Reaktivierung leerstehender Gebäude in Griechenland, Kroatien und Slowenien zur Emissionsminderung, Steigerung der Energieeffizienz und Förderung klimaneutraler, ressourcenschonender Städte.
Energiewende und klimaneutrale Gebäude Gebäude
Griechenland, Kroatien, Slowenien
02/26 - 01/28
Lokale Regierungen, Verbraucher, Zivilgesellschaft
585.776,87 €
Stella Archontaki
Gebäude verursachen rund 36 % der Kohlendioxidemissionen und 40 % des Energieverbrauchs in der Europäischen Union. Gleichzeitig stehen Millionen von Wohnungen leer oder werden nur unzureichend genutzt, während weiterhin neu gebaut wird und dabei Flächen, Materialien und Energie verbraucht werden. Die Reaktivierung bestehender Gebäude bietet eine große Chance zur Emissionsminderung, insbesondere bei den sogenannten grauen Emissionen, die im Vergleich zum Neubau um bis zu 85 % geringer ausfallen können.
Das Projekt wird in Griechenland, Kroatien und Slowenien umgesetzt. In Städten wie Athen, Zagreb und Ljubljana stehen viele Wohnungen leer. Gleichzeitig setzen nationale Strategien immer stärker auf Energieeffizienz, Sanierung und die Aufwertung von Städten. Bisher wird leerstehender Wohnraum dabei jedoch kaum berücksichtigt. Genau hier setzt das Projekt an: Es verbindet die Wiederbelebung leerer Gebäude mit moderner Energieeffizienz. So unterstützt es eine klimafreundliche Stadtentwicklung, senkt Emissionen und schafft gleichzeitig mehr dringend benötigten Wohnraum.
Das Projekt reduziert Emissionen im Gebäudesektor, indem es leerstehende und wenig genutzte Gebäude reaktiviert, anstatt neue zu errichten. Es integriert die Aktivierung von Leerstand in bestehende One-Stop-Shop1 – Strukturen in Zagreb, Ljubljana und Athen und verknüpft Wohnungs-, Energie- und Stadtpolitik.
Das Projekt kartiert leerstehende Gebäude, identifiziert Reaktivierungspotenziale und unterstützt Kommunen durch Policy-Labs2, Workshops und Maßnahmen zum Kapazitätsaufbau. Diese Formate ermöglichen es lokalen Verwaltungen, Eigentümer*innen sowie der Zivilgesellschaft, politische Anreize und praxisnahe Lösungen zur Wiederbelebung leerer Gebäude zu testen. Aktivierungsmaßnahmen zielen darauf ab, die Energieeffizienz zu verbessern und Gebäude wieder bewohnbar und bezahlbar zu machen.
Ein Replikationsprogramm unterstützt sechs weitere Städte bei der Umsetzung kleinmaßstäblicher Leerstandsaktivierungen und fördert den Austausch erprobter Ansätze. Durch Interessenvertretung, Stakeholderdialoge und hochrangige Beteiligung, einschließlich Bürgermeisterformaten, verankert das Projekt die Leerstandsreaktivierung langfristig in der Stadt- und Klimapolitik und ermöglicht eine Übertragung auf andere europäische Städte.
1 Zentrale Anlaufstellen, bei denen Eigentümer*innen oder Kommunen alle relevanten Informationen und Dienstleistungen gebündelt erhalten – z. B. zu Förderung, Beratung, Genehmigungen und technischer Umsetzung. Ziel: weniger Bürokratie, klare Zuständigkeiten, einfachere Sanierung und Reaktivierung von Gebäuden.
2 Praxisorientierte Arbeitsformate, in denen Verwaltung, Politik, Eigentümer*innen und Zivilgesellschaft gemeinsam neue Maßnahmen testen. Dort werden politische Instrumente, Anreize oder Prozesse im kleinen Rahmen ausprobiert, ausgewertet und bei Erfolg weiterentwickelt.
Letzte Aktualisierung: März 2026