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Humus per la Biosfera

Aufbau von Humus als „Klimagassenke“ zur Kohlenstoffbindung und Steigerung der Bodenfruchtbarkeit in Sizilien.

Hintergrund

Humus ist der Grundbaustein fruchtbarer Böden und damit ein wichtiger Beitrag zur Ernährungssicherheit. Er kann außerdem Kohlenstoff binden und damit CO2-Emissionen senken. Auf der ganzen Welt und insbesondere in Sizilien ist der Verlust von Humus ein ernstes Problem. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, müssen Kommunen, Landwirt*innen und andere Akteure neue abfall- und landwirtschaftliche Ansätze anwenden.

Sizilianische Sommerlandschaft

Sizilianische Sommerlandschaft; Bild: ©Manfred Hermsen Stiftung und Giacche Verdi Bronte

Projekt

Das Projektteam fördert den Humusaufbau in landwirtschaftlichen Betrieben und Gärten in den von der kleinbäuerlichen Landwirtschaft geprägten Flusstälern des Ätna auf Sizilien. Diese Täler stellen einen wichtigen ökologischen Korridor zwischen drei Naturparks dar, in denen Wildkatzen und andere Arten leben. Mehrere Maßnahmen zielen darauf ab, organische Stoffe aus Haushalten und landwirtschaftlichen Betrieben zurück in den Boden zu befördern, um so Kohlenstoff zu binden und die biologische Vielfalt und Fruchtbarkeit des Bodens zu verbessern.

Auf mehreren Versuchsflächen entwickelt das Projektteam gemeinsam mit Wissenschaftler*innen und mehr als hundert Landwirt*innen klima- und biodiversitätsfreundliche ökologische Anbaumethoden, die den Aufbau und Erhalt von Humusböden fördern. Dies trägt zusätzlich zu den Zielen des nationalen Strategieplans zur Umsetzung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) in Italien bei.

Darüber hinaus arbeitet das Team mit 27 Gemeinden in einem geplanten Biosphärenreservat im Rahmen eines ehrgeizigen Projekts zusammen: der Schaffung eines regionalen Systems zur Kompostierung organischer Abfälle von 140.000 Einwohner*innen.

Schließlich unterstützt das Projektteam die Umweltbildung von etwa 3.000 sizilianischen Schulkindern mithilfe entsprechender Materialien für Schulen, die sich auf Kompostierung als Beitrag zum Klimaschutz konzentrieren. Begleitend dazu fördern die Projektmitglieder auch den Bau von Kompostern auf Schulhöfen.

Das Projektteam bezieht 20-30 junge Freiwillige aus ganz Europa in alle Aktivitäten ein und macht sie zu Multiplikator*innen, die das Gelernte in ihre Heimatländer tragen.

Projektdaten

Stand: Januar 2022

Länder: Italien

Projektdauer: 08/21 - 08/23

Fördersumme: 195.800 €

Zielgruppen: Bildungseinrichtungen, Schulen, Städte und Gemeinden

Durchführende Organisation:
Manfred-Hermsen-Stiftung (MHS)

Projektpartner:
Giacche Verdi Bronte

Ansprechpartner

Frau Stefanie Hermsen

Organisation:
Manfred-Hermsen-Stiftung für Natur und Umwelt

Adresse:
Goebenstr. 1
28209 Bremen
Germany

Email:
infom-h-s.org

EUKI

Das Projekt ist Teil des Ideenwettbewerbs der Europäischen Klimaschutzinitiative (EUKI). Die EUKI ist ein Finanzierungsinstrument des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK). Der EUKI-Ideenwettbewerb wird von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH umgesetzt. Übergeordnetes Ziel der EUKI ist die Förderung der Zusammenarbeit innerhalb der Europäischen Union (EU) zur Senkung von Treibhausgasemissionen.

Kontakt

Europäische Klimaschutzinitiative (EUKI)
Potsdamer Platz 10

10785 Berlin – Deutschland

Tel.: +49 (0)30 338424 570
infoeuki.de