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Green(ing) H2

Die Zivilgesellschaft dafür einbinden, die europäische Wasserstoffinfrastruktur grün, fair und nachhaltig zu gestalten.

Energieunabhängigkeit leicht gemacht

Werden Sie Teil der Bürgerenergiebewegung und unabhängig von fossiler Energie!

Auf allen Ebenen für einen gerechten Kohleausstieg werben

Mehr als 500 Vertreter*innen von EU-Institutionen, Kohleregionen, Unternehmen, Gewerkschaften und Nichtregierungsorganisationen trafen sich zur „EU Coal Regions in Transition Platform“. Während der Veranstaltung enthüllte das EUKI-Projekt „Regionen und Kommunen für einen gerechten Kohleausstieg“ die Ergebnisse von drei Studien über Kohleregionen in Polen, Bulgarien und Griechenland. Der Projektträger WWF demonstrierte anhand von neuen Daten welche Arbeitsplätze vor Ort gefährdet sind und zeigte dem anwesenden EU-Personal das große Potenzial für die Schaffung neuer Stellen auf.

Erneuerbare Power-to-Heat in Hajnówka

Das Power-to-Heat-Projekt führt eine Machbarkeitsstudie durch, um die Einführung eines Systems zum Heizen mit Strom aus erneuerbaren Energiequellen (Power-to-Heat) in der polnischen Region Hajnówka zu ermöglichen.

Panda Labs für einen gerechten Strukturwandel

Das Projekt schult junge Menschen in Bulgarien, Serbien, Nordmazedonien und Montenegro zu grünem Unternehmertum, um den gerechten Strukturwandel voranzutreiben.

Erneuerbare Energien freisetzen

Die Studie „Unlocking Low Cost Renewables in South East Europe“ des EUKI-Projekts „Energiewende-Dialog in Südosteuropa“ hat gezeigt, dass einige wenige politische Maßnahmen helfen würden, das Risiko für Investitionen in erneuerbare Energien erheblich zu senken. Die Kosten könnten dabei um stolze 20% fallen. Für Onshore-Windkraftanlagen in Griechenland beispielsweise könnte der Preis auf 46 EUR/MWh und damit deutlich unter die Kosten für fossile Kraftwerksprojekte sinken. Zu den wirkungsvollsten Risikominimierungsmaßnahmen gehören der EU-Haushaltsgarantiemechanismus sowie verlässliche Vergütungsregelungen und langfristige Ausbauziele für Erneuerbare. Die Ergebnisse wurden mit Entscheidungsträger*innen sowohl bilateral als auch auf einem abschließenden Projektworkshop im Juni 2021 diskutiert.

Laut der Analyse von EUKI-Projekt „Energiewende-Dialog in Südosteuropa“ steht der PV-Markt in der Region vor einem grundlegenden Wandel.

Solardächer im Balkan

Solardächer im Balkan

Einbindung von Stadtverwaltungen und Bürger*innen in kommunale Solarenergieprojekte in Kroatien, Serbien und Bosnien-Herzegowina.


Hintergrund

Im Westbalkan herrscht die Ansicht vor, dass Gemeinden und Bürger*innen nur Endverbraucher*innen von Energie seien. Daher ist das Interesse kommunaler Entscheidungsträger*innen sowie der Bevölkerung an kommunalen Energiesystemen eher gering. Während es durch frühere Bemühungen teilweise gelungen ist, diese Einstellung in kleinen Gemeinden zu ändern, fehlt es in größeren Städten, wie denen, auf die das Projekt abzielt, immer noch an politischer und gesellschaftlicher Unterstützung für kommunale Energiekonzepte.

Handwerker befestigt Solaranlage auf einem Dach

Installateur bringt Solaranlage auf einem Dach an; Foto: © Elena Elisseva


Projekt

Zielgruppe des Projekts sind die Stadtverwaltungen von drei großen Städten: Kragujevac (Serbien), Poreč (Kroatien) und Mostar (Bosnien-Herzegowina). Verschiedene Maßnahmen sollen diese Städte in die Lage versetzen, die partizipative Erzeugung/Nutzung von Solarstrom und -wärme im urbanen Raum zu fördern. Zunächst nehmen drei multidisziplinäre Gruppen aus Mitarbeitenden der Stadtverwaltung an einem Workshop mit internetbasierten kollaborativen Tools teil und lernen verschiedene Formen und Vorteile kommunaler Solarenergiesysteme in Städten kennen. Außerdem ermitteln sie, welche Personen und Institutionen sie für eine erfolgreiche Förderung von Bürgerenergiekonzepten zur Gewinnung von Solarenergie einbeziehen müssen. Auf dieser Grundlage entwickeln sie eine Roadmap für die Errichtung einer kommunalen Energieversorgung, welche der Stadtverwaltung, kommunalen Energiegruppen, kleinen und mittleren Unternehmen sowie Bürger*innen in den nächsten zwei Jahren als Leitfaden für notwendige Maßnahmen zur Entwicklung und Installation neuer kommunaler Solarprojekte dient. In einem anschließenden Kommunikationsworkshop lernen die Gruppenmitglieder, wie sie die Vorteile der kommunalen Solarenergie effizient verbreiten können.

Darüber hinaus starten das Projektteam und die Städte eine Kampagne, um Bürger*innen und kleine und mittlere Unternehmen für Bürgerenergiekonzepte zu mobilisieren. Dazu gehören Plakate und eine breit angelegte Kampagne in sozialen und anderen Medien, die zunächst auf die Städte Kragujevac, Mostar und Poreč ausgerichtet sind. Nicht zuletzt stellt das Projektteam sicher, dass die beteiligten Akteure ihre Erfahrungen über die Grenzen der Pilotstädte hinaus weitergeben. So sollen andere Städte dazu angehalten werden, dem Beispiel zu folgen, und politische Entscheidungsträger*innen aufgefordert werden, dafür zu sorgen, dass die nationalen Rahmenbedingungen förderlich für solche Bürgerenergiekonzepte sind.


Projektdaten

Stand: Januar 2022

Länder: Bosnien und Herzegowina, Kroatien, Serbien

Projektdauer: 08/21 - 11/23

Fördersumme: 394.443 €

Zielgruppen: Regierungen, Städte und Gemeinden, Zivilgesellschaft

Durchführende Organisation:
Energy Cities

Projektpartner:
Gemeinde Mostar, Gemeinde Niš, Gemeinde Poreč, Regional Education and Information Centre for Sustainable Development in South East Europe (REIC)


Ansprechpartner

Herr Ian Turner

Organisation:
Energy Cities

Adresse:
Chemin de Palente 2
25000 Besançon
Frankreich

Email:
ian.turnerenergy-cities.eu


EUKI

Das Projekt ist Teil des Ideenwettbewerbs der Europäischen Klimaschutzinitiative (EUKI). Die EUKI ist ein Finanzierungsinstrument des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK). Der EUKI-Ideenwettbewerb wird von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH umgesetzt. Übergeordnetes Ziel der EUKI ist die Förderung der Zusammenarbeit innerhalb der Europäischen Union (EU) zur Senkung von Treibhausgasemissionen.

Kontakt

Europäische Klimaschutzinitiative (EUKI)
Potsdamer Platz 10,
10117 Berlin – Deutschland

Tel.: +49 (0)30 338424 570
infoeuki.de

Der Wandel im Bereich Wärmeerzeugung ist ein unverzichtbarer Baustein, um Klimaneutralität zu erreichen. Lange Investitionszyklen in diesem Bereich, gepaart mit dem hohen Risiko eines Carbon-Lock-ins, machen es deutlich, dass schnell gehandelt werden muss.

Ready for the Wave? Overlooked aspects of the Renovation Wave Initiative


Ready for the Wave? Overlooked aspects of the Renovation Wave Initiative

Während die Renovierungswelle (Renovation Wave) einige vielversprechende Initiativen umfasst und zukunftsorientiertes Denken seitens der EU-Kommission zeigt, sind viele Details noch unklar bzw. bestehen noch erhebliche Lücken. Insbesondere sollten die Rechtsvorschriften über die Schaffung von Kreislaufwirtschafts- und Lebenszyklusansätzen nicht auf die Zeit nach 2023 verschoben werden. Außerdem sollte die Bekämpfung der Energiearmut ein integraler Bestandteil der EU-Politik sein, insbesondere im Hinblick auf die derzeitigen Pläne eine Kohlenstoffbepreisung für Wärme und Verkehr einzuführen. Es sollte nicht den EU-Mitgliedstaaten überlassen bleiben einen Ausgleich für Haushalte mit niedrigem Einkommen, die mit steigenden Heizkosten konfrontiert sind, auszugestalten. Der Start eines nachhaltigen Wandels bei der Wärmeerzeugung erfordert viel umfassendere Veränderungen, als die Renovierungswelle vorsieht, da der derzeitige Rechtsrahmen zahlreiche Vorteile für fossile Heizungen bietet. In diesem Hintergrundpapier beleuchtet die Deutsche Umwelthilfe (DUH) drei Bereiche der Initiative Renovierungswelle, die vergleichsweise wenig Beachtung gefunden haben, aber dennoch entscheidend für den Gesamterfolg der Initiative sind: Zirkuläre Gebäude und Lebenszyklusansätze, der Startschuss für eine nachhaltige Wärmewende und die soziale Dimension der energetischen Sanierung.

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Ready for the Wave? Overlooked aspects of the Renovation Initiative (englisch)

Projekt

Energiewendedialog in Mittelosteuropa