Das Projekt ist abgeschlossen. Es stärkte das Engagement politischer Entscheidungsträger*innen in Mittel- und Osteuropa für die EU-Klimapolitik, indem ihr Verständnis für die EU-Klimapolitik und die Vorteile von Klimaschutzmaßnahmen verbessert wurde.
Klimapolitik Klimastrategien und -pläne
Belgien, Bulgarien, Polen, Rumänien, Slowakei, Tschechische Republik, Ungarn
12/23 - 03/26
Nationale Regierungen, Lokale Regierungen, Regionale Regierungen, Nichtregierungsorganisationen, Medien, EU-Institutionen
345.785,16 €
Štěpán Vizi
Eines der größten Hindernisse für eine erfolgreiche grüne Energiewende in Mittel- und Osteuropa ist eine grundsätzlich mangelnde Unterstützung von allen Seiten für eine ehrgeizige Klimapolitik. Die Tschechische Republik, die Slowakei, Ungarn, Polen, Rumänien und Bulgarien sind nach wie vor weitgehend von fossilen Brennstoffen abhängig, ohne dass ein konkretes Szenario für die Energiewende existiert. Energieeffizienz und die Nutzung erneuerbarer Energien erhalten nicht genügend Aufmerksamkeit; die Entwicklung strategischer und gesetzlicher Rahmenkonzepte und Politiken zum Klimaschutz sowie öffentliches Engagement für die grüne Energiewende sind auf nationaler Ebene nicht ausreichend entwickelt.
Jedoch bieten das EU-Paket Fit-for-55, der Plan REPowerEU, die Überarbeitung der Nationalen Energie- und Klimapläne (National Energy and Climate Plans, NECPs) und die Umsetzung der Nationalen Aufbau- und Resilienzpläne (National Recovery and Resiliens Plans, NRRPs) diesen Ländern echte Chancen für eine Energiewende, da sie in jedem EU-Mitgliedstaat national umgesetzt werden müssen.
Unter der Leitung der tschechischen Nichtregierungsorganisation (NRO) Centre for Transport and Energy richteten sich die Projektpartner an Politiker*innen und anderen Entscheidungsträger*innen in Mittel- und Osteuropa. Sie organisierten Informationsveranstaltungen, erarbeiteten Publikationen und führten Beratungsgespräche durch. Das Projektteam sensibilisierte Regierungsvertreter*innen, Mitglieder der nationalen Parlamente und des Europäischen Parlaments und Vertreter*innen lokaler Behörden für zentrale klimapolitische Fragen und Mechanismen wie das EU-Emissionshandelssystem (EHS) und den Sozialen Klimafonds (SCF).
In Workshops etwa mit Vertreter*innen von Unternehmen und der Wissenschaft wurden politische Empfehlungen zum Klimaschutz entwickelt, die anschließend im Rahmen von Runden Tischen und medialen Veröffentlichungen an politische Entscheidungsträger*innen kommuniziert wurden. Diese Empfehlungen berücksichtigten die zahlreichen Möglichkeiten, die durch EU-Mittel eine Energiewende in diesen Ländern erreichen können. Darunter der Kohäsionsfonds und die Aufbau- und Resilienzfazilität.
Das Projektteam stärkte das klimapolitische Wissen in der Zivilgesellschaft und brachte diese mit politischen Entscheidungsträger*innen zusammen an einen Tisch. Dies förderte die Beteiligung der Bevölkerung und die Transparenz bei der Umsetzung der Klimapolitik, insbesondere bei der Überarbeitung wichtiger strategischer Dokumente wie den NECPs.
Das Projekt wies auf spezifische Herausforderungen für die Länder Mittel- und Osteuropas hin, die in zukünftigen europäischen Rechtsvorschriften im Zusammenhang mit dem Fit-for-55-Paket und den Klimazielen für 2040 berücksichtigt werden sollten.
Letzte Aktualisierung: September 2026