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Zukunft der Moore: Carbon Farming & Erhaltung

Stärkung von Moorstrategien und der Bereitschaft zu kohlenstoffspeichernder Landbewirtschaftung in Mittel- und Osteuropa durch Zusammenarbeit, Innovation und praktische Anwendungen.

CO₂-Entnahme und -Senken Moore

Workshop participants explore a former peat extraction site in western Hungary

Infos zum Projekt

Länder:

Bulgarien, Deutschland, Litauen, Niederlande, Nordmazedonien, Rumänien, Slowakei, Slowenien, Ungarn

Dauer des Projekts:

12/25 - 04/28

Zielgruppen:

Nationale Regierungen, Öffentlicher Sektor, Bildungseinrichtungen, Privatsektor

Fördersumme:

572.753,78 €

Kontakt

Kontakt:

Eliza Óhegyi

Durchführende Organisationen:
  • CEEweb for Biodiversity
Partner:
  • Eurosite - the European Land Conservation Network
  • Michael Succow Foundation

Hintergrund

Moore sind für die Erreichung der europäischen Ziele in den Bereichen Klima, Biodiversität und Wasserschutz von entscheidender Bedeutung. Ihre Wirkung wird jedoch in Mittel- und Osteuropa nach wie vor unterschätzt. Fast 50 Prozent der bestehenden Moore in Europa sind zum jetzigen Zeitpunkt degradiert und setzen erhebliche Mengen an Treibhausgasen frei. Europäische Richtlinien und Strategien – darunter die Naturschutzrichtlinien, die Klimaschutzverordnung im Landnutzungssektor (LULUCF), die EU-Biodiversitätsstrategie 2030, die EU-Strategie zur Wasserresilienz, die Wiederherstellungsverordnung und die Verordnung zur Zertifizierung von dauerhaften CO2-Entnahmen und kohlenstoffspeichernder Landbewirtschaftung (CRCF) – heben Moore als wichtige Ökosysteme für den Klimaschutz und die Anpassung an den Klimawandel hervor. In Mittel- und Osteuropa gibt es jedoch kaum spezielle Moorstrategien, es fehlt an langfristiger Finanzierung. Landbesitzer haben nur begrenzte Anreize, Moorböden wiederherzustellen. Dieses Projekt stärkt das Wissen, entwickelt nationale Strategien und bereitet die Länder auf die Umsetzung der CRCF-Verordnung vor.

Projekt

Das Projekt stärkt die Zusammenarbeit zwischen Politiker*innen, Landbesitzer*innen und Nichtregierungsorganisationen in Mittel- und Osteuropa, um die Erhaltung, Wiederherstellung und nachhaltige Nutzung von Mooren zu fördern. Das Team unterstützt Regierungen bei der Entwicklung nationaler Moorstrategien mit Wissen, Daten und Karten. Es stellt wissenschaftliches und technisches Fachwissen für die Umsetzung der Verordnung über die Zertifizierung von dauerhaften CO2-Entnahmen und kohlenstoffspeichernder Landbewirtschaftung bereit. Gemeinsam mit Behörden, Landbesitzer*innen, Wissenschaftler*innen und der Zivilgesellschaft identifiziert das Projekt praktische Lösungen und testet diese in Bulgarien, der Slowakei und Slowenien. Diese Pilotaktivitäten tragen dazu bei, Methoden zur Kohlenstoffspeicherung, Paludikultur und Reduktion von Treibhausgasen in Mooren zu verbessern. Durch Workshops, Webinare und politische Dialoge baut das Projekt Kapazitäten auf und verbessert das Verständnis für die Bewirtschaftung von Mooren. Das Team fördert den Wissensaustausch zwischen Mittel- und Osteuropa und Nordwesteuropa, nutzt bestehende Datenbanken und Netzwerke und stärkt die entstehende „European Peatlands Initiative“. Durch die Verbesserung der Zusammenarbeit und die Bereitstellung klarer Leitlinien ermöglicht das Projekt den Ländern, den Schutz und die Wiederherstellung von Mooren auszuweiten und private und öffentliche Mittel für langfristige Maßnahmen freizusetzen.

Letzte Aktualisierung: Februar 2026