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Klimaschutz in der Landwirtschaft stärken

Stärkung des Klimaschutzes in der Landwirtschaft in der Tschechischen Republik, Ungarn, Polen und der Slowakei durch evidenzbasierte Politik, Einbindung der Landwirt*innen und Ausbau von Beratungskapazitäten.

Böden Klimapolitik Landwirtschaft Negativemissionstechnologien

Silage windrows and two tractors

Infos zum Projekt

Länder:

Polen, Slowakei, Tschechische Republik, Ungarn

Dauer des Projekts:

02/26 - 06/28

Zielgruppen:

EU-Institutionen, Nationale Regierungen, Öffentlicher Sektor, Bildungseinrichtungen, Zivilgesellschaft, Verbände

Fördersumme:

485.000,00 €

Kontakt

Kontakt:

Petra Šánová

Durchführende Organisationen:
  • Czech University of Life Sciences Prague
Partner:
  • Constantine the Philosopher University in Nitra
  • National Society of Conservationists - Friends of the Earth Hungary
  • Responsible Organization NGO
  • University of Agriculture in Krakow

Hintergrund

Die Landwirtschaft spielt eine zentrale Rolle in der europäischen Klimapolitik. Allerdings sind die Treibhausgasemissionen in Mittel- und Osteuropa in diesem Bereich nach wie vor hoch und die Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen verläuft schleppend. Der Europäische Grüne Deal, das „Fit für 55“-Paket, die Lastenverteilungsverordnung, die Verordnung über die Landnutzung, Landnutzungsänderung und Forstwirtschaft sowie die Gemeinsame Agrarpolitik verpflichten die Mitgliedstaaten zur Reduzierung der landwirtschaftlichen Emissionen bei gleichzeitiger Sicherung der Nahrungsmittelproduktion und der Existenzgrundlagen der Landwirt*innen.

Das Projekt befasst sich mit dieser Herausforderung in der Tschechischen Republik, Ungarn, Polen und der Slowakei, wo nationale Klima- und Landwirtschaftsstrategien den Schwerpunkt auf den Klimaschutz legen, es aber an einer effektiven Umsetzung und Akzeptanz durch die Landwirt*innen mangelt. Es unterstützt faktenbasierte Klimamaßnahmen in der Landwirtschaft, indem es die Verbindung zwischen Wissenschaft, Politik und Praxis stärkt. Das Projekt leistet einen Beitrag zu den nationalen Energie- und Klimaplänen und den Strategieplänen der Gemeinsamen Agrarpolitik (Common Agricultural Policy Strategic Plans), indem es die Gestaltung der Politik, die Beratungssysteme und das Engagement der Landwirt*innen verbessert und die Umsetzung der Bodenstrategie der Europäischen Union und des Zertifizierungsrahmens für den Kohlenstoffabbau unterstützt.

Projekt

Das Projekt stärkt den Klimaschutz in der Landwirtschaft durch eine Kombination aus Forschung, politischer Analyse und direkter Zusammenarbeit mit Landwirt*innen und Entscheidungsträger*innen. Es identifiziert wirksame Klimaschutzpraktiken wie eine verbesserte Bodenbewirtschaftung und emissionsarme Anbaumethoden und passt sie an die lokalen Bedingungen in Mittel- und Osteuropa an.

Das Projektteam analysiert die Entscheidungsfindung der Landwirt*innen, Hindernisse und Anreize durch Umfragen, Interviews und Fallstudien in den Betrieben. Universitäten und Forschungsinstitute setzen wissenschaftliche Erkenntnisse in praktische Anleitungen für Berater*innen und Landwirt*innen um. Nationale und europäische politische Rahmenbedingungen werden daraufhin überprüft, wie gut sie die Realitäten der Landwirt*innen und die Klimaziele widerspiegeln.

Das Projekt baut Kapazitäten durch Workshops, Fokusgruppen, Beratungsinstrumente und Demonstrationsaktivitäten auf. Es erleichtert den strukturierten Dialog zwischen Landwirt*innen, Berater*innen, Organisationen der Zivilgesellschaft und Ministerien und unterstützt faktenbasierte politische Empfehlungen auf nationaler und europäischer Ebene.

Durch die Verknüpfung der landwirtschaftlichen Praxis mit der Politikentwicklung und den Beratungssystemen erhöht das Projekt die Akzeptanz von Minderungsmaßnahmen, verbessert die Wirksamkeit der Politik und stärkt die Rolle der Landwirtschaft bei der Erreichung der Klimaziele.

Letzte Aktualisierung: März 2026