Unterstützung von Prosumern und Energiegemeinschaften in Bosnien und Herzegowina, Nordmazedonien und Albanien durch politische Beratung, technische Schulungen und die Vernetzung von Gemeinden, Techniker*innen, Zivilgesellschaft und Behörden.
Energiegemeinschaften Energiewende Energiewende und klimaneutrale Gebäude Erneuerbare Energien
Albanien, Bosnien und Herzegowina, Nordmazedonien
04/26 - 08/28
Privatsektor, Verbraucher, Zivilgesellschaft, Lokale Regierungen
390.357,00 €
Slaviša Jelisić
Bosnien und Herzegowina, Nordmazedonien und Albanien sind Vertragsparteien der Energy Community Treaty und richten ihre Energiesysteme auf die Klima- und Energieziele der Europäischen Union aus. Die Grüne Agenda für den Westbalkan fordert eine Dekarbonisierung, eine höhere Nutzung erneuerbarer Energien, eine bessere Energieeffizienz und eine stärkere Beteiligung der Bürger an der Energiewende. Dennoch sind alle drei Länder immer noch stark von fossilen Brennstoffen abhängig und stehen der Nutzung dezentraler erneuerbarer Energielösungen erheblich im Wege. In Bosnien und Herzegowina ist der Rechtsrahmen nach wie vor zersplittert und der Nationale Energie- und Klimaplan befindet sich noch im Entwurfsstadium. Nordmazedonien hat seinen Rechtsrahmen für Prosumenten und Energiegemeinschaften verbessert, aber die Umsetzung bleibt ausbaufähig. Albanien verfügt über strategische Energie- und Energieeffizienzgesetze, aber die sekundäre Gesetzgebung, die technische Anleitung und die institutionelle Koordination begrenzen noch immer den Fortschritt. Das Projekt unterstützt diese nationalen und regionalen Rahmenbedingungen, indem es die praktischen Bedingungen für Prosumenten, Photovoltaikanlagen und Energiegemeinschaften stärkt.
Das Projekt beschleunigt die Energiewende in den Partnerregionen, indem es Gemeinden, Hausbesitzervereinigungen, Techniker*innen, Investoren, Bürger*innen, insbesondere der Jugend und Organisationen der Zivilgesellschaft praktisches und technisches Wissen vermittelt. Das Projektteam beginnt mit einer rechtlichen und technischen Analyse des Prosumer-Status, der Voraussetzungen für die Installation von Solarmodulen und der Regeln für die Bildung von Energiegemeinschaften. Auf dieser Grundlage entwickelt das Projekt politische Empfehlungen, Richtlinien für die Installation von Photovoltaikanlagen und eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für Hausbesitzergemeinschaften. Um die technischen Fähigkeiten zu stärken, entwickelt das Projekt ein Schulungsprogramm für Photovoltaik-Installateure und führt gezielte Schulungsinitiativen durch. Sommerschulen engagieren junge Menschen als zukünftige Vorreiter im Energiebereich. Runde Tische, Informationstage und Konferenzen bringen Behörden, Investoren, Installateure und Bürger zusammen, um Lösungen für erneuerbare Energien und Energiegemeinschaftsmodelle zu diskutieren. Durch die Kombination von politischer Analyse, technischer Dokumentation, Schulung und öffentlichem Engagement hilft das Projekt lokalen Akteuren, Solarenergielösungen zu übernehmen, Energiegemeinschaften zu initiieren und zu entwickeln und diese Modelle im gesamten westlichen Balkan weiter zu verbreiten.
Dieses Projekt wird von der Austrian Development Agency (ADA) im Rahmen von International Partnerships Austria und der Europäischen Klimainitiative (EUKI) des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMUKN) finanziert.
Letzte Aktualisierung: Mai 2026