Themen

Die EUKI-Projekte in Bulgarien arbeiten zu den Themen Bewusstseinsbildung, Energie, Klimapolitik, Gebäudesektor und Kommunen.

Erfolgreiche Beispiele für lokale Klimaschutzmaßnahmen finden sich europaweit. Kommunen, kleine Gemeinden und die jüngere Generation gestalten den Weg zu Netto-Null-Emissionen. Um zu zeigen, welche Rolle lokale und regionale Akteure bei der Erreichung nationaler und EU-Klimaziele spielen, hat BEACON Daten aus Auswertungen mit mehr als 25 Kommunen und 40 Pädagogen der BEACON-Länder erhoben.

BEACON Final Brochure: From Action to Impact


BEACON Abschlussbroschüre: From Action to Impact

Unterstützung von Kommunen, Schulen und nationalen Regierungen beim Übergang zur Klimaneutralität

Begleitend zum Abschlussbericht des BEACON-Projekts From Ideas to Action, der einen Überblick über die Erfolge und Erkenntnisse des Projekts gibt, taucht diese interaktive Broschüre in die Geschichten der Schulen und Kommunen aus ganz Europa ein und wie sie in BEACON Wirkung erzielt haben. In 83 Geschichten finden sich Beispiele für Empowerment, Verbindungen, Innovation und Inspiration, die aus der Perspektive der Kommunen, Schulen und Kindergärten geschrieben sind. Die Broschüre beinhaltet auch Beispiele für gute Praktiken im lokalen Klimaschutz, die durch die Aktivitäten und die Unterstützung von BEACON ermöglicht wurden, einschließlich zahlreicher Fotos und Videos, um diese Erfahrungen zum Leben zu erwecken. Das Ende der Broschüre widmet sich der Präsentation der vielen Publikationen, die während des Projekts entwickelt wurden. Hier findet sich jeweils eine kurze Zusammenfassung der Publikation, einen Blick in die Publikation, sowie der Link zu der Publikation auf der EUKI-Webseite.

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From Action to Impact – BEACON Final Brochure (EN)

Projekt

Bridging European and Local Climate Action (BEACON)

EUKI Projekt-Interview: Kommunales Energiemanagement für nachhaltige Klimafinanzierung

Interview



EUKI Projekt-Interview: Kommunales Energiemanagement für nachhaltige Klimafinanzierung

 GIZ/EUKI

Für unsere EUKI-Broschüre sprachen wir mit Dragomir Tzanev vom Center for Energy Efficiency EnEffect über das EUKI-Projekt Kommunales Energiemanagement für eine nachhaltige Klimafinanzierung. Das Projekt entwickelt ein Modell für ein systematisches kommunales Energiemanagement, das den bulgarischen Behörden ermöglicht, verlässliche energierelevante Daten zu sammeln und für die Entwicklung von leistungsfähigen Energie- und Klimaaktionsplänen zu nutzen. Das Interview ist Teil der im August 2021 veröffentlichten EUKI-Broschüre.


Portrait Dragomir Tzanev

Portrait Dragomir Tzanev

Was ist das Ziel Ihres Projekts, und was genau unternehmen Sie, um es zu erreichen?

Wir wollen, dass bulgarische Kommunen im Kampf gegen den Klimawandel aktiv werden. Zu diesem Zweck entwickeln wir für sie Werkzeuge zur Energiedatenerfassung. Das ist eine direkte Antwort auf ein weit verbreitetes Problem: Viele Kommunen haben keine Möglichkeit, die Energieverbrauchsdaten kommunaler Gebäude zu sammeln und zu steuern.

Von entscheidender Bedeutung ist, dass die Werkzeuge, die von Energieaudit-Expert*innen bei EnEffect entwickelt werden, von kommunalen Energieexpert*innen vor Ort getestet werden. Deren Kommentare zu den Werkzeugen und ihrer Benutzerfreundlichkeit sowie Verbesserungsvorschläge fließen dann in die weitere Entwicklung ein. Es ist ein partizipativer Prozess, der sicherstellt, dass diejenigen, die später tatsächlich mit den Werkzeugen arbeiten werden, eingebunden sind.


„Insbesondere kleine Kommunen neigen zu der Ansicht, sie seien zu klein für große Energieprojekte. Das ist falsch.“


Ihr Projekt hat den Titel „Kommunales Energiemanagement für nachhaltige Klimaschutzfinanzierung“. Was hat Energiemanagement mit Finanzierung zu tun?

Viele Kommunen können keine Angaben zu ihrem Energieverbrauch machen. Aufgrund dieses Mankos ist es schwierig, private Finanzmittel für öffentliche Projekte zu gewinnen, da Kommunen von Investor*innen nicht gerade als vertrauenswürdige Partner angesehen werden. Mit unserem Projekt wollen wir diese Lücke schließen und private Investor*innen davon überzeugen, dass eine Investition in kommunale Projekte sinnvoll ist.

Was kann bei anderen gebäude- und kommunenrelevanten Projekten von Ihnen gelernt werden?

Insbesondere kleine Kommunen neigen zu der Ansicht, dass sie zu klein für große Energieprojekte seien. Das ist falsch. Wenn beispielsweise Daten gut gepflegt werden und immer ersichtlich ist, was in jedem einzelnen Gebäude, in jedem einzelnen Teil der Infrastruktur passiert, dann ist man in der Lage, groß zu träumen und ehrgeizigere Klimaschutzziele zu erreichen.

Dieser Bericht von BEACON wurde im Rahmen des EUKI-Projekts BEACON veröffentlicht und behandelt Schlüsselaspekte für die erfolgreiche Umsetzung von Energiesparmaßnahmen sowie für den effizienten Betrieb und die Instandhaltung von Schulen in Rumänien.

EUKI Projekt-Interview: Energiewendedialog in Mittelosteuropa

Interview



EUKI Projekt-Interview: Energiewendedialog in Mittelosteuropa

 GIZ/EUKI

Für unsere EUKI-Broschüre haben wir mit Alexandru Mustata von CEE Bankwatch Network über das EUKI-Projekt Energiewendedialog in Mittelosteuropa gesprochen. Das Projekt zielt darauf ab, politische und öffentliche Narrative in den mittel- und osteuropäischen Ländern zu verändern, indem positive Perspektiven für die Chancen der Energiewende aufgezeigt werden. Das Interview ist Teil der im Jahr 2021 veröffentlichten EUKI-Broschüre.


Portrait Alexandru Mustata

Alexandru Mustață ©CEE Bankwatch Network

Worum genau geht es bei diesem Projekt?

Wir versuchen, unter Berücksichtigung der örtlichen Gegebenheiten, das Konzept der Energiewende auf Mittel- und Osteuropa zu übertragen. Dies bedeutet zuerst einmal, dass man sich darüber bewusst ist, dass sich sowohl das politische als auch das gesellschaftliche Narrativ zur Energiewende in Mittel- und Osteuropa von dem in westeuropäischen Ländern unterscheidet. Man bekommt sehr oft zu hören „Das ist zu teuer für uns“ oder „Wie können Sie von intelligenten Stromnetzen reden, wenn Tausende von Menschen in Bulgarien, Rumänien und Ungarn keinen Zugang zu Strom haben?“ Darauf erwidern wir, dass gerade die Energiewende die Antwort auf dieses Problem ist, weil dadurch die Effizienz gesteigert, der Strom billiger und die mangelnde Stromversorgung reduziert werden.

Wir versuchen, sowohl den Bürger*innen als auch den Politiker*innen zu verdeutlichen, dass die Energiewende möglich und bezahlbar ist – und sie sogar günstiger ist, als mit staatlicher Förderung veraltete Technologien, wie beispielsweise Kohle, künstlich am Leben zu erhalten. Wir heben die positiven Aspekte der Energiewende hervor und betonen, dass die Energiewende schrittweise erfolgen kann, niemand dabei auf der Strecke bleiben muss und die Gesellschaft davon profitieren kann – und das nicht nur in Bezug auf das Klima, sondern auch im Hinblick auf Arbeitsplätze und den Lebensstandard


„Wir versuchen, sowohl den Bürger*innen als auch den Politiker*innen zu verdeutlichen, dass die Energiewende möglich und bezahlbar ist – und sie sogar günstiger ist, als mit staatlicher Förderung veraltete Technologien, wie beispielsweise Kohle, künstlich am Leben zu erhalten.“


Sie erwähnen, dass in Ihren Schwerpunktländern viele Menschen die Energiewende eher als ein Problem statt als Chance begreifen. Das ist auch in anderen europäischen Regionen der Fall. Was kann die EUKI-Community von Ihnen lernen?

Am wichtigsten ist, sich mit den unmittelbar vom Kohleausstieg betroffenen Menschen zu treffen und mit ihnen zu sprechen und auch diejenigen in das Gespräch einzubeziehen, die traditionell nicht an den Entscheidungsprozessen in den jeweiligen Hauptstädten und in Brüssel beteiligt sind. So haben wir zum Beispiel gemeinsam mit den Kohlegewerkschaften in Bulgarien eine Konferenz organisiert. Natürlich ist das keine einfache Beziehung, und gewiss bestehen manchmal Spannungen zwischen den verschiedenen Interessensgruppen. Lösungen lassen sich aber nur gemeinsam mit den Menschen finden, die in diesen Regionen leben und völlig zu Recht Angst vor der Energiewende haben, wenn man bedenkt, dass es hier in den letzten Jahrzehnten viele schmerzhafte Umbrüche gegeben hat. Wir suchen eine gemeinsame Basis mit ihnen, egal wie klein diese auch sein mag. Wir freuen uns, dass die Akzeptanz langsam, aber sicher wächst und der Dialog einfacher wird.

Young Energy Europe 2.0

Das Projekt „Young Energy Europe 2.0“ bildet 485 junge Fachkräfte in acht europäischen Ländern zu Energy Scouts aus, die in ihren Unternehmen den Energie- und Ressourcenverbrauch senken.

Project Interview CAN Europe

EUKI Projekt-Interview: Kapazitätsaufbau für ambitionierte Langfriststrategien

Für unsere neue EUKI-Broschüre haben wir mit Kasia Ugryn vom Climate Action Network Europe über ihr EUKI-Projekt Kapazitätsaufbau für ambitionierte Langfriststrategien gesprochen. Das Projekt zielt darauf ab, die Qualität der langfristigen Strategien zur Dekarbonisierung in den Visegrad 4+2 Ländern zu verbessern.

Die Publikation des WWFs wurde im Rahmen des EUKI-Projekts Just Transition Ost- und Südeuropa veröffentlicht und zeigt auf, wie verlorene Kohlearbeitsplätze durch nachhaltige neue Arbeitsplätze ersetzt werden können, ohne dabei die Umwelt zu belasten.

Auf dem Weg zu einer klimaneutralen EU: Finanzierung und Anreize für einen transformativen europäischen Green Deal

Auf dem Weg zu einer klimaneutralen EU: Finanzierung und Anreize für einen transformativen europäischen Green Deal

Ziel

Die EU-Finanzpolitik mit den Zielen des European Green Deal in Einklang bringen


Hintergrund

Am 21. Juli 2020 hat sich der Europäische Rat auf den Mehrjährigen Finanzrahmen (MFR) 2021-2027 sowie auf ein Aufbaupaket (Recovery-Plan) zur Bewältigung der Folgen der Corona-Pandemie geeinigt. Die Jahre 2020/21 bieten somit die Möglichkeit, den EU-Haushalt auf einen gerechten Übergang zur Klimaneutralität auszurichten, denn die Mittel des MFR und des Aufbauplans haben großen Einfluss auf Investitionsentscheidungen der kommenden Jahre: Wenn das Ziel für die EU-Klimaausgaben erhöht, die Unterstützung für fossile Energieträger beendet und die Subventionierung der Landwirtschaft klimagerecht gestaltet wird, können die EU-Klimaziele erreicht werden. Besonders relevant sind hier die sogenannten Partnerschaftsabkommen über die Europäischen Struktur- und Investitionsfonds (PAs). Sie werden zwischen der EU-Kommission und den nationalen Regierungen der EU-Mitgliedstaaten (MS) verhandelt und definieren, unter welchen die Voraussetzungen die MS EU-Fördermittel erhalten und verwenden dürfen.

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Solaranlage auf dem Dach. Foto: (c) Jeroen van de Water / unsplash


Projekt

Um die Ergebnisse laufender Verhandlungen im Sinne des EU-Klimaneutralitätsziels zu verbessern, bringt sich das Projekt auf nationaler und europäischer Ebene ein. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf den PAs und den Aufbauplänen, da diese die Verwendung der Mittel definieren.

Das Projekt organisiert Treffen, Workshops und Konferenzen mit politischen Entscheidungsträger*innen und spricht Empfehlungen zur Klimafinanzierung u.a. durch Positionspapiere aus. Virtuelle High-Level Workshops bieten die Möglichkeit, politischen Entscheidungsträger*innen die wichtigsten Erkenntnisse und Empfehlungen zu präsentieren. Mit gezielten Kommunikationsmaßnahmen sollen bei Zivilgesellschaft, Entscheidungsträger*innen und Öffentlichkeit das Bewusstsein für eine ambitioniertere Finanzpolitik gesteigert werden.

Zudem entwickelte das Projekt Vorlagen für die Aufbaupläne und einen PA-Entwurf für Ungarn, um aufzuzeigen, wie dieser im Sinne der Klimaziele gestaltet werden könnte. Entsprechende Dokumente für Bulgarien, Tschechien, Lettland, Polen, Rumänien, Slowakei und Slowenien sollen folgen. Die Entwürfe werden den jeweiligen nationalen Regierungen und Parlamenten sowie der Europäischen Kommission und dem Europäischen Parlament zur Verfügung gestellt und mit Entscheidungsträger*innen diskutiert. Das Projekt wird den EU-Institutionen und den entsprechenden nationalen Regierungen Kritikpunkte und Verbesserungsvorschläge für acht nationale Aufbaupläne übermitteln.


Projektdaten

Stand: Juni 2021

Länder: Belgien, Bulgarien, Litauen, Rumänien, Slowakei, Slowenien, Tschechische Republik, Ungarn

Projektdauer: 10/20 - 05/21

Zielgruppen: EU Institutionen, Regierungen, Zivilgesellschaft

Durchführende Organisation:
European Environmental Bureau (EEB)


Ansprechpartner

Frau Barbara Mariani

Organisation:
EEB (European Environmental Bureau)

Adresse:
Rue des Deux Eglises 14-16
B-1000 Brüssel
Belgien

Email:
barbara.marianieeb.org


EUKI

Die Europäische Klimaschutzinitiative (EUKI):

Potsdamer Platz 10,
10117 Berlin – Deutschland
Tel.: +49 (0)30 338424 570
infoeuki.de

Die Europäische Klimaschutzinitiative (EUKI)

Das Projekt ist Teil der Europäischen Klimaschutzinitiative (EUKI). Die EUKI ist ein Finanzierungsinstrument des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU). Übergeordnetes Ziel der EUKI ist die Förderung der Zusammenarbeit innerhalb der Europäischen Union (EU) zur Senkung von Treibhausgasemissionen.

Weitere Informationen über EUKI: www.euki.de

The Climate Change Mitigation Toolkit by BEACON

BEACON Toolkit für lokalen Klimaschutz

Das Toolkit zum kommunalen Klimaschutz von EUKI-Projekt BEACON hilft Kommunen bei der Planung und dem Monitoring von Klimaschutzmaßnahmen. Die Publikation ist auf Deutsch, Englisch, Tschechisch, Bulgarisch, Griechisch, Polnisch, Portugiesisch und Rumänisch erhältlich.