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Brücken bauen für den Klimaschutz

Das Projekt ist abgeschlossen. Es hat eine Machbarkeitsstudie zu Energie- und Wasserverbräuchen sowie zur Abfallproduktion in Unterkünften für Geflüchtete in Deutschland und Italien erstellt. Augenmerk lag auch auf der Reduzierung des Ressourcenverbrauchs und von CO2-Emissionen.

Abfall Bildung Kreislaufwirtschaft Nachhaltige Wirtschaft

Beitragsbild

Infos zum Projekt

Länder:

Deutschland, Italien

Dauer des Projekts:

11/17 - 03/18

Zielgruppen:

Öffentlichkeit, Lokale Regierungen, Zivilgesellschaft, Nichtregierungsorganisationen

Fördersumme:

57.584,94 €

Kontakt

Kontakt:

Birgit Baindl

Durchführende Organisationen:
  • Landratsamt Fürstenfeldbruck
Partner:
  • Associazione Alvise Cornaro
  • Berufsschule Fürstenfeldbruck
  • Berufsschule Mindelheim
  • Die Energiebildner – Netzwerk für Bildung und Kommunikation e.V.
  • E35 Foundation for International projects
  • Unione dei Comuni del Trasimeno – Association of communities round lake Trasimeno

Hintergrund

2015 erreichte die asylbedingte Zuwanderung in Europa einen Höhepunkt, der für viele Gastländer eine Herausforderung in Bezug auf Integration bedeutete. Es bestand Konsens darin, Migrant*innen Informationen darüber zu vermitteln, wie sie Bürger*innen in den Gastländern werden können, einschließlich wie sie bewusster Energie und Wasser verbrauchen und Abfälle vermeiden können. Diese Wissensvermittlung sollte durch einen interkulturellen, partizipativen Dialog und auf Augenhöhe stattfinden.


Projekt

Das Projekt erarbeitete Konzepte und Methoden für Geflüchtete und Migrant*innen, um sie bei der beruflichen Ausbildung fit in den Themen Ressourceneffizienz, Kreislaufwirtschaft und Klimaschutz (Energie, Wasser, Abfall) zu machen. Ihre Fähigkeiten sollten sie sowohl in Herkunfts- als auch in Zielländern einsetzen können.


Basierend auf der Machbarkeitsstudie zu Energie- und Wasserverbräuchen sowie zur Abfallproduktion in Unterkünften für Geflüchtete wurde ein Pilot für ein Training Lab mit dem Fokus auf interkulturellem Dialog, Ressourceneffizienz und Klimaschutz durchgeführt. Das Training Lab wurde in einem zweiten Schritt in Italien repliziert. Das Projekt ermutigte die Teilnehmer*innen, proaktiv einen Pool von Ideen zu entwickeln und geeignete Umsetzungsmöglichkeiten (z. B. Dienstleistungen, Wertschöpfungsketten, Kooperationen) zu identifizieren. Darüber hinaus wurde ein Netzwerk unterstützender Organisationen identifiziert, um das aktive bürgerschaftliche Engagement in Deutschland und Italien zu unterstützen. Dadurch wurde die Widerstandsfähigkeit der Gemeinschaft gegenüber den Folgen des Klimawandels gestärkt und Brücken zu NGOs in den Herkunftsländern gebaut.

Landratsamt Fürstenfeldbruck, Foto: Marianne Wagner

Ergebnisse

  • Mehr Wissen zu Klima- und Ressourcenschutz: In sieben Trainingslabs in Deutschland und Italien lernten 110 Trainer*innen, Geflüchtete und Migrant*innen, wie sie Energie, Wasser und Abfall effizienter nutzen können. Ihr Wissen zu Klima- und Ressourcenschutz stieg laut Befragung um 50 Prozent. 
  • Maßnahmen zum Klimaschutz mit geringem Aufwand: In drei Flüchtlingsunterkünften wurde durch Mülltrennung und neue Papiercontainer das Restmüllaufkommen um rund 3.300 Liter pro Monat reduziert – ein Beweis, wie Klimaschutz einfach im Alltag umgesetzt werden kann. 
  • Grundstein für Fortführung gelegt: Die Projektmethoden wurden in einer Machbarkeitsstudie mit 233 Interviews ausgewertet und bildeten die Grundlage für vier Folgeanträge, um das Qualifizierungskonzept dauerhaft fortzuführen. 

Letzte Aktualisierung: März 2026