Das Projekt ist abgeschlossen. Ziel war es, ein verlässliches und langfristiges Bündnis europäischer Regierungen und Expert*innen aufzubauen, die sich gemeinsam für den Schutz der Moore einsetzen. Zudem wurden Formate für den Wissensaustausch über nationale Strategien, Forschung sowie Maßnahmen zum Schutz und zur Wiederherstellung von Mooren angeboten.
CO₂-Entnahme und -Senken Landwirtschaft Moore
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11/22 - 10/25
EU-Institutionen, Nationale Regierungen, Nichtregierungsorganisationen, Privatsektor
607.999,17 €
Marina Skunca
Das Ökosystem Moor ist im Kampf gegen die globale Erwärmung unverzichtbar. Im terrestrischen Kohlenstoffkreislauf unseres Planeten sind gesunde Moore bezogen auf ihren Raumbedarf die effizientesten Langzeit-Kohlenstoffspeicher. Moore können doppelt so viel Kohlenstoff speichern wie alle Wälder weltweit zusammengenommen. Aktuell erleiden Europas Moore jedoch eine massive Degradierung, weshalb die Staaten der Europäischen Union (EU) die größten Moorverluste aufweisen. Aus diesem Grund muss sich die EU in Zusammenarbeit mit dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) dringend für eine Erholung der Moore einsetzen. Dabei muss das bereits ausformulierte Konzept der EU zur Anwendung kommen, das nicht nur auf trockengelegte, landwirtschaftlich genutzte Moore abzielt, sondern auch auf solche, die überwiegend forstwirtschaftlich oder zur Torfgewinnung verwendet werden.
Gemeinsame Feldarbeit zur Erhaltung der Moore, Foto: ©Hans von Sonntag
Das Projekt brachte Regierungsvertreterinnen, Wissenschaftlerinnen, Umweltschützerinnen, private Grundbesitzer*innen und Landwirt*innen zusammen, die im Rahmen von Workshops und anderen Veranstaltungen ihr Wissen teilten. Dabei entstand ein Netzwerk, das sich über ganz Europa erstreckte: die Europäische Moorinitiative (European Peatlands Initiative), die eng mit der Globalen Moorinitiative (Global Peatlands Initiative) des UNEP zusammenarbeitete. Zum einen erhielten Mitglieder im Rahmen des Projekts Zugang zu detaillierten, aktuellen Daten und zu bewährten Praktiken. Zum anderen konnten Landwirt*innen und private Grundbesitzer*innen an dezidierten Workshops teilnehmen und ihr Wissen mithilfe von Video-Tutorials in ihrer eigenen Sprache erweitern. Moorreiche Länder – vor allem in Mittel- und Osteuropa – stärkten ihre institutionellen Kapazitäten, um den Schwund der Moore zu bekämpfen. Zudem gab es in den jeweiligen Ländern Schulungen, um nachhaltige, drainagefreie und wiederbefeuchtete Moorgebiete zu fördern. Somit trugen alle Beteiligten je nach Interessen und Verantwortlichkeiten konkret zur Wiederherstellung und nachhaltigen Bewirtschaftung von Moorgebieten bei.
In dieser Videoserie beschreibt das Projekt, in unterschiedlichen Aspekten, wie der Schutz der europäischen Moore den Klimaschutz unterstützt.
Letzte Aktualisierung: Januar 2026