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BLUECEE – Stärkung von politischen Ambitionen bei der blauen Energie in Mittelosteuropa

Das Projekt ist abgeschlossen. Es erfasste das Offshore-Energiepotenzial in Bulgarien, Kroatien, Polen und Rumänien durch den Aufbau von Austauschformaten, wodurch die Bereitschaft zu entschlossenem Handeln und „Good Governance“ gestärkt wurde.

Bildung Energiepolitik Energiewende und klimaneutrale Gebäude Erneuerbare Energien

Beitragsbild

Infos zum Projekt

Länder:

Bulgarien, Kroatien, Polen, Rumänien

Dauer des Projekts:

12/22 - 12/24

Zielgruppen:

Nationale Regierungen, Nichtregierungsorganisationen, Lokale Regierungen, Privatsektor, Medien, Öffentlichkeit

Fördersumme:

475.140,59 €

Kontakt

Kontakt:

Martin Vladimirov

Durchführende Organisationen:
  • Center for the Study of Democracy (CSD Bulgaria)
Partner:
  • Energy Policy Group (EPG)
  • Instrat Foundation
  • University of Zagreb - Faculty of Mechanical Engineering and Naval Architecture (UNIZAG FSB)

Hintergrund

Offshore-Windparks leisten einen wesentlichen Beitrag zu der von der Europäischen Union anvisierten Energiewende. Sie unterstützen nicht nur die Umsetzung der EU-Klimaziele für 2030, sondern auch die langfristige Strategie der EU, bis 2050 klimaneutral zu werden. Im Zusammenhang mit dem Ausbruch der Energiepreiskrise Ende 2021 und dem Einmarsch Russlands in die Ukraine im Jahr 2022 hat die Offshore-Windenergie in der EU zudem an strategischer Bedeutung gewonnen. Die Erschließung des Offshore-Windpotenzials eröffnet eine Vielzahl von Chancen für die wirtschaftliche Entwicklung der Küstengemeinden. Diese Technologien sind mittlerweile so weit ausgereift, dass sie stärkere und konstantere Stromflüsse bieten. Dieses Potenzial kann in Mittelosteuropa (MOE) jedoch nur mithilfe einer soliden Ausgestaltung von Politik und Gesetzgebung erschlossen werden. Dazu gehören geologisch-geophysikalische Daten, gut koordinierte marine Planungssysteme, und entsprechende Genehmigungsverfahren, die einen zuverlässigen Schutz der Umwelt gewährleisten.

Engineer worker at wind turbine power station construction site, Foto: ©nattanan726_Canva Pro

Projekt

Das Projekt stärkte in Bulgarien, Kroatien, Polen und Rumänien die Kapazitäten und die Bereitschaft für eine Multi-Level-Governance im Bereich nachhaltiger Energiequellen. Dies ist in der Region um das Schwarze Meer, die Adria und die Ostsee erforderlich, um Europas Führungsrolle in diesem Sektor zu festigen. Um dieses Ziel zu erreichen, schaffte BLUECEE mit der Plattform der Black Sea Renewable Energy Coalition eine Wissensdatenbank sowie ein Instrument zur politischen Interessenvertretung und Öffentlichkeitsarbeit. Zudem wurde in Bulgarien und Rumänien ein Bündnis aus Unternehmen, Behörden, Wissenseinrichtungen und der Zivilgesellschaft gebildet. Durch eine Vielzahl von Formaten zur Zusammenarbeit, ermöglichte das Bündnis die Translation bewährter Praktiken aus fortgeschritteneren Offshore-Energiemärkten in Europa auf die MOE-Region. Es bot Unterstützung bei der Gestaltung eines Bottom-up-Rahmens in Politik und Verwaltung für den Einsatz erneuerbarer Offshore-Energie in Küstengemeinden. Diese Pilotgemeinden arbeiten eng mit etablierten Bündnissen aus den Bereichen Offshore-Energie und Umwelt in Europa zusammen und nutzen die gewonnenen Erfahrungen, um die Zusammenarbeit später auf andere Bündnisse auszuweiten. Das Projekt brachte in Arbeitsgruppen Offshore-Expert*innen, aber auch lokale und EU-Entscheidungsträger*innen und Vertreter*innen der breiten Öffentlichkeit zusammen, um sie über die Besonderheiten der Offshore-Windenergie zu informieren. In enger Zusammenarbeit entwickelten sie Modelle dafür, wie sich Anlagen für erneuerbare Energien auf dem Meer mit den wirtschaftlichen Anforderungen und gesellschaftlichen Bedürfnissen des jeweiligen Landes vereinen lassen. Diese Ergebnisse wurden dann politischen Entscheidungsträger*innen in der MOE-Region und in der EU zur Verfügung gestellt. Die Arbeit des neu gegründeten Bündnisses wurde durch das Blue Energy Fellowship Programme ergänzt, das gemeinsam mit Universitäten in Mittel- und Osteuropa weiterentwickelt werden soll, um neue Talente für die Branche zu gewinnen. Ihnen wird die Möglichkeit gegeben, sich maßgeblich an der Arbeit des Bündnisses zu beteiligen.

Ergebnisse

  • Regionale Kooperation und Wissenstransfer stärken Offshore-Windentwicklung: Durch die Einrichtung der Black Sea Renewable Energy Coalition (BSREC) entstand ein dauerhaftes Netzwerk, das Unternehmen, Behörden, Wissenschaft und Zivilgesellschaft aus der Schwarzmeerregion vernetzt und den Austausch zu Offshore-Windenergie fördert. Ergänzend ermöglichten eine Studienreise nach Dänemark und der internationale Austausch mit Expert*innen aus Bulgarien, Rumänien, der Ukraine und etablierten Offshore-Windmärkten einen intensiven Wissenstransfer zu Technologien, Strategien und Projektplanung. Die Kombination aus Plattform, Vernetzung und Austausch stärkt die regionale Zusammenarbeit und schafft gemeinsame Grundlagen für die Entwicklung erneuerbarer Energieprojekte.
  • Politische und rechtliche Rahmenbedingungen für Offshore-Wind verbessert: Das Projekt unterstützte Bulgarien und Rumänien bei der Ausarbeitung neuer Offshore-Wind-Gesetze, indem es internationale Best Practices analysierte, Governance-Lücken identifizierte und konkrete Gesetzestexte erarbeitete. Ergänzend liefern Publikationen und Leitfäden fundiertes Fachwissen für politische und regulatorische Entscheidungen und erhöhen die Investitionssicherheit in der Region. Dadurch wurden zentrale Voraussetzungen geschaffen, um Offshore-Windenergie rechtlich zu verankern, Planungsprozesse zu stärken und zukünftige CO₂-arme Energieerzeugung zu ermöglichen.
  • Fachkräfte aufgebaut, um nachhaltige Energieprojekte voranzutreiben: Das Blue Energy Fellowship qualifizierte vier junge Fachkräfte darin, Governance-Defizite zu analysieren und Lösungen für Offshore-Windprojekte zu entwickeln. Damit stärkt das Projekt die personellen Kapazitäten in Bulgarien und Rumänien und schafft Kompetenzen, die notwendig sind, um erneuerbare Energieprojekte langfristig umzusetzen. Die Ausbildung dieser Nachwuchskräfte trägt dazu bei, den Ausbau von Offshore-Windenergie voranzutreiben und so künftig zur Reduktion von CO₂-Emissionen beizutragen.

Letzte Aktualisierung: Dezember 2025

Erfolgsgeschichten

Koalition für einen frischen Wind

Über 60 Vertreter*innen nationaler und internationaler Institutionen, Botschaften, NGOs, Unternehmen und verschiedener Medien haben im Juni 2023 die „Black Sea Renewable Energy Coalition“ (BRSEC) gegründet. Das Ziel ist es, die Entwicklung von Offshore-Energien im Schwarzen Meer voranzubringen, indem verschiedene Akteur*innen zusammengebracht werden, darunter Entwickler*innen von Offshore-Windparks, Forschungseinrichtungen, Expert*innen für erneuerbare Energien, Netzbetreiber, NGOs sowie nationale und EU-Institutionen. Die Berichterstattung über die Gründung der BRSEC erreichte mehr als 27.000 Leser*innen in Bulgarien.

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