 Prozent. Feste Brennstoffe sind in ländlichen Haushalten mit niedrigem Einkommen weiterverbreitet. Brennholz wird daher oft als „Brennstoff der Armen“ bezeichnet und ist der erste Pfeiler der EU-Strategie „Eine Renovierungswelle für Europa“ zur Bekämpfung der Energiearmut und der Gebäude mit der schlechtesten Energieeffizienz. Ab 2025 muss die Energiearmut in den Aktionsplänen für nachhaltige Energie und Klimaschutz (SECAPs) aller EU-Mitgliedstaaten behandelt werden.

Projekt

Das Projekt unterstützt nationale politische Entscheidungsträger bei der Entwicklung nationaler Strategien zur Dekarbonisierung des Gebäudebestands und bei der Schaffung von Finanzinstrumenten zur Erleichterung lokaler Energiewandelmaßnahmen. Es werden politische Empfehlungen entwickelt, und nationale und lokale Politiker werden beraten, wie sie systematische politische und finanzielle Veränderungen einleiten können. Das Projekt befasst sich mit

  • Entwicklung von sozialen Klimaplänen und nationalen Gebäudesanierungsplänen
  • Fertigstellung der nationalen Energie- und Klimapläne der drei Länder, die 2024 überarbeitet werden sollen
  • Überarbeitung ihrer langfristigen Klimastrategien.

Darüber hinaus werden den lokalen Behörden Leitlinien, Planungsinstrumente, Know-how und Vernetzungsmöglichkeiten zur Verfügung gestellt, um sie bei der Entwicklung lokaler Aktionspläne für die Energiewende im Bereich der Raumheizung zu unterstützen. Sie werden auch dabei unterstützt, Haushalte zu erreichen, die auf feste Brennstoffe angewiesen sind, und den Übergang zu klimafreundlicheren Energiequellen wie erneuerbaren Energien zu fördern. Informationskampagnen tragen dazu bei, die Öffentlichkeit zu sensibilisieren.

In vier Pilotgemeinden mit einem hohen Anteil an gefährdeten Haushalten werden Modelllösungen erprobt, und die Gemeindebediensteten werden darin geschult, die lokalen Leitlinien anzuwenden und die erprobten Lösungen umzusetzen. Die Leitlinien werden auch in anderen Ländern zur Nachahmung verbreitet, um die Entwicklung der SECAP-Säule „Energiearmut“ zu unterstützen.

Letzte Aktualisierung: Mai 2026

Erfolgsgeschichten

BioJust beeinflusst Soziale Klimapläne in Bulgarien, Ungarn und Rumänien

Im Rahmen des EUKI-Projekts BioJust konnten die Projektpartner ihre Ergebnisse nicht nur mit nationalen Entscheidungsträger*innen teilen, sondern ihre Empfehlungen auch direkt auf europäischer Ebene einbringen. Im Februar und März 2025 nahmen WWF Bulgarien, Habitat for Humanity Bulgarien, WWF Ungarn und Habitat for Humanity Ungarn an zwei geschlossenen Veranstaltungen der Europäischen Kommission in Sofia und Budapest teil, organisiert von DG EMPL und DG CLIMA zum Sozialen Klimafonds und zum neuen ETS2. Die im Projekt entwickelten Empfehlungen brachten die Partner aktiv in die Diskussionen ein und übermittelten diese an DG CLIMA. Die Projektbeiträge halfen dabei, die Sozialen Klimapläne von Bulgarien, Ungarn und Rumänien mitzugestalten, und wurden von Vertreter*innen der Europäischen Kommission ausdrücklich positiv aufgenommen.

Mehr zu diesem Projekt

Publikationen

publications
02.03.2026

BioJust Local Action Plans and Publications for a Just Energy Transition

publications
21.05.2025

Social Climate Plans: Regional Insights from Bulgaria, Hungary & Romania