Der vermehrte Einsatz von Erneuerbaren Energien könnte das Stromsystem in Südosteuropa verbessern, sagt eine Studie von Agora Energiewende.

Aufbau eines Kompetenzzentrums für erneuerbare Energien und Energieeffizienz in der Region Podlachien

Aufbau eines Kompetenzzentrums für erneuerbare Energien und Energieeffizienz in der Region Podlachien

Projektziel ist der Aufbau eines Kompetenzzentrums für erneuerbare Energien und Energieeffizienz in der Projektregion der beiden ostpolnischen Landkreise Białystok und Hajnówka. Langfristig soll das Zentrum dazu beitragen, lokale Kapazitäten für den Ausbau erneuerbarer Energien aufzubauen. Außerdem soll die Energieeffizienz in den strukturschwachen Regionen verbessert und neue Einnahmequellen geschaffen werden.


Inhalte und Maßnahmen

Der deutsche Projektpartner Energievision Frankenwald e. V. berät die polnischen Kommunen zu rechtlichen und organisatorischen Aspekten beim Aufbau des Kompetenzzentrums. Im Rahmen von entsprechenden Seminaren werden die polnischen Projektmitarbeiter für spätere Beratungstätigkeiten durch die Energievision Frankenwald qualifiziert. Hierbei wird auf guten Erfahrungen von etablierten Energieagenturen aus Bayern aufgebaut. Die Projektpartner wollen für das Zentrum einen breiten Unterstützerkreis aus Wirtschaft, Politik und Umweltverbänden gewinnen.

Eine Gruppe von Menschen hört einer Führung durch ein Industriegelände zu.

Studienreise von Kommunalvertretern aus Hajnówka nach Bayern. Foto: Martin Kastner,
Energievision Frankenwald e.V.

Mit dem neuen unabhängigen Beratungszentrum sollen Gemeinden, Unternehmen und der Bevölkerung wirtschaftliche und andere Vorteile durch den Ausbau erneuerbarer Energien und Steigerung der Energieeffizienz vermittelt werden. Darüber hinaus werden die Kommunen dabei unterstützt, Fördergelder für entsprechende Maßnahmen in diesem Bereich zu akquirieren.
Das Pilotprojekt soll als Vorbild für die mögliche Einrichtung weiterer Energieagenturen in der Woiwodschaft Podlachien und in ganz Polen dienen.


Hintergrund

Der Ausbau erneuerbarer Energien wird sich auch in Polen im Wesentlichen auf die ländlichen Regionen konzentrieren. Vor diesem Hintergrund wurde die Idee zum Aufbau eines Beratungszentrums für die ländlich geprägte und strukturschwache Projektregion entwickelt. Durch ein koordinierendes Zentrum soll die Entwicklung dahingehend beeinflusst werden, dass die Wertschöpfung möglichst in der Region verbleibt und die Kommunen, Privatpersonen und lokale Wirtschaft davon profitieren.


Projektdaten

Stand: Juni 2019

Länder: Deutschland, Polen

Projektdauer: 11/18 - 12/20

Fördersumme: 298.675 €

Zielgruppen: Städte und Gemeinden, Unternehmen, Zivilgesellschaft

Durchführende Organisation:
Energievision Frankenwald e.V.

Projektpartner: Kommunalentwicklungsverein BOF, Landkreis Hajnówka

Projekt Webseite: energie-frankenwald.de/


Ansprechpartner

Frau Beata Dudar

Organisation: Energievision Frankenwald e.V.

Email: dudarenergie-frankenwald.de


EUKI

Die Europäische Klimaschutzinitiative (EUKI):

Potsdamer Platz 10,
10117 Berlin – Deutschland
Tel.: +49 (0)30 338424 570
infoeuki.de

Die Europäische Klimaschutzinitiative (EUKI)

Das Projekt ist Teil des Ideenwettbewerbs der Europäischen Klimaschutzinitiative (EUKI). Die EUKI ist ein Finanzierungsinstrument des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU). Der EUKI-Ideenwettbewerb wird von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH umgesetzt. Übergeordnetes Ziel der EUKI ist die Förderung der Zusammenarbeit innerhalb der Europäischen Union (EU) zur Senkung von Treibhausgasemissionen.

Weitere Informationen über EUKI: www.euki.de

Das CEE Bankwatch Network untersuchte NECPs in Mittel- und Osteuropa anhand von sieben Faktoren zu Ambitionen und öffentlicher Partizipation.

Clean Heat 2030 – Strategy for Heating


Studie: Clean Heat 2030 – Strategy for Heating (Englisch und Polnisch)

Diese Studie zeigt, was gemacht werden muss, damit Heizen in Polen bis 2030 auf kostengünstige und sozialverträgliche Weise keine Smogquelle mehr ist. Die Publikation betrachtet die Fernwärme als auch individuelle Heizungssysteme. Es werden verschiedene Szenarien für einen Übergang analysiert und Empfehlungen zur Verbesserung der Luftqualität in Polen gegeben.

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Polnische Version

Internationales Kooperationsforum „Clean Heat“

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Studie: Just Transition – Development Scenarios: For the Coal-Mining Regions in Southwest Bulgaria (Englisch)

Diese Veröffentlichung befasst sich mit der Energiewende in den Kohlebergbauregionen Südwestbulgariens und damit, wie ein gerechter Transformationsprozess aussehen kann. Das Konzept „Just Transition“ ermöglicht den Übergang zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft auf nachhaltige und verantwortungsvolle Weise, indem Menschen mit eingebunden werden, die durch den Wandel ihre derzeitige Beschäftigung verlieren. Diese Analyse präsentiert Lösungen für die Probleme im Zusammenhang mit dem Übergang vom Steinkohlenbergbau zu einer nachhaltigen Wirtschaft.

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Just Transition Ost- und Südeuropa

Anlage zur Kohleproduktion

Projektvideo: Just Transistion


Projektvideo: Just Transistion

Wie kann der Ausstieg aus der Kohleproduktion reibungslos und sozial gerecht für die Regionen der Europäischen Union (EU) verlaufen, die seit Jahrzehnten auf Kohle angewiesen sind, die ihr Wirtschaftswachstum auf Kosten der Gesundheit und der Umwelt ihrer Gemeinden mit schmutziger Energie antreibt? Ein EUKI-Projekt mit dem WWF fördert Just Transition-Konzepte in Bulgarien, Deutschland, Griechenland und Polen.

Konzept & Produktion:
Atelier Limo – Brunel & Pannetier GbR (www.atelier-limo.eu/)

Just Transition Ost- und Südeuropa

Die Publikation schafft einen methodischen Rahmen, um Energiearmut in städtischen und ländlichen Gebieten der EWG und Konsequenzen für das Klima zu messen.

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Publikation: Step-by-step development of Woodstove changeout roadmap (Englisch)

Roadmaps für den Austausch von Holzöfen können zu starken politischen Instrumenten für die mittel- und langfristige Energieplanung werden. Sie folgen dem Ziel, Energiearmut zu lindern und schädliche Emissionen der Holz- und Kohleverbrennung zu verringern. Solche Fahrpläne sind eine Grundlage für Holzaustauschprogramme. Diese liefern Informationen und ermutigen die Bürgerinnen und Bürger, alte und ineffiziente Öfen durch moderne, saubere Heizungsanlagen zu ersetzen.

Die vorliegende Publikation erklärt Schritt für Schritt, wie ein solcher Leitplan nach der Methode des InventAir-Projekts erstellt werden kann.

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InventAir: Bestandsaufnahme zur Energiearmut und Unterstützung der Luftreinhaltung in Osteuropa

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Zusammenfassung: Die deutsche Kohlekomission – Vorreiterin für transformativen Klimaschutz?

Das Briefing Paper der E3G analysiert, welche Lehren aus der Arbeit der deutschen Kohlekommission für Transformationsprozesse in anderen Ländern und Branchen gezogen werden können. Der Fokus liegt dabei auf den Ländern Mittel- und Osteuropas. Wichtige Ergebnisse der Analyse sind die Einbeziehung mehrerer Interessengruppen, eine starke regionale Komponente und ein Mandat zur Festlegung mehrerer politischer Optionen. Die Analyse ist Teil eines EUKI-Projekts mit CEE Bankwatch und DUH. Die Ergebnisse wurden in einem englischen Briefingpapier und einer deutschen Zusammenfassung veröffentlicht.

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Die Energiewende in Mittel- und Osteuropa beschleunigen und von den deutschen Erfahrungen lernen

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Briefing Paper: Die deutsche Kohlekomission – Vorreiterin für transformativen Klimaschutz? (Englisch)

Das Briefing Paper der E3G analysiert, welche Lehren aus der Arbeit der deutschen Kohlekommission für Transformationsprozesse in anderen Ländern und Branchen gezogen werden können. Der Fokus liegt dabei auf den Ländern Mittel- und Osteuropas. Wichtige Ergebnisse der Analyse sind die Einbeziehung mehrerer Interessengruppen, eine starke regionale Komponente und ein Mandat zur Festlegung mehrerer politischer Optionen. Die Analyse ist Teil eines EUKI-Projekts mit CEE Bankwatch und DUH. Die Ergebnisse wurden in einem englischen Briefingpapier und einer deutschen Zusammenfassung veröffentlicht.

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Englische Version

Die Energiewende in Mittel- und Osteuropa beschleunigen und von den deutschen Erfahrungen lernen