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Brücken bauen für den Klimaschutz

Das Projekt ist abgeschlossen. Es hat eine Machbarkeitsstudie zu Energie- und Wasserverbräuchen sowie zur Abfallproduktion in Unterkünften für Geflüchtete in Deutschland und Italien erstellt. Augenmerk lag auch auf der Reduzierung des Ressourcenverbrauchs und von CO2-Emissionen.

Hintergrund

2015 erreichte die asylbedingte Zuwanderung in Europa einen Höhepunkt, der für viele Gastländer eine Herausforderung in Bezug auf Integration bedeutete. Es bestand Konsens darin, Migrant*innen Informationen darüber zu vermitteln, wie sie Bürger*innen in den Gastländern werden können, einschließlich wie sie bewusster Energie und Wasser verbrauchen und Abfälle vermeiden können. Diese Wissensvermittlung sollte durch einen interkulturellen, partizipativen Dialog und auf Augenhöhe stattfinden.

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Landratsamt Fürstenfeldbruck, Foto: Marianne Wagner

Projekt

Das Projekt erarbeitete Konzepte und Methoden für Geflüchtete und Migrant*innen, um sie bei der beruflichen Ausbildung fit in den Themen Ressourceneffizienz, Kreislaufwirtschaft und Klimaschutz (Energie, Wasser, Abfall) zu machen. Ihre Fähigkeiten sollten sie sowohl in Herkunfts- als auch in Zielländern einsetzen können.

Basierend auf der Machbarkeitsstudie zu Energie- und Wasserverbräuchen sowie zur Abfallproduktion in Unterkünften für Geflüchtete wurde ein Pilot für ein Training Lab mit dem Fokus auf interkulturellem Dialog, Ressourceneffizienz und Klimaschutz durchgeführt. Das Training Lab wurde in einem zweiten Schritt in Italien repliziert. Das Projekt ermutigte die Teilnehmer*innen, proaktiv einen Pool von Ideen zu entwickeln und geeignete Umsetzungsmöglichkeiten (z. B. Dienstleistungen, Wertschöpfungsketten, Kooperationen) zu identifizieren. Darüber hinaus wurde ein Netzwerk unterstützender Organisationen identifiziert, um das aktive bürgerschaftliche Engagement in Deutschland und Italien zu unterstützen. Dadurch wurde die Widerstandsfähigkeit der Gemeinschaft gegenüber den Folgen des Klimawandels gestärkt und Brücken zu NGOs in den Herkunftsländern gebaut.

Ergebnisse

  • Die Restmüllmengen in drei großen Flüchtlingsunterkünften im Kreis Fürstenfeldbruck konnten durch Aufstellung von Papiercontainer mit entsprechender Mülltrennung innerhalb von vier Monaten um 5% reduziert werden.
  • Durch die Maßnahmen ist das Bewusstsein für Umwelt- und Ressourcenschutz unter den Teilnehmenden um 50% gestiegen.

Projektdaten

Stand: September 2021

Länder: Deutschland, Italien

Projektdauer: 11/17 - 03/18

Fördersumme: 57.584 €

Zielgruppen: Bildungseinrichtungen, Zivilgesellschaft

Durchführende Organisation:
Landratsamt Fürstenfeldbruck

Projektpartner:
Associazione Alvise Cornaro, Berufsschule Fürstenfeldbruck, Energiebildner e.V., Fondazione E 35, Unione di Comuni del Trasimeno

EUKI

Das Projekt ist Teil des Ideenwettbewerbs der Europäischen Klimaschutzinitiative (EUKI). Die EUKI ist ein Finanzierungsinstrument des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU). Der EUKI-Ideenwettbewerb wird von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH umgesetzt. Übergeordnetes Ziel der EUKI ist die Förderung der Zusammenarbeit innerhalb der Europäischen Union (EU) zur Senkung von Treibhausgasemissionen.

Kontakt

Europäische Klimaschutzinitiative (EUKI)
Potsdamer Platz 10

10785 Berlin – Deutschland

Tel.: +49 (0)30 338424 570
infoeuki.de