Klimafreundliche Gesundheitsversorgung im Mittelmeerraum

Ziel

Das jüngste Projekt von Health Care Without Harm (HCWH) Europe soll dazu beitragen, den Mittelmeerraum zu einer Modellregion für eine klimafreundliche Gesundheitsversorgung zu entwickeln. Unterstützt wird dieses Ziel durch eine fortschrittliche Umwelt- und Gesundheitsstrategie.

Projekt

Das Projekt „Klimafreundliche Gesundheitsversorgung im Mittelmeerraum“ will den teilnehmenden Krankenhäusern dabei helfen, eigene Teams aufzubauen, Pläne für das CO2-Management zu entwickeln und den Austausch von Wissen und bewährten Verfahren zu fördern. Außerdem unterstützt das Projekt die Verbreitung von Erfolgsmethoden mithilfe des Toolkits „Klimafreundliche Gesundheitsversorgung“, der von anderen Krankenhäusern genutzt werden kann. Der Toolkit wird zusammen mit Fallstudien aus den teilnehmenden Krankenhäusern auf dem European Healthcare Climate Summit 2021, der im Mittelmeerraum stattfinden soll, vorgestellt werden. Außerdem entwickelt das Projekt strategische Empfehlungen und bindet dazu eine Vielzahl an Expertinnen und Experten aus dem Gesundheitssektor ein, die aus Mittelmeer- und nicht zum Mittelmeerraum gehörenden Ländern kommen.

Solarzellen als nachhaltige Stromquelle für Krankenhäuser

Solarzellen als nachhaltige Stromquelle für Krankenhäuser; photo: HCWH

Auf der Grundlage der Empfehlungen wird ermittelt, welche Gesetzesänderungen notwendig sind, um den Übergang zu einer klimafreundlichen Gesundheitsversorgung im Mittelmeerraum zu beschleunigen.

Hintergrund

Der Gesundheitssektor hat weltweit einen Anteil von 4,4 Prozent am Netto-Ausstoß von klimaschädlichen Treibhausgasen. Damit trägt der Sektor zu Gesundheitsbelastungen bei, was jedoch seinem Zweck widerspricht. Vor diesem Hintergrund bestehen im Gesundheitssektor besondere Anreize für das Engagement im Klimaschutz. Erstens muss der Gesundheitssektor seine Treibhausgasemissionen verringern und zweitens kann er gesellschaftliche und politische Maßnahmen für Klimaschutz und Klimaanpassung federführend vorantreiben.

Mit dem Anstieg der weltweiten Durchschnittstemperatur nehmen auch die negativen Auswirkungen auf die Gesundheit zu. Gerade der Mittelmeerraum sieht sich bereits jetzt mit konkreten Auswirkungen des Klimawandels konfrontiert. Dazu zählen beispielsweise extreme Hitzewellen und ein steigender Meeresspiegel. Gleichzeitig bestehen jedoch zahlreiche Möglichkeiten zur Verringerung oder sogar vollständigen Vermeidung von klimaschädlichen Emissionen – beispielsweise durch die Nutzung von Solarenergie und den Einsatz von stromsparender Kühl- und Klimatechnik. Das Projekt zielt darauf ab, diese Chancen und Herausforderungen anzugehen und den Übergang zu einer klimafreundlichen Gesundheitsversorgung durch die Zusammenarbeit mit Krankenhäusern im Mittelmeerraum zu fördern.

Projektdaten

Stand: September 2020

Länder: Griechenland, Italien, Portugal, Spanien

Projektdauer: 10/19 - 12/21

Fördersumme: 248.406 €

Zielgruppen: Experten, Medizinischer Sektor, Nichtregierungsorganisationen, Zivilgesellschaft

Durchführende Organisation:
Health Care Without Harm (HCWH) Europe

Projektpartner: -

Projekt Webseite: noharm-europe.org/issu...

Ansprechpartner

Frau Mireia Figueras Alsius

Organisation: Health Care Without Harm Europe

Adresse:
1 Rue de la Pépinière
1000 Brussels
Belgium

Email: mireia.figuerasalsiushcwh.org

EUKI

Die Europäische Klimaschutzinitiative (EUKI):

Potsdamer Platz 10,
10117 Berlin – Deutschland
Tel.: +49 (0)30 338424 570
infoeuki.de

Die Europäische Klimaschutzinitiative (EUKI)

Das Projekt ist Teil des Ideenwettbewerbs der Europäischen Klimaschutzinitiative (EUKI). Die EUKI ist ein Finanzierungsinstrument des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU). Der EUKI-Ideenwettbewerb wird von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH umgesetzt. Übergeordnetes Ziel der EUKI ist die Förderung der Zusammenarbeit innerhalb der Europäischen Union (EU) zur Senkung von Treibhausgasemissionen.

Weitere Informationen über EUKI: www.euki.de