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Klimaschutz fängt auf dem Teller an – Pflanzliche Alternativen

Klimaschutz fängt auf dem Teller an und wird durch eine große Vielfalt an pflanzlichen Alternativen heute sehr leicht gemacht. Auch zwei EUKI-Projekte sensibilisieren Jugendliche und Erwachsene für das Thema.

Zu ihrem 5-jährigen Bestehen veröffentlicht die Europäische Klimaschutzinitiative (EUKI) ein interaktives E-Paper. Darauf sind in Wort und Zahl die bisherigen Errungenschaften und künftige Ausrichtung der Initiative übersichtlich aufgelistet.

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Klimaschutz am Ätna – ein langjähriges Engagement trägt Früchte

Projektnews



Klimaschutz am Ätna – ein langjähriges Engagement trägt Früchte

von Sofia Shabafrouz, GIZ/EUKI

Bäume pflanzen, Gemüse anbauen, Abfälle kompostieren – Klima- und Naturschutz kann ganz konkret sein und Spaß machen. Dies vermitteln die Manfred-Hermsen-Stiftung und die lokale Naturschutzorganisation Giacche Verdi Bronte in Sizilien seit mehreren Jahren mit drei von der EUKI geförderten Projekten.



Seit 2005 setzen sich die beiden Partnerorganisationen in der nördlichen Ätna-Region für den Erhalt der Biodiversität über und unter der Erde ein. Ziel ist es, zwischen den zwei Naturparks Ätna und Nebrodi den Öko-Korridor für die Wildkatze zu erhalten und eine Klimagassenke durch gesunde Böden zu schaffen. Dazu beziehen die Partner die Landschaft prägenden kleinbäuerlichen Familienbetriebe ein und fördern sie. Die Region bereitet sich auf eine UNESCO-Nominierung für ein Biosphärenreservat vor. In diesen Rahmen betten sich drei EUKI-finanzierte Projekte zu Klimaschutz und Umweltbildung, Artenvielfalt sowie biologische Landwirtschaft ein. Die Manfred-Hermsen-Stiftung und Giacche Verdi Bronte erreichen mit ihnen Schulkinder und Jugendliche sowie die Gemeinden und Landwirt*innen vor Ort, aber auch internationale Freiwillige.


Wälder, Früchte, Humus – drei lehrreiche Projekte

Als erstes durch die EUKI gefördertes Projekt startete 2017 Boschi per la Biosfera – Wälder für die Biosphäre. 2.200 Schulkinder rund um den Ätna nahmen an einer Klima-Wald-Ausbildung teil. Sie wurden dazu ermutigt, Eichen und Ätna-Ginster auszusähen. Mit fast 2.500 gepflanzten Eichenbäumen konnten die Kinder selbst etwas zu gesunden Wäldern beitragen und erfahren, welche positive Rolle diese für das Klima spielen. Sie werden in den nächsten 40 Jahren 600.000 kg CO2 binden. Das zweite Projekt folgte ein Jahr später: Frutti per la Biosfera unterstützte lokale Produzent*innen, ihre Agrarprodukte zu vermarkten. Schulkinder befassten sich mit klimafreundlicher Ernährung. Sie lernten, dass vegetarische Nahrungsmittel, die passend zur Saison regional und biologisch angebaut werden, im Gegensatz zu Importwaren das Klima schonen. Dabei entstanden neun schulische Gemüsegärten. Die zwei Projekte kamen in den Schulen so gut an, dass diese sie die nächsten zwei Jahren auf eigene Kosten fortführten. 2021 bekam auch Humus per la Biosfera den EUKI-Zuschlag. Bei dem noch laufenden Projekt geht es darum, die Bodenfauna zur Bildung von Humus anzuregen. Humus garantiert Fruchtbarkeit und bindet Kohlenstoff, hilft also, Klimagase langfristig zu deponieren. Dafür führen die Projektmitglieder wissenschaftlich begleitete Experimente mit Eseldung, verkohltem Baumschnitt, Regenwurmkompost, Mäh-, Mulch- und bestimmten Anbautechniken durch und teilen die Erkenntnisse mit den Landwirt*innen und Agrarschulen. Außerdem regt das Projektteam Privathaushalte und Gemeinden zur eigenen Kompostierung ihrer organischen Abfälle an.

Über Unterricht in Schulen, umweltdidaktische Lehrpfade – auf informativen Tafeln präsentiert durch die Erdkröte oder Biene – sowie Aktivitäten im Schulhof oder in der Natur, erreichen die Themen auf spielerische Weise die Kinder der Region.



Die junge Generation einbeziehen

Die drei Projekte haben gemeinsam, dass sie neben der lokalen Bevölkerung auch internationale Freiwillige einbeziehen. Schulabgänger*innen und Studierende vorwiegend aus Deutschland, Europa aber auch anderen Ländern widmen sich mehrere Monate lang in Sizilien ganz praxisnah dem Natur- und Klimaschutz.


Für die drei Projekte verließen bisher 71 junge Leute zwischen 18 und 30 Jahren ihr gewohntes Umfeld, um im Naturschutz und der Umweltbildung aktiv zu sein und etwas mit ihren Händen zu schaffen, zum Beispiel Bäume pflanzen oder Kompostkisten und Nistkästen bauen. Weitere 15 kommen in dem Humus-Projekt noch hinzu. Sie lernen neben Italienisch auch einen nachhaltigen Lebensstil, z.B. durch Einkäufe auf dem lokalen Markt. Fachlich geschult und dazu befähigt, beteiligen sie sich an Umweltworkshops und -führungen für Tausende von Kindern in Bronte und Umgebung oder tragen zu Studien über Umweltpraktiken bei. Nach zahlreichen Arbeitseinsätzen und Exkursionen kehren sie mit vielen Eindrücken und einem neuen Verständnis von Umwelt und Klima zurück, um diese auch andernorts zu schützen und sich als Multiplikatoren weiter zu engagieren.

Eine bessere Zukunft schaffen

Bis zum Ende des laufenden Projekts werden die Manfred-Hermsen-Stiftung und Giacche Verdi Bronte insgesamt über 9.000 Schulkinder in 27 Kommunen mit den drei EUKI-Projekten erreicht haben. Über Lobbyarbeit konnten die beiden Partner auch ein intaktes Netzwerk mit 110 Bäuerinnen und Bauern aus der 120.000 Hektar großen Projektregion aufbauen. Sie werden in das laufende Humus-Projekt einbezogen. Darüber hinaus vertreten die Landwirt*innen ihre Interessen gegenüber der Gemeinsamen Agrarpolitik der Europäischen Union (GAP) und repräsentieren die langfristige Vision einer nachhaltigen und biodiversen Landschaft.

Dieses Toolkit soll Pädagog*innen, Organisationen und Regierungsstellen als Inspiration dienen, den Zusammenhang zwischen unseren Ernährungsgewohnheiten und dem Klimawandel auf pädagogische und interaktive Weise zu vermitteln.

Educational Tools To Approach Food Sustainability: Handbook


Pädagoische Hilfsmittel für eine nachhaltige Ernährung: Handbuch für Escape Room Aktivität (englisch)

Da die Nahrungsmittelproduktion bis zu 37 Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen verursacht, kommt der Veränderung der individuellen Ernährungsgewohnheiten bei der Bekämpfung des Klimawandels eine entscheidende Rolle zu.

In ihrem Handbuch „Educational Tools To Approach Food Sustainability – Escape Room” hat das EUKI-Projekt Klimaschutz auf den Tisch bringen einen Leitfaden zusammengestellt, der Pädagog*innen, Organisationen und Regierungsstellen als Inspiration dienen soll, den Zusammenhang zwischen unseren Ernährungsgewohnheiten und dem Klimawandel in einem formalen, nicht-formalen oder informellen Rahmen auf pädagogische und interaktive Weise zu behandeln.

Download PDF [Englisch]

Klimaschutz auf den Tisch bringen

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Humus per la Biosfera: Formation and Sensitisation for Humus Growth

UPGREAT – Trainingstool für effizientere Schulen

From the community



Humus per la Biosfera: Formation and Sensitisation for Humus Growth

by Dimitris Pallantzas, Building Physicist, Hellenic Passive House Institute 

According to official studies, more than the 75% of the buildings in Europe will still exist after 2070. On 15 December 2021, the European Commission published its proposal for a recast of the Energy Performance of Buildings Directive, in the framework of the Fit for 55% Package. The package of measures aims to put Europe on track for a 55% reduction in carbon emissions by 2030. In order to achieve European Union’s goals for 2030 and 2050 concerning carbon emissions, we need to create a new culture in renovation.


The proposed revision of the Energy Performance of Buildings Directive introduces new standards for energy performance to decarbonise the building sector, with changes to definitions of energy performance standards, revisions to national building renovation plans and a new requirement for life-cycle emission calculations for new builds. The proposal introduced several new definitions (under Article 2) which increase the ambition of renovation efforts:

  • ‚Zero-emission building‘, a building with very high energy performance, where the low amount of energy required is covered by renewables generated onsite, by an energy community, or via district heating and cooling. This will be the standard for new buildings and the level to be achieved by deep renovations as of 2030
  • ‚Nearly-zero energy building‘, a building meeting the above standards with performance no lower than a cost-optimal level (to be established under Article 6)
  • ‚Deep renovation‘, meaning transforming a building into nearly-zero emission building (up to 2030) or a ‘zero-emission building’ (after 2030).
Primary School in Trikala

Renovation following the Passive House Concept in primary school in Trikala; Photo: © Dimitris Pallantzas

In Trikala, a city in central Greece, in which HPHI is currently developing the city’s roadmap for the energy transition, there is the first enerPHit Passive House School. The “exercise” Deep renovation of a School, took place under difficult circumstances achieving great results and social impact. The project “Renovating a school according to the Passive House standard” contained, some crucial steps:

  • Raising awareness about energy efficiency to the mayor and his councils
  • Two month intense education through seminars to the municipality’s technical services department
  • Continuous training of the tradespersons involved to this particular project
  • Educating the teachers, the students and the parents in order to understand how the building will perform

Some of the results were:

  • Minimizing the operational cost of the school down to 80%
  • Achieving the best indoor air quality in terms of temperature and relative humidity
  • Because of the installation of the Mechanical Ventilation with Heat Recovery there is no need opening the windows (due to covid-19 restrictions) during cold days
  • Happy and concentrated students and satisfied teachers
  • Two new certified Passive House designers working in the municipality’s technical services department

To meet these challenges and opportunities in large scale projects, National & Kapodistrian University of Athens (NKUA), joins forces with Hellenic Passive House Institute (HPHI), Cyprus Energy Agency (CEA) and Da-Di-Werk in the UPGREAT project. Using the gained experience from individual projects the UPGREAT consortium is aiming to create a new construction culture targeting mainly schools, where the impact in the society is larger than everything else. The long term results expected from UPGREAT are multitudinous. It is not only the improved thermal comfort, health and environmental quality the building users will experience but also the gap between design & construction phase will be eliminated & transition to low energy buildings will be enforced. Furthermore, the suggested holistic design approach will result in reduced construction, operation & maintenance costs.

Finally, while the energy prices are increasing, this project is forcing the society to align with European Union’s energy performance directives. Every building has to decrease heating and cooling demand as much as possible and the energy needed has to be produced on site or as nearest as possible. The first renewable energy is energy efficiency and the cheapest energy is the one that is not consumed. #EfficiencyFirst

Classroom in Primary School Trikala

A classroom in primary school, renovated following the Passive House Concept. Trikala, Greece; Photo: © Dimitris Pallantzas

Responsible for the content of this page is the named author / organisation: Dimitris Pallantzas, Hellenic Passive House Institute / UPGREAT Project

UPGREAT – Trainingstool für effizientere Schulen

Verbesserung der C-Bilanz in Biobetrieben

Das Projekt ‚Verbesserung der C-Bilanz in Biobetrieben‘ verbreitet Fachwissen in landwirtschaftlichen Betrieben in Slowenien und Serbien, um eine verbesserte Kohlenstoffbindung zu erreichen.

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Alpenmoore und Klimaschutz

Mechanismen und Methoden zum Schutz von Moorgebieten in den Alpen entwickeln.

MediterRE3

Das Projekt MediterRE3 zielt darauf ab, die durch Brände verursachten Treibhausgasemissionen in Griechenland, Montenegro und Frankreich zu verringern, indem ein intelligentes Landschaftsmanagement gefördert wird.

Baltische Stakeholder-Gruppe auf Paludikultur-Studienreise nach Deutschland

Baltische Farmer*innen binden CO2

Das Projekt „Baltische Farmer*innen binden CO2“ ermöglicht es Landwirten*innen und Landnutzern*innen in den baltischen Ländern, eine kohlenstoffneutrale Moorlandwirtschaft zu betreiben.