Energiegemeinschaften auf griechischen Inseln

Das Projekt ist abgeschlossen. Durch das Projekt wurden Energiegemeinschaften auf den griechischen Inseln durch die Einbindung von Kommunen und Zivilgesellschaft gefördert. Ziel war die Realisierung einer lokalen und bürgerorientierten Energiewende.

Energiegemeinschaften Energiepolitik Energiewende und klimaneutrale Gebäude Erneuerbare Energien

Beitragsbild

Infos zum Projekt

Länder:

Griechenland

Dauer des Projekts:

10/19 - 03/21

Zielgruppen:

Lokale Regierungen, Zivilgesellschaft, Regionale Regierungen, Nichtregierungsorganisationen, Privatsektor, Nationale Regierungen, EU-Institutionen

Fördersumme:

185.362,00 €

Kontakt

Kontakt:

Konstantinos Komninos

Durchführende Organisationen:
Partner:
  • National Technical University of Athens (NTUA)
  • nexus Institute for Cooperation Management and Interdisciplinary Research

Hintergrund

Griechenland war der erste EU-Mitgliedstaat, der Anfang 2018 ein Gesetz über Energiegemeinschaften verabschiedet hat, das es Energiegemeinschaften erlaubt, in bestimmte Arten von Projekten zu investieren. Das Gesetz bietet einen Rahmen für die partizipative Entwicklung einer umwelt- und klimafreundlichen Energieversorgung und kann damit zum Klimaschutz auf den griechischen Inseln beitragen. Der griechische Energiesektor setzt überwiegend fossile Energieträger ein. Dies gilt insbesondere für die nicht an das öffentliche Stromnetz angebundenen griechischen Inseln, die ihren Strom hauptsächlich aus Dieselgeneratoren beziehen und demzufolge hohe Treibhausgasemissionen verursachen. Genau hier will das Projekt mit der Förderung von Energiegemeinschaften ansetzen.

Das Projekt richtet sich an Bürger*innen, lokale und regionale Inselbehörden sowie lokale private und gemeinnützige Unternehmen und berücksichtigt neben den bestehenden technische Hürden und regulatorischen Einschränkungen auch finanzielle und gesellschaftliche Fragen. Auf diese Weise leistet ECOSIM nicht nur einen Beitrag zur Politikgestaltung, sondern schafft auch eine solide Grundlage für die Gründung von Energiegemeinschaften, mit denen die Inselkommunen vor Ort eine Energiewende einleiten und ihre Energieversorgung klimafreundlich gestalten können.

Projekt

Das Projekt ECOISM förderte die Gründung und den Betrieb von Energiegemeinschaften auf den griechischen Inseln. Zu diesem Zweck klärte ECOISM lokale Behörden, gemeinnützige und gewinnorientierte Unternehmen sowie die Bürger*innen über die Vorteile auf, die Energiegemeinschaften für den Aufbau einer resilienten und florierenden Wirtschaft auf den Inseln bieten. Das Projekt verfolgte drei Ziele: Zunächst sollten die Zielgruppen für die Chancen sensibilisiert werden, die der Rechtsrahmen für Energiegemeinschaften bietet – dieser Rechtsrahmen sieht Anreize und Zuschüsse für die Gründung von Energiegemeinschaften vor. Des weiteren  sollten die Schritte für die Entwicklung und Umsetzung von Energiegemeinschaften auf den griechischen Inseln klar definiert werden. Und zuletzt sollte das Projekt ECOISM den Dialog zwischen Stakeholdern, Politikern und Entscheidern auf lokaler, regionaler und nationaler Ebene fördern, um die Umsetzung von Energiegemeinschaften auf den griechischen Inseln voranzubringen.

Energiegemeinschaft auf einer griechischen Insel, Photo: ©Daria Nepriakhina

Innerhalb der Projektlaufzeit wurden mehrere Veranstaltungen im Rahmen des DAFNI-Netzwerks der nachhaltigen griechischen Inseln durchgeführt, um ein Bewusstsein für die Chancen von Energiegemeinschaften zu schaffen. Im Rahmen dieser Veranstaltungen ermittelte ECOISM anhand der Merkmale der verschiedenen Inseln, welche Potenziale diese für die verschiedenen Arten von erneuerbaren Energien bieten. Auf der Grundlage dieser Analyse wurde anschließend einen Pool mit möglichen Projekten zusammengestellt, die von den Energiegemeinschaften realisiert werden können. Das Projekt unterstützte fünf Inselgemeinden, die eine Energiegemeinschaft gründen wollten, mit technischen Projektanalysen und Investitionsplänen. Außerdem fanden Rundtischgespräche mit den wichtigsten nationalen Stakeholdern statt. Gegenstand dieser Gespräche waren die Herausforderungen, denen sich die griechischen Inseln bei der Gründung von Energiegemeinschaften gegenübersehen, sowie politische Empfehlungen zur Bewältigung dieser Herausforderungen.

Ergebnisse

  • Trotz starker Auswirkungen der Covid-19-Pandemie konnte das Projekt die Verbreitung von Energiegenossenschaften auf griechischen Inseln durch die Herausarbeitung von Potentialen aber auch Herausforderungen technisch, regulativer, finanzieller und sozialer Art unterstützen.
  • Zwölf Inseln beantragten schriftlich Unterstützung durch den Projektträger bei der Gründung von Energiegenossenschaften. 18 weitere Inseln bekundeten Interesse an einer Unterstützung.
  • Insgesamt wurden 130 Stakeholder im Rahmen von Webseminaren und Trainings qualifiziert, die direkt an einer möglichen Gründung von Energiegenossenschaften beteiligt sind. Zudem tauschten sich 50 Stakeholder in einem Dialogprozesses zu Hürden bei der Umsetzung von Energiegemeinschaften aus.

Letzte Aktualisierung: Mai 2024

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