Über die EUKI

Die EUKI ist eine Initiative des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK), um die Zusammenarbeit in der EU bei der Weiterentwicklung und Umsetzung ihrer ambitionierten Klimapolitik zu stärken. Dabei können Klima-Akteure voneinander lernen; unterstützt werden der innereuropäische Dialog, der Austausch von guten Praktiken, Bewusstseinsbildung und Wissenstransfer.

Das übergreifende Ziel der Europäischen Klimaschutzinitiative (EUKI) ist es, den Weg zur Klimaneutralität in Europa zu unterstützen, indem die grüne Transformation durch Klimaschutzmaßnahmen und Zusammenarbeit in ganz Europa vorangetrieben wird. Da sich die EUKI an den Prioritäten auf EU-Ebene orientiert, sollten sich die geförderten Projekte auf das „Fit for 55“-Paket und/oder den REPowerEU-Plan beziehen und zur Stärkung der Rolle der Zivilgesellschaft im Klimaschutz, zum Klimaschutz auf lokaler oder regionaler Ebene sowie zur grenzüberschreitenden europäischen Zusammenarbeit beitragen.

Die EUKI fördert kreative Lösungen und Projekte vor Ort, die für die Gestaltung einer saubereren, gesünderen, gerechteren und wohlhabenderen Wirtschaft, Gesellschaft und Politik entscheidend sind. Die Projekte sollten einen direkten, wenn möglich sogar quantifizierbaren Beitrag (z.B. Emissionsreduktionen) zur Erreichung der europäischen Klimaziele leisten oder das Verständnis der EU-Klima- und Energiewende und ihrer Instrumente vertiefen.

Die Stärkung klimapolitischer Kapazitäten in den EU-Mitgliedstaaten und ein Geflecht aus einer Vielzahl von Kooperationen zwischen staatlichen, kommunalen, zivilgesellschaftlichen, wirtschaftlichen und bildungspolitischen Akteuren sind wichtige Voraussetzungen, um dem Ziel einer langfristig treibhausgasneutralen EU näher zu kommen.

Europa hat die großen Potentiale von Klimaschutz für sich erkannt: Klimaschutz ist nicht nur ökologisch unverzichtbar, sondern dient dem Industriestandort Europa und der europäischen Technologieführerschaft: Innovationen werden gefördert, neue Märkte eröffnet, Investitionen angezogen und letztendlich Arbeitsplätze geschaffen. Klimaschutz generiert zudem viele positive Nebeneffekte: zum Beispiel Einsparung von Energiekosten in Haushalten und Unternehmen oder eine bessere Luftqualität in Städten. Dadurch verbessert sich die gesundheitliche Situation der dort lebenden Menschen. Nicht zuletzt stellt die europäische Vorreiterrolle beim Klimaschutz für viele, vor allem für junge Bürgerinnen und Bürger, einen wichtigen positiven Identifikationspunkt mit der EU dar.

Der konzeptionelle Ansatz der Europäischen Klimaschutzinitiative ist wie folgt:

  1. Minderung des Klimawandels
  2. Kapazitätsentwicklung
  3. Netzwerkaufbau
  4. Umsetzung von Politiken und Maßnahmen, Entwicklung von Strategien und Durchführung von Machbarkeitsstudien
  5. Sensibilisierung, Bildung, Medien, Dialogformate und Verbreitungsmaßnahmen

Die Zielgruppen sind Regierungen, Kommunen, Zivilgesellschaft, Bildungseinrichtungen, Verbraucher und – soweit beihilferechtlich zulässig – die gewerbliche Wirtschaft. Die Projekte sind international, aber innerhalb der Projektländer können die Aktivitäten auf nationaler, regionaler oder kommunaler Ebene oder auf mehreren Ebenen durchgeführt werden. Die Zielländer der EUKI liegen in Mittel-, Ost- und Südosteuropa (POL, CZE, SVK, HUN, ROU, BUL, SVN, HRV, GRC) einschließlich der baltischen Staaten (LVA, LTU, EST) und sechs westlichen Balkanstaaten (ALB, BIH, KOS, MNE, MKD, SRB). Der Großteil der Mittel eines EUKI-Projekts muss einem oder mehreren Zielländern zugewiesen werden. Insgesamt finanziert die EUKI Projekte in EU-Mitgliedstaaten, einigen EU-Kandidatenländern sowie potenziellen EU-Kandidatenländern aus den westlichen Balkanstaaten (ALB, BIH, KOS, MNE, MKD, SRB).

Die EUKI verfolgt zwei Stränge: einerseits werden im Rahmen eines jährlichen EU-weiten Auswahlverfahrens Organisationen mit zukunftsweisenden Ideen für den europäischen Klimaschutz ausgewählt. In separaten Verfahren finanziert das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) ausgewählte Vorhaben, die spezifische Prioritäten der Bundesregierung und bilaterale Vereinbarungen mit Partnerländern umsetzen.

Klimaschutz in der Europäischen Union ist eine vielfältige Herausforderung. Die Europäische Klimaschutzinitiative (EUKI) deckt daher ein weites Feld an Bereichen ab. Insgesamt finanziert die EUKI Klimaschutzprojekte in sieben Schwerpunktthemen: Klimapolitik, Energiepolitik, Sozial-gerechter Strukturwandel, Klimaneutrale Mobilität, Klimafreundliche Finanzierung, Nachhaltiges Wirtschaften und CO2-Entnahme und -Senken.

In den Ideenwettbewerben 2017, 2018, 2019, 2020 und 2021 gingen bei der Europäischen Klimaschutzinitiative insgesamt 613 Projektskizzen ein, aus denen die EUKI 118 für die Förderung ausgewählt hat. Zusammen mit den Direktvergaben des zuständigen Ministeriums wurden in diesen Jahren insgesamt 157 Projekte in der Europäischen Union für die Förderung ausgewählt.

2021  wurden 178 Projektskizzen eingereicht, von denen 25 für die Förderung ausgewählt wurden. Zusammen mit den Direktvergaben des Ministeriums wurden 2021 insgesamt 29 Projekte gefördert. Mehr als 300 Projektdurchführer und Durchführungspartner sind derzeit in 25 Ländern der EU, sowie in 6 Ländern des Westbalkans aktiv. Außerdem gibt es Projektaktivitäten in der Schweiz, Monaco und Liechtenstein.

Kontakt

Europäische Klimaschutzinitiative (EUKI) – Finanzierungsprogramm

Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH

Potsdamer Platz 10
10785 Berlin
Deutschland

E-Mail:  infoeuki.de
Tel.: +49 (0)30 338424 570

EUKI Publikationen

2022

EUKI E-Paper 2022

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2021

EUKI Broschüre Klimaschutz vernetzt Europa

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2019

EUKI Jahresbericht

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