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Renocally – Renovierungspläne in Gemeinden

Das Projekt ist abgeschlossen. Entwicklung von Renovierungsausweisen (Building Renovation Passports [BRP]) und kommunalen Finanzierungsstrategien in Bulgarien, Rumänien und der Slowakei zur Dekarbonisierung der Gebäude in diesen Ländern.

Energiearmut Energiewende Energiewende und klimaneutrale Gebäude Gebäude Klimastrategien und -pläne

Wohnungen

Infos zum Projekt

Länder:

Bulgarien, Rumänien, Slowakei

Dauer des Projekts:

02/23 - 01/25

Zielgruppen:

Öffentlicher Sektor, Zivilgesellschaft, Nationale Regierungen, Privatsektor

Fördersumme:

587.299,29 €

Kontakt

Kontakt:

Rutger Broer

Durchführende Organisationen:
  • Buildings Performance Institute Europe ASBL (BPIE)
Partner:
  • Buildings for the Future (B4F)
  • Energy Efficiency and Renewable Energy Agency “Ae3R Ploiesti-Prahova”
  • Foundation Center for Energy Efficiency EnEffect
  • TERRA Millennium III Foundation

Hintergrund

Das EU-Klimaschutzpaket Fit-für-55 umfasst eine überarbeitete Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden. Diese soll die Klimaschutzmaßnahmen mit nationalen Plänen zur Sanierung von Gebäuden vorantreiben. In der EU verbraucht der Gebäudesektor 40 Prozent der Energie und erzeugt 36 Prozent der Emissionen. Die Renovierung ineffizienter Gebäude ist daher unumgänglich, um die EU-Klimaziele zu erreichen. In dieser Hinsicht kommt Lokalregierungen eine maßgebliche Rolle bei der Dekarbonisierung von Gebäuden zu. Insbesondere sollen Behördenmitarbeitende, die Entwicklung von Renovierungsausweisen (BRP) vorantreiben, sowie Finanzierungsstrategien zur Beschleunigung der Dekarbonisierung von Gebäuden entwickeln. BRPs sind Dokumente, die einen langfristigen, schrittweisen Sanierungsfahrplan für einzelne Gebäude skizzieren. Darüber hinaus reduzieren solche Sanierungen nicht nur die Emissionen, sondern in Zeiten hoher Energiepreise auch die Energiekosten.

Hospital in Krankenhaus in BerkovitzaKrankenhaus in Berkovitza, Foto: ©Dragomir Tzanev | EnEffect


Projekt

Renocally unterstützte Kommunen und politische Entscheidungsträger*innen in Bulgarien, Rumänien und der Slowakei bei der kosteneffizienten und bürgernahen Dekarbonisierung ihres Gebäudebestands. Dabei wurde eine wirksame, auf die EU-Politik abgestimmte Gebäudesanierungspolitik umgesetzt. Die jeweiligen Länder haben einen ähnlichen, ineffizienten Gebäudebestand mit hohem Energieverbrauch und einem hohen Anteil an Energiearmut. Das Projektteam führte interne Schulungen für lokale Behörden zur Finanzierung und Entwicklung von Sanierungsfahrplänen durch. Ziel war es 20 Renovierungsausweise und 10 kommunale Finanzierungsstrategien umzusetzen. In Rumänien und Bulgarien gab es Treffen mit den beteiligten Mitarbeitenden der Kommunalverwaltung, um die Ergebnisse der Schulungen mit Expert*innen zu diskutieren, die im Bereich Dekarbonisierung von Gebäuden arbeiten. In der Slowakei diskutierte das Projektteam die Ergebnisse im Rahmen eines runden Tisches mit den für die Gebäudezertifizierung und die kommunale Energieplanung zuständigen Behörden. In Rumänien gab es bei einem länderübergreifenden runden Tisch die Möglichkeit, sich über bewährte Verfahren und Erfahrungen auszutauschen. Für die westlichen Balkanländer fand ein Webseminar zum Wissensaustausch statt. Das Projekt präsentierte die Ergebnisse auf politisch relevanten und akademischen Konferenzen in der EU.

Ergebnisse

  • Das Projekt hat in bulgarischen, rumänischen und slowakischen Kommunen die Fähigkeit zur Dekarbonisierung des Gebäudebestands gestärkt. Kommunale Akteure verfügen nun über besseres Wissen, Instrumente und Orientierung, um Sanierungsmaßnahmen zu planen und umzusetzen. Zudem wurde die Rolle von Building Renovation Passports bekannter gemacht, sodass deren Beitrag zu nationalen und europäischen Klimazielen sichtbarer und anschlussfähiger ist. 
  • Durch die verbesserten Informations- und Austauschmöglichkeiten haben öffentliche Bedienstete in Bulgarien, Rumänien und der Slowakei ein vertieftes Verständnis der jüngsten EU-Vorgaben (EPBD, EED) für Gebäudesanierungen entwickelt. Dies hat ihre Fähigkeit gestärkt, die Anforderungen – insbesondere in Bezug auf Building Renovation Passports (BRP) – in die lokale Praxis und in regionale Energie- und Klimapläne zu integrieren. Die gemeinsamen Reflexionen in den Co-Creation-Workshops haben zudem dazu beigetragen, dass Renovierungsstrategien besser mit übergeordneten Klimazielen abgestimmt werden können. 
  • Die Ausstattung von 21 ausgewählten öffentlicher Gebäude mit Building Renovation Passports (BRPs) und die Entwicklung kommunaler Finanzierungsstrategien haben die Grundlage für konkrete, umsetzbare Renovierungsvorhaben in den Zielkommunen geschaffen. Die betroffenen Gemeinden verfügen nun über belastbare technische und finanzielle Fahrpläne, die es ihnen ermöglichen, Renovierungsmaßnahmen systematisch zu planen, Investitionen zu mobilisieren und Fördermittel gezielt zu nutzen. Dadurch ist die Wahrscheinlichkeit gestiegen, dass Gebäudesanierungen nicht nur geplant, sondern tatsächlich umgesetzt werden. 
  • Das Projekt stärkte den regionalen Wissenstransfer und politischen Dialog, indem es Roundtables in Rumänien mit Zivilgesellschaft, Kommunen und Politik durchführte, Webinare für die Westbalkanländer organisierte und auf EU-Konferenzen präsent war. Dadurch wurden Erfahrungen zu Renovierungspässen und Finanzierungsstrategien grenzüberschreitend geteilt, neue Netzwerke aufgebaut und die Sichtbarkeit der Ergebnisse auf europäischer Ebene erhöht. 
  • Das Projekt erhöhte spürbar das Bewusstsein für Gebäuderenovierung, indem es über 7.000 Akteure mit gezielten Kommunikations- und Disseminationsmaßnahmen erreichte und seine Ergebnisse auf hochrangigen EU-Foren präsentierte. Dadurch wurden die Projekterkenntnisse sichtbar über die Zielländer hinaus verbreitet und in den europäischen Fachdiskurs eingebracht.

Letzte Aktualisierung: Dezember 2025

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