Themen

Die Projekte arbeiten zu den Themen Nachhaltiges Wirtschaften, Bewusstseinsbildung, Energie, Mobilität, Klimapolitik, klimafreundliche Finanzierung, Gebäudesektor und Kommunen.

Begleitend zum Abschlussbericht des BEACON-Projekts From Ideas to Action, der einen Überblick über die Erfolge und Erkenntnisse des Projekts gibt, taucht diese interaktive Broschüre in die spezifischen Geschichten der Schulen und Kommunen aus ganz Europa ein, die Wirkungen erzielt haben. In 83 Geschichten findet man Beispiele für Empowerment, Verbindungen, Innovation und Inspiration, die aus der Perspektive der Kommunen, Schulen und Kindergärten geschrieben sind.

Electro Car

EUKI Projekt-Interview: Int-E-Grid – Förderung der Elektromobilität in Polen und Deutschland

Interview



EUKI Projekt-Interview: Int-E-Grid – Förderung der Elektromobilität in Polen und Deutschland

 GIZ/EUKI

Für unsere EUKI-Broschüre haben wir mit Dr. Joanna Maćkowiak-Pandera von Forum Energii über das EUKI-Projekt Int-E-Grid: Förderung der Elektromobilität in Polen und Deutschland gesprochen. Ziel des Projekts ist es, durch die Entwicklung von Empfehlungen für zentrale und lokale Behörden sowie für den Unternehmenssektor die Elektromobilität in Polen und Deutschland auszubauen und zu fördern.


Portrait Joanna Maćkowiak-Pandera

Portrait Joanna Maćkowiak-Pandera, © Forum Energii

Worum geht es bei „Int-E-Grid“?

Wir wollen die verkehrsbedingten CO2-Emissionen begrenzen und sind der Meinung, dass die Elektromobilität der vielversprechendste Weg hin zu diesem Ziel ist. Es müssen aber noch viele Herausforderungen gemeistert werden, vor allem im Hinblick auf die Frage, wie sich die Elektromobilität in das Stromnetz integrieren lässt. Bei Int-E-Grid arbeiten polnische und deutsche Expert*innen zusammen an der Entwicklung entsprechender Lösungen. Im Juni 2020 haben wir zum Beispiel eine große virtuelle Sitzung mit 38 Teilnehmenden gehalten, aus der fünf Analyseberichte hervorgegangen sind. Die Teilnehmenden können Politiker*innen auf nationaler und lokaler Ebene somit dringend erforderliche Empfehlungen geben und sie dabei unterstützen sicherzustellen, dass die Stromnetze auf den prognostizierten Anstieg der Elektromobilität vorbereitet sind und diesen bewältigen können.

Wie müssen die Stromnetze in Städten auf die Elektromobilität vorbereitet werden?

Derzeit gibt es in polnischen und deutschen Städten zum Beispiel sehr wenige Ladestationen. Das bedeutet wiederum, dass viele Menschen ihre Autos nur zu Hause aufladen können. Vornehmlich abends, wenn der tägliche Stromverbrauch sowieso am höchsten ist, insbesondere im Winter, wenn Wohnungen geheizt werden müssen. Das ist sehr ineffizient, und es müssten in den Städten neue Kraftwerke gebaut werden, um einen derart geballten Stromverbrauch abzudecken. Das wollen wir vermeiden. Wir müssen stattdessen an den Orten eine Infrastruktur für Ladestationen aufbauen, wo sie benötigt wird: am Arbeitsplatz oder in Stadtzentren, damit Autos während des Einkaufs aufgeladen werden können.


„Wir wollen die verkehrsbedingten CO2-Emissionen begrenzen und sind der Meinung, dass die Elektromobilität der vielversprechendste Weg hin zu diesem Ziel ist.“

Portrait Joanna Maćkowiak-Pandera

Warum eignet sich eine deutsch-polnische Partnerschaft besonders gut für dieses Projekt?

Polen und Deutschland haben viele Gemeinsamkeiten. In beiden Ländern kommen immer noch große Mengen an Kohle zum Einsatz – wir verfolgen also gemeinsam das Ziel, Emissionen zu mindern. Ein großer Umbruch wie der Wechsel zur Elektromobilität stellt uns ganz offenkundig vor große Herausforderungen – und Deutschland und Polen sind in der großartigen Lage, diese gemeinsam zu meistern.

Dieser Bericht von BEACON wurde im Rahmen des EUKI-Projekts BEACON veröffentlicht und behandelt Schlüsselaspekte für die erfolgreiche Umsetzung von Energiesparmaßnahmen sowie für den effizienten Betrieb und die Instandhaltung von Schulen in Rumänien.

BETTER SCHOOLS – BETTER CLIMATE: Refurbishment Guide for Romanian Schools


Bessere Schulen – Besseres Klima: Sanierungsleitfaden für rumänische Schulen (englisch)

Die Energieleistung rumänischer Schulgebäude ist immer noch unzureichend. Das Fehlen grundlegender technischer Systemkomponenten wie Thermostate oder Durchflussregelungen zeigt, dass Energieeffizienzmaßnahmen in rumänischen Schulen auf einer grundlegenden Ebene ansetzen müssen.

Das EUKI-Projekt BEACON unterstützte zwischen 2018 und 2021 Energiesparmaßnahmem in rumänischen Schulgebäuden. Zu diesem Zweck hat BEACON einen Sanierungsleitfaden für rumänische Schulen erstellt, der dem technischen und administrativen Personal aus lokalen Behörden dabei helfen soll, die richtigen Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz in Schulen zu ergreifen und zu erfahren, wo Fördermittel beantragt werden können.

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Rumänische Version

Drei Präsidentschaften für das Klima: Think European – Act Local

Bridging European and Local Climate Action (BEACON)

EUKI Projekt-Interview: Energiewendedialog in Mittelosteuropa

Interview



EUKI Projekt-Interview: Energiewendedialog in Mittelosteuropa

 GIZ/EUKI

Für unsere EUKI-Broschüre haben wir mit Alexandru Mustata von CEE Bankwatch Network über das EUKI-Projekt Energiewendedialog in Mittelosteuropa gesprochen. Das Projekt zielt darauf ab, politische und öffentliche Narrative in den mittel- und osteuropäischen Ländern zu verändern, indem positive Perspektiven für die Chancen der Energiewende aufgezeigt werden. Das Interview ist Teil der im Jahr 2021 veröffentlichten EUKI-Broschüre.


Portrait Alexandru Mustata

Alexandru Mustață ©CEE Bankwatch Network

Worum genau geht es bei diesem Projekt?

Wir versuchen, unter Berücksichtigung der örtlichen Gegebenheiten, das Konzept der Energiewende auf Mittel- und Osteuropa zu übertragen. Dies bedeutet zuerst einmal, dass man sich darüber bewusst ist, dass sich sowohl das politische als auch das gesellschaftliche Narrativ zur Energiewende in Mittel- und Osteuropa von dem in westeuropäischen Ländern unterscheidet. Man bekommt sehr oft zu hören „Das ist zu teuer für uns“ oder „Wie können Sie von intelligenten Stromnetzen reden, wenn Tausende von Menschen in Bulgarien, Rumänien und Ungarn keinen Zugang zu Strom haben?“ Darauf erwidern wir, dass gerade die Energiewende die Antwort auf dieses Problem ist, weil dadurch die Effizienz gesteigert, der Strom billiger und die mangelnde Stromversorgung reduziert werden.

Wir versuchen, sowohl den Bürger*innen als auch den Politiker*innen zu verdeutlichen, dass die Energiewende möglich und bezahlbar ist – und sie sogar günstiger ist, als mit staatlicher Förderung veraltete Technologien, wie beispielsweise Kohle, künstlich am Leben zu erhalten. Wir heben die positiven Aspekte der Energiewende hervor und betonen, dass die Energiewende schrittweise erfolgen kann, niemand dabei auf der Strecke bleiben muss und die Gesellschaft davon profitieren kann – und das nicht nur in Bezug auf das Klima, sondern auch im Hinblick auf Arbeitsplätze und den Lebensstandard


„Wir versuchen, sowohl den Bürger*innen als auch den Politiker*innen zu verdeutlichen, dass die Energiewende möglich und bezahlbar ist – und sie sogar günstiger ist, als mit staatlicher Förderung veraltete Technologien, wie beispielsweise Kohle, künstlich am Leben zu erhalten.“

Portrait Alexandru Mustata

Sie erwähnen, dass in Ihren Schwerpunktländern viele Menschen die Energiewende eher als ein Problem statt als Chance begreifen. Das ist auch in anderen europäischen Regionen der Fall. Was kann die EUKI-Community von Ihnen lernen?

Am wichtigsten ist, sich mit den unmittelbar vom Kohleausstieg betroffenen Menschen zu treffen und mit ihnen zu sprechen und auch diejenigen in das Gespräch einzubeziehen, die traditionell nicht an den Entscheidungsprozessen in den jeweiligen Hauptstädten und in Brüssel beteiligt sind. So haben wir zum Beispiel gemeinsam mit den Kohlegewerkschaften in Bulgarien eine Konferenz organisiert. Natürlich ist das keine einfache Beziehung, und gewiss bestehen manchmal Spannungen zwischen den verschiedenen Interessensgruppen. Lösungen lassen sich aber nur gemeinsam mit den Menschen finden, die in diesen Regionen leben und völlig zu Recht Angst vor der Energiewende haben, wenn man bedenkt, dass es hier in den letzten Jahrzehnten viele schmerzhafte Umbrüche gegeben hat. Wir suchen eine gemeinsame Basis mit ihnen, egal wie klein diese auch sein mag. Wir freuen uns, dass die Akzeptanz langsam, aber sicher wächst und der Dialog einfacher wird.

Young Energy Europe 2.0

Das Projekt „Young Energy Europe 2.0“ bildet 485 junge Fachkräfte in acht europäischen Ländern zu Energy Scouts aus, die in ihren Unternehmen den Energie- und Ressourcenverbrauch senken.

Project Interview CAN Europe

EUKI Projekt-Interview: Kapazitätsaufbau für ambitionierte Langfriststrategien

Für unsere neue EUKI-Broschüre haben wir mit Kasia Ugryn vom Climate Action Network Europe über ihr EUKI-Projekt Kapazitätsaufbau für ambitionierte Langfriststrategien gesprochen. Das Projekt zielt darauf ab, die Qualität der langfristigen Strategien zur Dekarbonisierung in den Visegrad 4+2 Ländern zu verbessern.

Die Publikation des WWFs wurde im Rahmen des EUKI-Projekts Just Transition Ost- und Südeuropa veröffentlicht und zeigt auf, wie verlorene Kohlearbeitsplätze durch nachhaltige neue Arbeitsplätze ersetzt werden können, ohne dabei die Umwelt zu belasten.

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Europe on Rail

Europe on Rail

Die nachhaltige Mobilität in Europa durch Stärkung des Schienenverkehrs fördern.


Hintergrund

Um die EU-Klimaziele zu erreichen, sind weitreichende Veränderungen im Transportsektor notwendig. Einen wichtigen Beitrag zur Mobilitätswende leistet dabei der Schienenverkehr. Innerhalb Europas könnte durch ihn eine Vielzahl von umweltbelastenden Flugreisen ersetzt werden. Allerdings wurden in den letzten Jahrzenten viele Fernzugverbindungen, einschließlich von Nachtzügen, eingestellt. Zentrale Verbindungen zwischen den EU-Mitgliedstaaten fehlen, so dass der Schienenverkehr meist keine geeignete Transportalternative im Personenfernverkehr darstellt. Vor diesem Hintergrund bedarf es klarer politischer Vorgaben und konkreter politischer Initiativen, um den europäischen Bahnverkehr zu stärken.

In den Jahren 2020/21 sind die Weichen gestellt worden, um den Schienenverkehr politisch nachhaltig zu stärken: Die Europäische Kommission hat ihre Strategie für Nachhaltige und Intelligente Mobilität vorgelegt, die die EU-Transportpolitik für das nächste Jahrzehnt bestimmt. Im September 2020 fand der EU-Schienengipfel statt, bei dem die Verkehrsminister*innen der Mitgliedsstaaten und Vertreter*innen der Eisenbahnunternehmen über einen nachhaltigen europäischen Schienenverkehr berieten. Das Jahr 2021 wurde zum Europäischen Jahr der Schiene ernannt, in dessen Verlauf die EU die Bahn als Verkehrsmittel sowie ihre Nutzung durch Bürger*innen besonders fördert.

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Der Frankfurter Hauptbahnhof. (c) Markus Winkler / unsplash


Projekt

Das Projekt hat ein EU-Policy-Paper zum Europäischen Jahr der Schiene publiziert. Es stellt die wesentlichen Herausforderungen des grenzüberschreitenden Personenschienenverkehrs dar und enthält politische Empfehlungen an EU-Politiker*innen.

Vier nationale Policy-Paper richten sich an politische Entscheidungsträger*innen. Sie stellen den grenzüberschreitenden Personenschienenverkehr in Polen, Frankreich, Deutschland und Spanien dar und beinhalten politische Empfehlungen.

Um sich an der öffentlichen Konsultation zur EU-Strategie für nachhaltige Mobilität zu beteiligen, erstellte das Projekt einen Leitfaden mit optionalen Antworten sowie ein Positionspapier und verbreitete diese über verschiedene Netzwerke. Damit wurden progressive Positionen zum Schienenverkehr einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht und die Beteiligung der Zivilgesellschaft gefördert. In zwei internen Workshops entwickelten Gemanwatch und die Partnerorganisationen zudem eine Strategie, mit der ein längerfristiges Engagement der Zivilgesellschaft sichergestellt werden kann.

Drei nationale Workshops in Polen, Deutschland und Spanien richteten sich an Politiker*innen, Bahnbetreiber und Vertreter*innen der Zivilgesellschaft. Ihr Ziel war, Unterstützung für die Verbesserung des grenzüberschreitenden Schienenverkehrs aufzubauen und progressive Akteur*innen zum Handeln zu bewegen. Ein EU-Policy-Workshop fand mit dem Ziel statt, Allianzen zwischen wichtigen Akteur*innen zur Verbesserung des grenzüberschreitenden Schienenverkehrs zu bilden.


Projektdaten

Stand: Juni 2021

Länder: Deutschland, Frankreich, Polen, Spanien

Projektdauer: 08/20 - 02/21

Zielgruppen: EU Institutionen, Regierungen, Zivilgesellschaft

Durchführende Organisation:
Germanwatch e.V.

Projektpartner:
Eco-union, ECODES - Stiftung für Ökologie und Entwicklung, France Nature Environnement, Institut für Zivile Angelegenheiten (INSPRO), Transport and Environment (T&E)


Ansprechpartner

Frau Lena Donat

Organisation:
Germanwatch e.V.

Adresse:
Stresemannstr. 72
10963 Berlin
Deutschland

Email:
donatgermanwatch.org


EUKI

Das Projekt ist Teil des Ideenwettbewerbs der Europäischen Klimaschutzinitiative (EUKI). Die EUKI ist ein Finanzierungsinstrument des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK). Der EUKI-Ideenwettbewerb wird von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH umgesetzt. Übergeordnetes Ziel der EUKI ist die Förderung der Zusammenarbeit innerhalb der Europäischen Union (EU) zur Senkung von Treibhausgasemissionen.

Kontakt

Europäische Klimaschutzinitiative (EUKI)
Potsdamer Platz 10

10785 Berlin – Deutschland

Tel.: +49 (0)30 338424 570
infoeuki.de

Wo steckt mein grünes Geld?

Das „Landschaft der Klimafinanzierung“ Projektteam konnte ca. 23 Millionen polnische Złoty (5.2 Milliarden Euro) an öffentlichen und privaten Mittel in kohlenstoffarmen Investitionen verorten, die zwischen 2014 und 2019 im polnischen Bausektor ausgegeben wurden. Die Ergebnisse halfen Licht ins Dunkel zu bringen: Unter anderem wurden sie für die Vorbereitung der langfristigen nationalen Renovierungsstrategie in Polen genutzt.