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Alpentourismus nach der Corona-Krise: Chancen und Herausforderungen

Einen kritischen Beitrag zum aktuellen Diskurs über geeignete Post-Corona-Konjunkturpakete sowie die zukünftige Ausrichtung im Alpentourismus leisten und damit die Grundlage für einen nachhaltigen, klimafreundlichen und resilienten Tourismus schaffen.

Hintergrund

In den Alpen ist der Tourismus von der Coronakrise betroffen wie keine andere Branche. Da der Tourismus als Einkommensquelle für den Alpenraum von zentraler Bedeutung ist und die Einnahmen aus der Tourismusbranche seit der Krise erheblich eingebrochen sind, ist eine Auseinandersetzung mit der Thematik und den betroffenen Sektoren äußerst wichtig. Der Tourismus (Hotels, Gastronomie, Service) und die indirekt betroffenen Branchen wie (Landwirtschaft, Handel, Mobilitätsdienstleister) werden sich durch die Pandemie verändern.

Diese Debatte wird begleitet von Forderungen, die sich zu widersprechen scheinen: Der Schutz der Natur in den Alpen und der gleichzeitige Ruf nach dem Ausbau weiterer Infrastrukturen. Gleichzeitig müssen die Auswirkungen der Klimakrise auf den Alpenraum angemessene Berücksichtigung finden, um mehr Nachhaltigkeit im Tourismus zu erreichen und somit mehr Verantwortung im Hinblick auf den Klimaschutz, den Artenschutz, Ressourcenschonung und Bodenschutz zu übernehmen.

Wanden in den Alpen: Schweiz, Poschiavo.

Wanden in den Alpen: Schweiz, Poschiavo. Foto: (c) Heinz Heiss

Projekt

In diese Debatte bringt sich das Projekt ein: Es erfasst die Auswirkungen des Lock-Downs auf den Alpentourismus, führt Interviews mit Branchenvertreter*innen, wertet sie aus und entwickelt Handlungsempfehlungen.

Zudem erarbeitet das Projekt einen Kriterienkatalog, mit dem die geplanten Fördermaßnahmen und Konjunkturprogramme der Alpenländer analysiert und auf ihre Wirksamkeit für die Förderung eines nachhaltigen Alpentourismus geprüft werden.

Um alle Beteiligten in die Diskussion einzubeziehen, organisiert das Projekt nationale Fokusgruppen. Diese diskutieren zunächst die Analyseergebnisse, also die Einschätzungen der Teilnehmenden zu den kurzfristigen Folgen des Lock-Downs sowie zu den längerfristigen Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Strukturen des Alpentourismus.

Im Anschluss an die Sitzungen der Fokusgruppen findet ein alpenweiter Online-Workshop statt. Dieser dient der Diskussion mit allen Alpenländern über die Ergebnisse (Analyse, Forderungen an Konjunkturprogramme, Handlungsempfehlungen etc.) sowie dem Austausch über die künftige klimapolitische Ausrichtung des Tourismus im Alpenraum. Begleitet wird das gesamte Projekt durch strategische Kommunikationsmaßnahmen, um die Öffentlichkeitsarbeit und die politische Arbeit in Bezug auf die oben genannten Projektziele optimal zu gestalten.

Projektdaten

Stand: Mai 2021

Länder: Deutschland, Frankreich, Italien, Liechtenstein, Österreich, Schweiz, Slowenien

Projektdauer: 09/20 - 09/21

Zielgruppen: Experten, Privatwirtschaft, Regionale Entscheidungsträger

Durchführende Organisation:
CIPRA International (Internationale Alpenschutzkommission)

Projektpartner:
Gemeindenetzwerk "Allianz in den Alpen" (AidA), Verein Alpenstadt des Jahres (ASDJ)

Ansprechpartner

Herr Jakob Dietachmair

Organisation:
CIPRA International (Internationale Alpenschutzkommission)

Adresse:
Im Bretscha 22
9494 Schaan
Liechtenstein

Email:
jakob.dietachmaircipra.org

EUKI

Die Europäische Klimaschutzinitiative (EUKI):

Potsdamer Platz 10,
10117 Berlin – Deutschland
Tel.: +49 (0)30 338424 570
infoeuki.de

Die Europäische Klimaschutzinitiative (EUKI)

Das Projekt ist Teil der Europäischen Klimaschutzinitiative (EUKI). Die EUKI ist ein Finanzierungsinstrument des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU). Übergeordnetes Ziel der EUKI ist die Förderung der Zusammenarbeit innerhalb der Europäischen Union (EU) zur Senkung von Treibhausgasemissionen.

Weitere Informationen über EUKI: www.euki.de