Über die EUKI

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) hat die EUKI ins Leben gerufen, um in der EU bei der Weiterentwicklung und Umsetzung ihrer ambitionierten Klimapolitik noch enger zusammenzuarbeiten. Dabei können Klima-Akteure voneinander lernen; unterstützt werden der innereuropäische Dialog, der Austausch von guten Praktiken, Bewusstseinsbildung und Wissenstransfer.

Hintergrund

Mit dem europäischen Beitrag zum Pariser Klimaabkommen (2015) ist der Rahmen für eine ambitionierte Klimapolitik in der Europäischen Union (EU) gesetzt worden: Bis 2030 wollen die Staaten der EU ihre Treibhausgasemissionen um mindestens 40 Prozent gegenüber 1990 senken. Bis 2030 soll der EU-weite Anteil erneuerbarer Energien am Gesamtenergieverbrauch auf mindestens 27 Prozent steigen. Zusätzlich wurde für den Bereich Energieeffizienz festgelegt, dass der Energieverbrauch in der EU um 27 Prozent gegenüber der erwarteten Entwicklung sinken soll. Überprüft wird, ob dieses Ziel noch vor 2020 auf 30 Prozent angehoben werden kann.

Im Bereich Klimaschutz hat die EU weltweit eine Vorreiterrolle eingenommen, die es durch entschiedene Umsetzung der Klimaziele einzuhalten gilt. Dabei bleibt die Umsetzung und gemeinsame Weiterentwicklung der Klimapolitik für alle Mitgliedstaaten der EU sowohl eine Herausforderung als auch eine Chance.

Idee

Die Stärkung klimapolitischer Kapazitäten in den EU-Mitgliedstaaten und ein Geflecht aus einer Vielzahl von Kooperationen zwischen staatlichen, kommunalen, zivilgesellschaftlichen, wirtschaftlichen und bildungspolitischen Akteuren sind wichtige Voraussetzungen, um dem Ziel einer langfristig treibhausgasneutralen EU näher zu kommen.

Europa hat die großen Potentiale von Klimaschutz für sich erkannt: Klimaschutz ist nicht nur ökologisch unverzichtbar, sondern dient dem Industriestandort Europa und der europäischen Technologieführerschaft: Innovationen werden gefördert, neue Märkte eröffnet, Investitionen angezogen und letztendlich Arbeitsplätze geschaffen. Klimaschutz generiert zudem viele positive Nebeneffekte: zum Beispiel Einsparung von Energiekosten in Haushalten und Unternehmen oder eine bessere Luftqualität in Städten. Dadurch verbessert sich die gesundheitliche Situation der dort lebenden Menschen. Nicht zuletzt stellt die europäische Vorreiterrolle beim Klimaschutz für viele, vor allem für junge Bürgerinnen und Bürger, einen wichtigen positiven Identifikationspunkt mit der EU dar.

Ziele und Zielgruppen

Die Ziele der Europäischen Klimaschutzinitiative sind:

  • Die Wissens- und Bewusstseinsbildung für die Hintergründe des Klimawandels sowie für die ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Chancen in Verbindung mit Klimaschutz stärken.
  • Den Austausch von guten Praktiken, Wissens- und Erfahrungstransfer sowie Netzwerkbildung fördern zur Unterstützung von transformativen Prozessen und guten Rahmenbedingungen für die Senkung von Treibhausgasemissionen.
  • Eine Brücke zu EU Förderprogrammen bilden, um über Kapazitätsaufbau sowie Konzept- und Projektentwicklung europäische Mittel in innovative und progressive Klimaschutzmaßnahmen zu lenken.

Zielgruppen der zu finanzierenden bi- und multilateralen Maßnahmen sind Regierungen, Gebietskörperschaften, Zivilgesellschaft, Verbraucher und – soweit beihilferechtlich zulässig – die gewerbliche Wirtschaft. Der geografische Schwerpunkt liegt auf der Zusammenarbeit mit Mittel-, Ost- und Südeuropa.

Arbeitsweise

Die EUKI verfolgt zwei Stränge: einerseits werden Vorhaben entlang der Prioritäten des BMU ausgeschrieben, andererseits werden Projekte gemeinnütziger Organisationen im Rahmen eines Ideenwettbewerbs finanziert.

Themenfelder für bi- und multilaterale Projekte im Rahmen des Ideenwettbewerbs der EUKI sind die Entwicklung von Klimastrategien und ihre Umsetzung auf verschiedenen Ebenen, der Austausch zu Klimapolitikinstrumenten, Maßnahmen und Projekten in allen relevanten Sektoren: Energie, Industrie, Verkehr, private Haushalte, Gewerbe, Handel und Dienstleistung, Abfall, Landwirtschaft und Landnutzung. Diese können auch miteinander kombiniert werden oder unter übergreifenden Themenstellungen, wie z.B. klimafreundliche Stadtentwicklung, bearbeitet werden. Auch Bildungsarbeit und Bewusstseinsbildung zu Klimawandel und Klimaschutz ist ein zentrales Themenfeld der EUKI.

Zahlen

In den Ideenwettbewerben 2017 und 2018 gingen bei der Europäischen Klimaschutzinitiative insgesamt 150 Projektskizzen ein, aus denen die EUKI 45 für die Förderung ausgewählt hat. Zusammen mit den Direktvergaben des BMU fördert die EUKI derzeit 53 Projekte in der Europäischen Union. 37 Projektdurchführer und 93 Durchführungspartner sind in 26 Ländern der EU aktiv.

Kontakt

Europäische Klimaschutzinitiative (EUKI) – Projektfinanzierung

Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit
(GIZ) GmbH

Potsdamer Platz 10,
10785 Berlin
Deutschland

E-Mail: infoeuki.de
Tel.: +49 (0)30 338424 570