Unterstützung der Entwicklung erneuerbarer Wasserstoffmärkte in Bulgarien und Rumänien und Aufbau eines südosteuropäischen Wasserstoffkorridors zur Versorgung Zentraleuropas, einschließlich Deutschlands.
Bulgarien, Rumänien
12/25 - 12/27
Nationale Regierungen, Bildungseinrichtungen, Privatsektor, Zivilgesellschaft, Verbände
796.232,11 €
Michael Sterner
Die Europäische Union beschleunigt die Entwicklung von erneuerbarem Wasserstoff im Rahmen von REPowerEU und der überarbeiteten Erneuerbare-Energien-Richtlinie, um Klimaneutralität zu erreichen und die Energiesicherheit zu stärken. Deutschlands Nationale Wasserstoffstrategie sieht vor, einen Großteil seines Wasserstoffbedarfs durch Importe zu decken, wodurch sich Chancen für Länder mit hohem Potenzial für erneuerbare Energien ergeben. Bulgarien und Rumänien verfügen über ein solches Potenzial, das den Inlandsbedarf übersteigt und die Produktion von erneuerbarem Wasserstoff für den lokalen Verbrauch und den Export ermöglicht. Beide Länder integrieren Wasserstoff in ihre nationalen Energie- und Klimapläne sowie Konjunkturprogramme. Regulatorische Lücken, unklare Genehmigungsverfahren und fehlende langfristige Ziele bremsen jedoch die Marktentwicklung. Bulgariens Nationaler Wasserstofffahrplan und Rumäniens entstehende Wasserstoffstrategie bieten zwar Ansätze, benötigen aber stärkere Umsetzungsrahmen. Das Projekt unterstützt die nationalen Strategien durch verbesserte Planung, Koordination und Investitionsbereitschaft und trägt gleichzeitig zur Etablierung eines südöstlichen Wasserstoffkorridors zur Versorgung Mitteleuropas, einschließlich Deutschlands, bei.
Das Projekt stärkt die Grundlagen für einen Markt für erneuerbaren Wasserstoff in Bulgarien und Rumänien durch Analysen, geografische Visualisierungen und die Einbindung relevanter Akteure. Es identifiziert geeignete Gebiete für die Wasserstoffproduktion, indem es das Potenzial erneuerbarer Energien, die Produktionskapazität sowie den aktuellen und zukünftigen Wasserstoffbedarf erfasst. Regulatorische Rahmenbedingungen und Fördermöglichkeiten werden analysiert, um Hindernisse für die Marktentwicklung aufzudecken.
Auf Grundlage dieser Erkenntnisse entwickelt das Projekt gezielte politische Empfehlungen, die eine klarere Gesetzgebung, vereinfachte Genehmigungsverfahren und effektive Förderprogramme unterstützen. Der grenzüberschreitende Wissensaustausch mit Akteuren aus Griechenland, Ungarn und der Slowakei fördert die regionale Zusammenarbeit und Abstimmung. Workshops und Dialogformate fördern die Akzeptanz von erneuerbarem Wasserstoff und vernetzen Behörden, Unternehmen, Forschungseinrichtungen und die Zivilgesellschaft.
Durch die Umwandlung von Daten in frei zugängliche Tools und praktische Leitfäden reduziert das Projekt Investitionsrisiken, unterstützt fundierte Entscheidungsfindung und ermöglicht eine koordinierte Entwicklung der Infrastruktur für erneuerbaren Wasserstoff in Südosteuropa.
HySEE Projektübersicht: Wasserstoffpotenziale und länderübergreifende Synergien zwischen Südost- und Mitteleuropa. Illustration: Alexander Meisinger
Letzte Aktualisierung: März 2026