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5 Jahre EUKI-Jubiläum

Die deutsche Bundesregierung startete die EUKI 2017, zwei Jahre nach dem Pariser Klimaabkommen. Damit setzte sie ein Zeichen in Sachen europäischer Klimaschutz und unterstützte den Gedanken, dass die EU-Klimaziele nur erreichbar sind, wenn einzelne Länder, aber auch die Zivilgesellschaften intensiv zusammenarbeiten, sich austauschen und gegenseitig unterstützen.

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Grünes Entrepreneurship

Nur ein Jahr nach Projektbeginn erhält das EUKI-Projekt „Panda Labs Junior for Just Transition“ von einer mazedonischen Gemeinde und zwei bulgarischen Städten strategische Unterstützung für seine Arbeit. Im mazedonischen Bitola, mit dem größten Kohlekraftwerk im Land, wurde eine Zusammenarbeit zwischen der EUKI Partnerorganisation JA Macedonia unterzeichnet, die einen gerechten Übergang zu Dekarbonisierung und grünes Unternehmertum fördert. In den bulgarischen Städten Kyustendil und Pernik erreichte WWF Bulgarien im Rahmen des EUKI-Projekts, dass durch die Kooperation Gemeinden, Schulen und Jugendliche künftig in Entscheidungsprozesse eingebunden und bei weiteren Klimaschutzaktivitäten unterstützt werden.

Dieser Bericht stellt die Beschreibungen verfügbarer Geschäftsmodelle für integrierte Solarsysteme für öffentliche und private Interessengruppen bereit und vergleicht die verschiedenen Modelle.

Energiesicherheit in Europa – Nationale Perspektiven Teil 3: Rumänien

Projektnews



Energiesicherheit in Europa – Nationale Perspektiven Teil 3: Rumänien

von Tanja Maximow, GIZ/EUKI

Der Einmarsch des Kremls in die Ukraine und die dadurch gestiegenen Preise für fossile Energieträger haben einmal mehr das Dilemma der europäischen Energieversorgung deutlich gemacht und den Ruf nach Energieautonomie in EU-Ländern laut werden lassen. Russlands Stopp der Gaslieferungen an Bulgarien und Polen ist nun ein weiteres Zeichen, welches hohe Risiko die Abhängigkeit von fossiler Energie für die europäische Versorgungssicherheit darstellt.

Nach Angaben der EU-Kommission sind 20 EU-Staaten stark auf Gas, Öl und Kohle aus Russland angewiesen. Etwa 40 % des in der EU verbrauchten Erdgases stammen aus der russischen Föderation. Immer mehr EU-Länder streben nun einen Ausstieg aus der russischen Energieversorgung an. Mit den Ausstiegsbestrebungen stellt sich auch die Frage nach der Energiesicherheit. Innerhalb der EU-Länder gibt es unterschiedliche Ausgangsbedingungen und Handlungsoptionen: Während die Europäische Union klar auf Energieeffizienzmaßnahmen, den Ausbau erneuerbarer Energien und die Diversifizierung von Energiequellen und -lieferwegen setzt, können einige europäische Länder ihre Energiesicherheit auf kurzfristige Sicht nur durch die Rückkehr zum Kohleabbau oder die vermehrte Nutzung von Kernenergie erreichen.
Auf der EUKI Academy Veranstaltung Russian Invasion of Ukraine: Implications of Energy Transition in CEE  sprach Radu Dudău, Mitbegründer und Direktor der Energy Policy Group und Durchführer des EUKI Projekts Verteilung der CO2-Preislast in MOE zu Rumäniens Umgang mit der aktuellen Energiekrise und die nationalen Strategien zur Sicherstellung der Energieversorgung.



Rumänien: auf dem Weg zur Energieunabhängigkeit von Moskau

Rumänien ist als bedeutender Gasproduzent weniger abhängig von russischen Energiequellen, wie Radu Dudău Mitbegründer und Direktor der Energy Policy Group (EPG) im EUKI Academy Seminar Mitte März erläuterte. Dennoch dreht sich die politische Debatte im Land um die Frage der Energiesicherheit:


„Rumänien importiert etwa 20% seiner Gaseinfuhren und ca. 30% seines Erdöls aus Russland. Obwohl wir im Vergleich zu unseren europäischen Nachbarn eine geringere Energieabhängigkeit von Russland haben, stammen alle unsere Energieimporte aus Russland. Aus der Perspektive der Energiesicherheit ist das jedoch ein großes Problem. Diese zu gewährleisten, ist ein All-hands-on-deck- Unterfangen. Dafür wird jede Art von Ressource angezapft.“


Rumänien will Alternativen zum russischen Gas finden und nach Lösungen zur Diversifizierung der Ressourcen und Lieferwege suchen. Um eine höhere Energieunabhängigkeit zu erreichen, hat Rumänien mit der Gasförderung auf einer Offshore-Plattform im Schwarzen Meer begonnen. Wie das rumänische Energieministerium Ende März bekanntgab, soll das Gas im nächsten Winter aus anderen Quellen stammen, darunter auch aus dem Schwarzen Meer.

Offshore Platform

Offshore Platform, © Unsplash 2022

Anfang Mai trat Rumänien der regionalen Taskforce bei, die Teil der Energiebeschaffungsplattform der EU ist. Der Zusammenschluss aus sieben südosteuropäischen Ländern hat das Ziel, die Energiesicherheit in der Region zu stärken, die Gas- und Stromverteilung zu diversifizieren und damit den REPowerEU-Aktionsplan zur Reduzierung der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen aus Russland in die Tat umzusetzen.

Als weitere Maßnahme sollen in diesem Sommer neue Braunkohleminen in Betrieb gehen. Ein Vorhaben, dass wie Dudău betont die europäische Richtung, den Kohleverbrauch zu senken, einen Strich durch die Rechnung macht. „Wir sehen, dass die Regierungen die Absicht haben, den Braunkohleabbau und die Braunkohlekraftwerke so schnell wie möglich wieder in Betrieb zu nehmen, und zwar schon in diesem Sommer. Und das, obwohl wir in diesem Land versucht haben, aus der Braunkohle herauszukommen.“

Rumäniens großes Potenzial für erneuerbare Energien wurde in den letzten Jahren nicht genutzt. Seit sieben Jahren hat das Land keine nennenswerten Investitionen in erneuerbare Energien mehr getätigt:

„Es ist höchste Zeit Aspekte wie Energieeffizienz anzugehen. Vor allem im Gebäudebereich gibt es in Rumänien ein enormes Potenzial. Auf der EU-Ebene sind die Voraussetzungen für eine saubere Energiewende längst gegeben. Die EU hat klare Ziele und eine Menge Geld zur Verfügung. Der Einsatz sauberer Energiequellen dient nicht nur der Dekarbonisierung, sondern auch der Energiesicherheit. Und trotzdem müssen wir immer noch ständig Fakten, Argumente und Berechnungen vorlegen, die bezeugen, dass es aus all diesen Gründen Sinn macht, in erneuerbare Energiequellen, in Energieeffizienz, in die Elektrifizierung und in die Verstärkung der Stromnetze zu investieren. Denn nur das sind alles „no-regret“ -Optionen.“

Lesen Sie hier auch: Energiesicherheit in Europa

Teil 1: Polen

Teil 2: Bulgarien

Energiesicherheit in Europa – Nationale Perspektiven Teil 2: Bulgarien

Der Einmarsch des Kremls in die Ukraine, die dadurch gestiegenen Preise für fossile Energieträger und Russlands Gaslieferstopp an Bulgarien haben einmal mehr das Dilemma der europäischen Energieversorgung deutlich gemacht. Doch wie geht Bulgarien mit der aktuellen Energiekrise um und welche nationalen Strategien hat das Land zur Sicherstellung der Energieversorgung geplant?

Energiesicherheit in Europa – Nationale Perspektiven Teil 1: Polen

Der Einmarsch des Kremls in die Ukraine, die dadurch gestiegenen Preise für fossile Energieträger und Russlands Gaslieferstopp an Polen haben einmal mehr das Dilemma der europäischen Energieversorgung deutlich gemacht. Doch wie geht Polen mit der aktuellen Energiekrise um und welche nationalen Strategien hat das Land zur Sicherstellung der Energieversorgung geplant?

Wie werden verlorene Arbeitsplätze im bulgarischen Kohlesektor durch Jobs in der modernen Wirtschaft ersetzt? Der Bericht des WWF Bulgariens beleuchtet den Stand des gerechten Übergangs hin zu einer sauberen und kreislauforientierten Wirtschaft.

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Green(ing) H2

Green(ing) H2

Die Zivilgesellschaft dafür einbinden, die europäische Wasserstoffinfrastruktur grün, fair und nachhaltig zu gestalten.


Hintergrund

Wasserstoff (H2) wird voraussichtlich eine Schlüsselrolle in einer zukünftigen klimaneutralen Gesellschaft spielen, da er emissionsfreie Transport-, Heiz- und Industrieprozesse und eine saisonale Energiespeicherung ermöglicht. Wasserstoff ist jedoch nicht per se klimaneutral. Wenn Herstellung, Einsatz und Logistik nicht nachhaltig konzipiert werden, besteht die Gefahr der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen und der Konkurrenz um Wasser und erneuerbare Energien. In Europa waren die politischen Debatten über Wasserstoff bislang vor allem durch Vertreter*innen der Energiewirtschaft geprägt, die diese Gefahren nicht ausreichend kommuniziert haben. Eine informierte und involvierte Zivilgesellschaft kann einen Beitrag zu den jeweiligen politischen Debatten leisten und relevante Akteure zur Rechenschaft ziehen, damit die in Zukunft entwickelten Wasserstoffstrategien wirklich nachhaltig sind.

Helping hands

Helfende Hände für ein gemeinsames Ziel; © Foto: Bob Dmyt


Projekt

Das Projektteam wendet sich an die organisierte Zivilgesellschaft – wie Nichtregierungsorganisationen, Denkfabriken und Verbände – auf EU-Ebene sowie in Polen, Deutschland und Portugal als Ländern, denen bei der Förderung der Wasserstoffindustrie in Europa eine Schlüsselrolle zukommt. Mit zwei verschiedenen Maßnahmen will das Projektteam der Zivilgesellschaft ermöglichen, sich aktiv an der Wasserstoffdebatte zu beteiligen. Der erste Schritt ist der Aufbau eines europaweiten Netzwerks von Akteuren der organisierten Zivilgesellschaft, die daran interessiert oder beteiligt sind, den umweltfreundlichen Einsatz von Wasserstoff auf europäischer und nationaler Ebene durch den Austausch von Wissen und Perspektiven zu fördern und zu erleichtern. In einem zweiten Schritt entwerfen alle Netzwerkmitglieder gemeinsam Leitlinien für politische Entscheidungsträger*innen, die auf die Formulierung von Lösungen abzielen, Wasserstoffmärkte und -infrastrukturen nachhaltiger zu gestalten. Die Projektmitglieder teilen diese Leitlinien mit Organisationen der Zivilgesellschaft und Ministerien, die diese als Orientierung für politische Prozesse nutzen können, um den Weg für die Weiterentwicklung von wirklich kohlenstoffneutralem Wasserstoff zu ebnen. So trägt das Projektteam dazu bei, das volle Potenzial von grünem Wasserstoff zur Erreichung der Klimaneutralität freizusetzen.


Projektdaten

Stand: March 2022

Länder: Deutschland, Polen, Portugal

Projektdauer: 10/21 - 09/23

Fördersumme: 284.999 €

Zielgruppen: Privatwirtschaft, Regierungen, Zivilgesellschaft

Durchführende Organisation:
ZERO - Association for the Sustainability of the Earth System

Projektpartner:
Germanwatch e.V., Instrat - Foundation for Strategic Initiatives

Projekt Webseite: -


Ansprechpartner

Herr Pedro Nunes

Organisation:

ZERO – Association for the Sustainability of the Earth System

Adresse:
Av. de Berna 31 2º Dto. Sala 6
1050-038 Lisboa
Portugal

Email:

euki-h2zero.ong


EUKI

Das Projekt ist Teil des Ideenwettbewerbs der Europäischen Klimaschutzinitiative (EUKI). Die EUKI ist ein Finanzierungsinstrument des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK). Der EUKI-Ideenwettbewerb wird von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH umgesetzt. Übergeordnetes Ziel der EUKI ist die Förderung der Zusammenarbeit innerhalb der Europäischen Union (EU) zur Senkung von Treibhausgasemissionen.

Kontakt

Europäische Klimaschutzinitiative (EUKI)
Potsdamer Platz 10,
10117 Berlin – Deutschland

Tel.: +49 (0)30 338424 570
infoeuki.de

Energieunabhängigkeit leicht gemacht

Werden Sie Teil der Bürgerenergiebewegung und unabhängig von fossiler Energie!

Auf allen Ebenen für einen gerechten Kohleausstieg werben

Mehr als 500 Vertreter*innen von EU-Institutionen, Kohleregionen, Unternehmen, Gewerkschaften und Nichtregierungsorganisationen trafen sich zur „EU Coal Regions in Transition Platform“. Während der Veranstaltung enthüllte das EUKI-Projekt „Regionen und Kommunen für einen gerechten Kohleausstieg“ die Ergebnisse von drei Studien über Kohleregionen in Polen, Bulgarien und Griechenland. Der Projektträger WWF demonstrierte anhand von neuen Daten welche Arbeitsplätze vor Ort gefährdet sind und zeigte dem anwesenden EU-Personal das große Potenzial für die Schaffung neuer Stellen auf.