Klimaschutz vernetzt Europa – EUKI veröffentlicht ihre zweite Broschüre

Was macht die EUKI eigentlich zum Thema Mobilität? Wie werden europäische Kommunen in die Arbeit der EUKI-Projekte eingebunden? Und welche EUKI-Projekte schaffen Bewusstsein für den Klimaschutz, zum Beispiel in Schulen? Auf diese Fragen finden sie in den drei neuen EUKI Videos eine Antwort.

Die zweite EUKI-Broschüre stellt alle seit 2019 finanzierten Projekte vor und präsentiert so anschaulich die vielfältigen Ansätze von Klimaschutz in Europa. Erfahren Sie mehr über die wichtigsten Meilensteine der vergangenen zwei Jahre, die stetig wachsende EUKI Academy und Projekterfolge in den Ländern.

Beitrag der Gemeinsamen Agrarpolitik zum Klimaschutz in der EU

Beitrag der Gemeinsamen Agrarpolitik zum Klimaschutz in der EU

Bereicherung des fachlich fundierten Dialogs zwischen EU und Bundesregierung zu Klima- und Landwirtschaftspolitik.


Hintergrund

Um die europäischen Klimaziele zu erreichen, sind weitreichende Veränderungen in allen Sektoren notwendig – auch bei Landwirtschaft und Landnutzung, die EU-weit mehr als 10 Prozent der gesamten Treibhausgasemissionen ausmachen. Hier hat die EU einen besonders großen direkten Einfluss, da der größte Teil der staatlichen Ausgaben für die Landwirtschaft durch die GAP festgelegt wird.

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Dairy farming in Europe. Photo: (c) Nosita / Pixabay


Projekt

Das Projekt veröffentlichte eine Studie, die die Klimawirksamkeit der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) analysierte. Sie hat die Vorschläge der EU-Kommission bewertet und Optionen zur Verbesserung erarbeitet.

Die Studie wurde am 9.10.2020 im Rahmen einer Online-Konferenz mit Vertreter*innen aus  deutscher, französischer und spanischer Zivilgesellschaft und Landwirtschaft, sowie europäischen Netzwerken vorgestellt. Insgesamt nahmen etwa 100 Personen teil. Am selben Tag erfolgte eine Pressekonferenz zur öffentlichen Präsentation der Studie in den Räumen der Bundespressekonferenz.

Um den Verhandlungsprozess für die GAP eng begleiten zu können, setzte sich das Projekt dafür ein, den Kontakt unter den genannten Institutionen während der gesamten Projektlaufzeit aufrechtzuerhalten.


Projektdaten

Stand: Juni 2021

Länder: Europa

Projektdauer: 06/20 - 12/20

Zielgruppen: EU Institutionen, Regierungen, Zivilgesellschaft

Durchführende Organisation:
Germanwatch e.V.


Ansprechpartner

Herr Tobias Reichert

Organisation:
Germanwatch e.V.

Adresse:
Stresemannstr. 72
10963 Berlin
Deutschland

Email:
reichertgermanwatch.org


EUKI

Das Projekt ist Teil der Europäischen Klimaschutzinitiative (EUKI). Die EUKI ist ein Finanzierungsinstrument des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK). Übergeordnetes Ziel der EUKI ist die Förderung der Zusammenarbeit innerhalb der Europäischen Union (EU) zur Senkung von Treibhausgasemissionen.

Kontakt

Europäische Klimaschutzinitiative (EUKI)
Potsdamer Platz 10,
10117 Berlin – Deutschland

Tel.: +49 (0)30 338424 570
infoeuki.de

Auf dem Weg zu einer klimaneutralen EU: Finanzierung und Anreize für einen transformativen europäischen Green Deal

Das Projekt “Auf dem Weg zu einer klimaneutralen EU: Finanzierung und Anreize für einen transformativen europäischen Green Deal” ziel darauf ab, die EU-Finanzpolitik mit den Zielen des European Green Deal in Einklang zu bringen.

EDAPHIC BLOOM DANUBE – Minderung von Treibhausgasen im Donautal

Das Projekt “Edaphic Bloom Danube” zielt darauf ab, die Treibhausgasemissionen im rumänischen Donautal zu verringern. Dazu fördert es den Erhalt organischer Böden sowie die Steigerung der Energieeffizienz in Gebäuden.

Die Publikation “Kleine Biogasanlagen” bietet Landwirt*innen, Ministerien und Fachleuten allgemeine Informationen über kleine Biogasanlagen und deren Potenzial zur Minderung von Treibhausgasemissionen in der Tierhaltung. Es wird erklärt, warum kleine Biogasanlagen wichtig sind, welche Auswirkungen Gülle auf die Umwelt hat und welche Herausforderungen und Vorteile Biogasanlagen bergen.

Forests for Future

Forests for Future

Anpassung der forstwirtschaftlichen Konzepte, um die CO₂-Speicherkapazität in slowenischen Wäldern aufrechtzuerhalten oder gar zu erhöhen, ohne dabei die wirtschaftlichen Erträge und anderweitigen Vorzüge von Wäldern zu gefährden.


Hintergrund

Die slowenische Forstwirtschaft gilt in Europa und der ganzen Welt als fortschrittlich. Allerdings standen der Klimaschutz und die Kohlenstoffbindung bei der Bewirtschaftung der Wälder bislang nicht im Vordergrund. Insofern bergen Wälder ein enormes und bisher ungenutztes Potenzial bei den Bemühungen des Landes, Netto-Null-CO2 Emissionen zu erreichen. Da Europa in hohem Maße von Wald bedeckt ist, sollten Wälder als Teil von naturbasierten Lösungen besser genutzt werden, um den Klimawandel zu bekämpfen und einzudämmen und der Gesellschaft bereichsübergreifend vielfältigen Nutzen zu bieten

Gesunde Baumkronen können erkannt werden, wenn Forstwirte trainiert sind.

Gesunde Baumkronen können erkannt werden, wenn Forstwirte trainiert sind. Foto: (c) Suzana Podvinšek


Projekt

Bei diesen Bemühungen spielen entsprechend angepasste forstwirtschaftliche Konzepte und Pläne eine Schlüsselrolle. Forests for Future entwickelt Methoden zur Waldbewirtschaftung, die zu einer größeren Bindung von CO2 beitragen – ohne dabei die wirtschaftlichen Erträge und alle anderen positiven Eigenschaften von Wäldern in Slowenien zu beeinträchtigen.

Dabei muss unbedingt berücksichtigt werden, dass sich die verschiedenen Arten der bestehenden Wälder unterschiedlich entwickeln. Es gibt enorme Schwankungen bei der Menge des von ihnen individuell gespeicherten Kohlenstoffs – sowohl in lebender als auch in toter Biomasse sowie im Erdreich. Die jeweiligen Waldarten reagieren vollkommen unterschiedlich auf verschiedene Maßnahmen. Das Projekt analysiert und simuliert diese Reaktionen im Hinblick auf ihr jeweiliges Klimaschutzpotenzial. Es liefert somit die notwendigen Daten, um in der fachlichen Praxis die erforderlichen weitreichenden Veränderungen in der Forstwirtschaft auf den Weg zu bringen.

Forests for Future nutzt das erstellte Waldentwicklungsmodell, die neuen Waldbewirtschaftungsszenarien und vorgeschlagenen Maßnahmen auf zweierlei Weise. Erstens fließen sie in die politischen Empfehlungen an die zuständigen Ministerien ein.  Zweitens finden sie auf nationaler Ebene Eingang in die Richtlinien für die Waldbewirtschaftungsplanung. Darüber hinaus organisiert das Projekt Schulungen für alle Waldbewirtschaftungsplaner*innen im Land und zeigt auf, wie die gemachten Empfehlungen und Richtlinien am besten umgesetzt werden können.

Damit sichergestellt ist, dass erfolgreiche Methoden überall in Europa und darüber hinaus angewendet werden, publiziert das Projekt bewährte Methoden in der wissenschaftlichen Fachliteratur.

Slowenische Wälder als Teil der Klimaschutzstrategie.

Slowenische Wälder als Teil der Klimaschutzstrategie. Foto: (c) Ivan Vrhnjak


Projektdaten

Stand: Januar 2021

Länder: Slowenien

Projektdauer: 11/20 - 02/23

Fördersumme: 401.705 €

Zielgruppen: Experten, Regierungen, Städte und Gemeinden

Durchführende Organisation:
Slovenia Forest Service

Projektpartner:
Universität Ljubljana


Ansprechpartner

Frau Živa Bončina

Organisation:

Slovenia Forest Service

Adresse:
Večna pot 2
1001 Ljubljana
Slowenien

Email:
ziva.boncinazgs.gov.si


EUKI

Das Projekt ist Teil des Ideenwettbewerbs der Europäischen Klimaschutzinitiative (EUKI). Die EUKI ist ein Finanzierungsinstrument des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK). Der EUKI-Ideenwettbewerb wird von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH umgesetzt. Übergeordnetes Ziel der EUKI ist die Förderung der Zusammenarbeit innerhalb der Europäischen Union (EU) zur Senkung von Treibhausgasemissionen.

Kontakt

Europäische Klimaschutzinitiative (EUKI)
Potsdamer Platz 10

10785 Berlin – Deutschland

Tel.: +49 (0)30 338424 570
infoeuki.de

Biogasinitiative für die Landwirtschaft

Die “Biogas Initiative für die Landwirtschaft” fördert den Einsatz von Biogastechnologie auf kleinen und mittleren Viehzuchtbetrieben in Serbien, um die CO2 Emissionen in der Landwirtschaft zu senken.

Die Landwirtschaft ist entscheidend, um die globale Erwärmung auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen. Die GAP kann ein entscheidender Hebel in der EU sein.

Policy Brief: Agriculture and Climate Change


Policy Brief: Agriculture and Climate Change (Englisch)

Das globale Ernährungssystem, vom Erzeuger bis zum Verbraucher, ist für etwa 25-30 Prozent der globalen Treibhausgasemissionen verantwortlich. In der Europäischen Union (EU) ist die Lebensmittelproduktion allein – bis zum Hoftor – für mindestens 15 Prozent unserer Netto-THG-Emissionen verantwortlich. Das European Environmental Bureau (EEB) und BirdLife Europe präsentieren Lösungen für die Landwirtschaft, wie eine Verringerung der Zahl der Nutztiere, eine EU-weite Übernahme agroökologischer Ansätze, die Unterstützung der Umsetzung bewährter Praktiken in landwirtschaftlichen Betrieben, den Schutz und die Wiederherstellung empfindlicher und hochwertiger Ökosysteme sowie eine Diversifizierung des Agrarsektors.

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Ein unvermeidlicher Schritt nach Paris: Reduzierung der Emissionen aus der Landwirtschaft