Zum Inhalt springen

Kohlenstoff reduzieren – Förderung von Biokohle zur Eindämmung des Klimawandels

Einsatz von Biokohle zur Kohlenstoffbindung in der Landwirtschaft und in städtischen Ökosystemen in Italien, Kroatien und Nordmazedonien.

CO₂-Entnahme und -Senken

biomass for biochar green carbon

Infos zum Projekt

Länder:

Italien, Kroatien, Nordmazedonien

Dauer des Projekts:

12/25 - 04/28

Zielgruppen:

Bildungseinrichtungen, Privatsektor, Lokale Regierungen

Fördersumme:

554.000,00 €

Kontakt

Kontakt:

Stefanie Hermsen

Durchführende Organisationen:
  • Manfred-Hermsen-Stiftung
Partner:
  • Argonauta - Association for nature and environment conservation and sustainable development promotion
  • Eco-Logic - Association for protection and conservation of environment
  • Giacche Verdi Bronte

Hintergrund

Italien, Kroatien und Nordmazedonien haben sich auf das Pariser Abkommen und die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung verpflichtet und integrieren den Green Deal und die Farm-to-Fork-Strategie der Europäischen Union in ihre nationale und regionale Politik. Bodengesundheit und nachhaltige Landwirtschaft sind Teil ihrer Klimaanpassungspläne, dabei ist Biokohle, trotz ihres großen Potenzials für die Kohlenstoffbindung und die Wiederherstellung von Böden, in den politischen Rahmenwerken noch nicht enthalten. In den mediterranen Kleinbauernbetrieben mit Baumkulturen, auf die das Projekt in erster Linie abzielt, ist das offene Verbrennen von Baumschnittresten immer noch weit verbreitet und verursacht Treibhausgasemissionen. Bodendegradation und Wüstenbildung werden zu einem immer größeren Problem. In städtischen Gebieten nehmen Hitze- und Trockenheitsperioden zu, während auf Biokohle basierende Lösungen für die Widerstandsfähigkeit von Bäumen und Gründächern weitgehend unbekannt sind. Als EU-Beitrittskandidat ist Nordmazedonien dabei, seine Klima- und Energiepolitik rasch an die EU-Vorschriften anzugleichen. Das Projekt unterstützt diesen Übergang und trägt direkt zum neuen EU-Klimaschutzprogramm bei.

Projekt

Das Projekt fördert den Einsatz von Biokohle als praktische Lösung für das Klima und die Widerstandsfähigkeit des Bodens. Da Biokohle nicht nur Kohlendioxid für viele Jahrhunderte speichert, sondern auch als Wasser- und Nährstoffpuffer im Boden dient, erscheint es vielversprechend, Landwirte darin zu schulen, offenes Verbrennen durch nachhaltige Verkohlung zu ersetzen. Das Team fördert die Herstellung und Einarbeitung von Biokohle durch wissenschaftlich überwachte Versuche und Feldworkshops, in denen den Landwirten erklärt wird, wie sie die Bodengesundheit verbessern und eine langfristige Kohlenstoffspeicherung erreichen können. In Städten demonstriert das Projekt, wie Biokohle den Trockenheitsstress bei Bäumen reduziert und die Anlage von Gründächern fördert, wobei es eng mit den Kommunen zusammenarbeitet. Bildungsprogramme beziehen Schulkinder als Bürgerwissenschaftler ein, die Setzlinge anbauen und die Reaktionen der Pflanzen dokumentieren, während junge Freiwillige als Botschafter für den Klimaschutz in ganz Europa agieren. Durch Workshops, Seminare und Konferenzen verbreitet das Projekt Wissen, baut Fähigkeiten auf und schärft das Bewusstsein bei Landwirten, lokalen Behörden, Wissenschaftlern und der breiten Öffentlichkeit. Durch die Präsentation mobiler und stationärer Pyrolysemodelle und die Erkundung neuer Geschäftsmöglichkeiten stärkt das Projekt die ländliche Wirtschaft. Zusammengenommen fördern diese Maßnahmen den Einsatz von Biokohle in der Landwirtschaft und der Stadtbegrünung und beschleunigen die Kohlenstoffbindung in Südosteuropa und den westlichen Balkanstaaten.

Letzte Aktualisierung: Januar 2026