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Kapazitätsaufbau für nachhaltige Energieplanung

Das Projekt ist abgeschlossen. Durch die Erhöhung der politischen und individuellen Bereitschaft, wollte das Projekt eine neue nachhaltige Energiepolitik in der jeweiligen Zielregion einführen und umsetzen.

Inhalte und Maßnahmen

Das Projekt war in vier Regionen tätig, in drei marginalisierten Bezirken in der Slowakei, in denen Pilotzentren für nachhaltige Energie (SECs) aufgebaut wurden, sowie in der Oberen Nitra, einer Kohleregion, die zur Zeit des Projektbeginns einen Strukturwandel durchlief.

Das Projekt verfolgte drei Ziele: Erstens sollten die wichtigsten regionalen Stakeholder*innen zur Förderung einer nachhaltigen Energiepolitik motiviert werden und den SECs ein starkes Mandat erteilt werden. Unterstützt wurde dieses Ziel durch die Präsentation von praktischen Beispielen für nachhaltige Energiesysteme aus anderen Ländern. Zweitens sollten grundlegende Planungs- und Umsetzungskapazitäten im Zusammenhang mit einer neuen nachhaltigen Energiepolitik aufgebaut werden. Dazu wurden dem Personal der SECs verschiedene Schulungen und Studienreisen angeboten. Drittens wollte das Projekt mit Schulen zusammenarbeiten und Lehrer*innen vermitteln, wie sie mit ihren Schüler*innen das Thema Klimawandel behandeln und ihnen zeigen können, was der Klimawandel und seine Folgen für das Leben der Menschen bedeutet. Dadurch sollte in der Bevölkerung der Wunsch nach einer neuen, nachhaltigen Energiepolitik geweckt werden.

Durch öffentliche Ausstellungen und Vorträge, in denen die Zusammenhänge zwischen dem Energiesektor und dem Klimawandel hervorgehoben wurden, schärfte das Projekt das öffentliche Bewusstsein für die Notwendigkeit einer nachhaltigen Energiepolitik.

Hintergrund

Das Fehlen einer stimmigen regionalen Energieplanung sowie der entsprechenden regionalen Koordinierungskapazitäten führte dazu, dass öffentliche Mittel nicht effizient eingesetzt wurden und die Klima- und Energieziele der EU in den slowakischen Regionen nur unzureichend umgesetzt werden konnten. Außerdem fehlten sinnvoll reproduzierbare Beispiele für die nachhaltige Gestaltung der lokalen Energieversorgung.

Teilnehmergruppe versammelt sich auf dem Land

Teilnehmergruppe versammelt sich auf dem Land; Foto: Friends of the Earth-CEPA Archive

Im Rahmen einer neuen staatlichen Strategie zur Bekämpfung von regionalen Ungleichheiten wurden 2018 in drei marginalisierten Bezirken der Slowakei Pilotzentren für nachhaltige Energie (SECs) eingerichtet. Die Aufgabe der SECs bestand darin, auf Ebene der Verwaltungsbezirke eine kohlenstoffarme Energiepolitik einzuführen. Die Kohleregion Obere Nitra, die sich in einem Strukturwandel befand, bemühte sich um den Aufbau einer ähnlichen Koordinierungsinfrastruktur.

Schüler sehen sich Fotos an

Drei Schüler sehen sich Fotos an; Foto: Friends of the Earth-CEPA Archive

Da es sich bei den SECs um vollkommen neue Einrichtungen handelte, fehlte es an Kapazitäten, Methoden, Kenntnissen und politischer Unterstützung. Diese Lücke will das Projekt schließen. Dazu wurde ein Mix aus Maßnahmen eingesetzt, der unter anderem Fort- und Weiterbildungen, Sensibilisierungsinitiativen und Exkursionen umfasst.

Das Projekt hat im Zielgebiet positive ökologische, wirtschaftliche und soziale Wirkungen hervorgebracht. Darüber hinaus trug es zur Verankerung einer ebenso ambitionierten wie nachhaltigen Energiepolitik in den slowakischen Regionen sowie zu einer schnelleren Umsetzung der Klima- und Energieziele der EU auf regionaler Ebene bei.

Ergebnisse:

  • In den Zielgebieten der Tschechischen Republik wurden eine Studienreise für Mitarbeiter*innen von Zentren für nachhaltige Energie (SEC) durchgeführt. Die Studienreise umfasste Themen wie Energieplanung, intelligente Gebäude und Energieerziehung. Dafür wurde englisches Material erstellt und 10 SEC-Koordinierungstreffen durchgeführt, bei denen die SEC-Mitarbeiter*innen die Fortschritte bei der Entwicklung kohlenstoffarmer Strategien in den Zielbezirken unter der Anleitung und Unterstützung des Projektteams diskutierten.
  • Eine Reihe von 12 Online-Exkursionen zu Orten guter Energiepraxis wurden vorbereitet und mit insgesamt 267 Teilnehmenden online durchgeführt. Alle Online-Exkursionen sind auf dem YouTube-Kanal des Projekts verfügbar.
  • Das Projekt hat eine Ausstellung über Klimagerechtigkeit installiert, die an 6 Standorten (4 Gymnasien, 1 Museum und 1 Bibliothek in den Zielregionen) stattgefunden hat und von insgesamt 21.463 Besucher*innen gesehen wurde. Sie besteht aus 44 großformatigen Originalfotos mit Beschreibungen aus der ganzen Welt, die alle im Zusammenhang mit den Ursachen und Folgen des Klimawandels und seinen Auswirkungen auf Natur und Gesellschaft stehen. Später wurde ein Online-Film über die Ausstellung erstellt und der Öffentlichkeit per Online-Übertragung vorgestellt.
  • Für Lehrer*innen in den Zielregionen wurden 5 Online-Schulungen durchgeführt, welche sich auf die Wissenschaft des Klimawandels, Prognosen, Klimagerechtigkeit und gute Praxisbeispiele für die Bewältigung größerer gesellschaftlicher Krisen in der Vergangenheit konzentrierten. Diese wurden von 132 Lehrer*innen und Jugendbetreuer*innen besucht. Alle Themen wurden so präsentiert, dass sie in der Praxis angewendet werden können.

Projektdaten

Stand: Februar 2023

Länder: Slowakei

Projektdauer: 10/19 - 10/22

Fördersumme: 71.794 €

Zielgruppen: Experten, Investoren, Privatwirtschaft, Städte und Gemeinden, Unternehmen, Zivilgesellschaft

Durchführende Organisation:
Friends of the Earth-CEPA

Projektpartner: -

Projekt Webseite: foeeurope.org/slovakia

Ansprechpartner

Frau Helena Zamkowskà

Organisation: Friends Of the Earth-CEPA

Adresse:

Námestie Pod Krížom 65

976 33 Poniky-Ponická Huta

Slovakia

Email: zamkovskapriateliazeme.sk

EUKI

Das Projekt ist Teil des Ideenwettbewerbs der Europäischen Klimaschutzinitiative (EUKI). Die EUKI ist ein Finanzierungsinstrument des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK). Der EUKI-Ideenwettbewerb wird von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH umgesetzt. Übergeordnetes Ziel der EUKI ist die Förderung der Zusammenarbeit innerhalb der Europäischen Union (EU) zur Senkung von Treibhausgasemissionen.

Kontakt

Europäische Klimaschutzinitiative (EUKI)
Potsdamer Platz 10

10785 Berlin – Deutschland

Tel.: +49 (0)30 338424 570
infoeuki.de