Erschließung von Märkten der Nachfrageseitenflexibilität (demand-side flexibility, DSF) in Tschechien, der Slowakei, Polen und Ungarn, um Verbraucher*innen zu stärken, erneuerbare Energien zu integrieren und ein widerstandsfähiges, CO₂-armes Energiesystem zu schaffen.
Energieeffizienz Energiepolitik Energiewende Energiewende und klimaneutrale Gebäude
Polen, Slowakei, Tschechische Republik, Ungarn
02/26 - 06/28
Nationale Regierungen, Verbraucher, Privatsektor, Regionale Regierungen
547.159,65 €
David Blažek
Nachfrageseitige Flexibilität (DSF) spielt eine Schlüsselrolle im Klima- und Energierahmen der Europäischen Union, einschließlich des Fit for 55-Pakets, REPowerEU und der Reform des Strommarktdesigns. Indem die Konsumenten in die Lage versetzt werden, ihren Stromverbrauch als Reaktion auf Preissignale oder Systembedürfnisse anzupassen, unterstützt DSF die Integration erneuerbarer Energien, reduziert den Bedarf an fossilen Energien und verbessert die Netzstabilität.
In den vier Visegrad-Ländern – Tschechien, Slowakei, Polen und Ungarn – bleibt das Potenzial der nachfrageseitigen Flexibilität weitgehend ungenutzt. In den nationalen Energie- und Klimaplänen wird die Flexibilität anerkannt, doch verzögerte Gesetzgebung, begrenzte Einführung intelligenter Zähler, regulierte Preissysteme und schwache Marktregeln hindern die Verbraucher*innen, daran teilzunehmen. Die steigenden Strompreise in der gesamten Region verdeutlichen Systemineffizienzen und verpasste Flexibilitätsmöglichkeiten. Das Projekt unterstützt nationale Klima- und Energiestrategien durch die Stärkung regulatorischer Rahmenbedingungen, die Verbesserung des Marktdesigns und die Ermöglichung der Verbraucherbeteiligung und leistet damit einen direkten Beitrag zu den Klimazielen der Europäischen Union und einer kosteneffizienten Energiewende in Mittel- und Osteuropa.
Das Projekt stärkt die Märkte für nachfrageseitige Flexibilität in der Tschechischen Republik, der Slowakei, Polen und Ungarn, indem es Hürden bei Regulatorien, Technik und Bewusstseinsbarrieren abbaut. Es analysiert die nationalen Rahmenbedingungen, um Lücken in der Gesetzgebung, der Infrastruktur und den Marktregeln zu identifizieren, die eine Beteiligung der Verbraucher*innen verhindern. Das Projekt modelliert das nachfrageseitige Flexibilitätspotenzial und entwickelt konkrete Geschäftsszenarien, die den wirtschaftlichen Nutzen für Haushalte, Unternehmen und Dienstleister aufzeigen.
Gemeinsam mit politischen Entscheidungsträgern, Regulierungsbehörden und Vertreter*innen vom Strommarkt entwickelt das Projekt politische Empfehlungen, die dynamische Tarife, die Beteiligung von Dienstleistern und einen fairen Marktzugang für kleinere Verbraucher unterstützen. Sensibilisierungskampagnen informieren die Endverbraucher über Flexibilitätsoptionen, Kosteneinsparungen und neue Marktchancen.
Durch die Kombination von evidenzbasierter Analyse, Dialog mit Interessengruppen und gezielter Kommunikation stattet das Projekt die Behörden mit praktischen Umsetzungsstrategien aus. Es unterstützt Marktteilnehmer bei der Entwicklung neuer Dienstleistungen und ermöglicht Verbrauchern die aktive Teilnahme am Energiesystem. Diese Maßnahmen bilden die Grundlage für funktionierende Märkte für nachfrageseitige Flexibilität und skalierbare Lösungen in der gesamten Visegrád-Region.
Letzte Aktualisierung: Februar 2026