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Forests for Future

Anpassung der forstwirtschaftlichen Konzepte, um die CO₂-Speicherkapazität in slowenischen Wäldern aufrechtzuerhalten oder gar zu erhöhen, ohne dabei die wirtschaftlichen Erträge und anderweitigen Vorzüge von Wäldern zu gefährden.

Hintergrund

Die slowenische Forstwirtschaft gilt in Europa und der ganzen Welt als fortschrittlich. Allerdings standen der Klimaschutz und die Kohlenstoffbindung bei der Bewirtschaftung der Wälder bislang nicht im Vordergrund. Insofern bergen Wälder ein enormes und bisher ungenutztes Potenzial bei den Bemühungen des Landes, Netto-Null-CO2 Emissionen zu erreichen. Da Europa in hohem Maße von Wald bedeckt ist, sollten Wälder als Teil von naturbasierten Lösungen besser genutzt werden, um den Klimawandel zu bekämpfen und einzudämmen und der Gesellschaft bereichsübergreifend vielfältigen Nutzen zu bieten

Gesunde Baumkronen können erkannt werden, wenn Forstwirte trainiert sind.

Gesunde Baumkronen können erkannt werden, wenn Forstwirte trainiert sind. Foto: (c) Suzana Podvinšek

Projekt

Bei diesen Bemühungen spielen entsprechend angepasste forstwirtschaftliche Konzepte und Pläne eine Schlüsselrolle. Forests for Future entwickelt Methoden zur Waldbewirtschaftung, die zu einer größeren Bindung von CO2 beitragen – ohne dabei die wirtschaftlichen Erträge und alle anderen positiven Eigenschaften von Wäldern in Slowenien zu beeinträchtigen.

Dabei muss unbedingt berücksichtigt werden, dass sich die verschiedenen Arten der bestehenden Wälder unterschiedlich entwickeln. Es gibt enorme Schwankungen bei der Menge des von ihnen individuell gespeicherten Kohlenstoffs – sowohl in lebender als auch in toter Biomasse sowie im Erdreich. Die jeweiligen Waldarten reagieren vollkommen unterschiedlich auf verschiedene Maßnahmen. Das Projekt analysiert und simuliert diese Reaktionen im Hinblick auf ihr jeweiliges Klimaschutzpotenzial. Es liefert somit die notwendigen Daten, um in der fachlichen Praxis die erforderlichen weitreichenden Veränderungen in der Forstwirtschaft auf den Weg zu bringen.

Forests for Future nutzt das erstellte Waldentwicklungsmodell, die neuen Waldbewirtschaftungsszenarien und vorgeschlagenen Maßnahmen auf zweierlei Weise. Erstens fließen sie in die politischen Empfehlungen an die zuständigen Ministerien ein.  Zweitens finden sie auf nationaler Ebene Eingang in die Richtlinien für die Waldbewirtschaftungsplanung. Darüber hinaus organisiert das Projekt Schulungen für alle Waldbewirtschaftungsplaner*innen im Land und zeigt auf, wie die gemachten Empfehlungen und Richtlinien am besten umgesetzt werden können.

Damit sichergestellt ist, dass erfolgreiche Methoden überall in Europa und darüber hinaus angewendet werden, publiziert das Projekt bewährte Methoden in der wissenschaftlichen Fachliteratur.

Slowenische Wälder als Teil der Klimaschutzstrategie.

Slowenische Wälder als Teil der Klimaschutzstrategie. Foto: (c) Ivan Vrhnjak

Projektdaten

Stand: Januar 2021

Länder: Slowenien

Projektdauer: 11/20 - 02/23

Fördersumme: 401.705 €

Zielgruppen: Experten, Regierungen, Städte und Gemeinden

Durchführende Organisation:
Slovenia Forest Service

Projektpartner:
Universität Ljubljana

Ansprechpartner

Frau Živa Bončina

Organisation:

Slovenia Forest Service

Adresse:
Večna pot 2
1001 Ljubljana
Slowenien

Email:
ziva.boncinazgs.gov.si

EUKI

Das Projekt ist Teil des Ideenwettbewerbs der Europäischen Klimaschutzinitiative (EUKI). Die EUKI ist ein Finanzierungsinstrument des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU). Der EUKI-Ideenwettbewerb wird von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH umgesetzt. Übergeordnetes Ziel der EUKI ist die Förderung der Zusammenarbeit innerhalb der Europäischen Union (EU) zur Senkung von Treibhausgasemissionen.

Kontakt

Europäische Klimaschutzinitiative (EUKI)
Potsdamer Platz 10

10785 Berlin – Deutschland

Tel.: +49 (0)30 338424 570
infoeuki.de