Zum Inhalt springen

NECPs in Zentral- und Osteuropa wirksam umsetzen  

Verbesserung der nationalen Energie- und Klimapläne (NECPsin mittel- und osteuropäischen Ländern (MOE), um sich ambitioniert den europäischen energie- und klimapolitischen Zielen zu nähern. 

Energiepolitik Energiewende und klimaneutrale Gebäude Klimastrategien und -pläne

Windpark in

Infos zum Projekt

Länder:

Bulgarien, Kroatien, Polen, Rumänien

Dauer des Projekts:

12/23 - 01/26

Zielgruppen:

Nationale Regierungen, Zivilgesellschaft, Privatsektor, Öffentlichkeit

Fördersumme:

484.499,46 €

Kontakt

Kontakt:

Petar Lozanow

Durchführende Organisationen:
  • Center for the Study of Democracy (CSD Bulgaria)
Partner:
  • Energy Policy Group (EPG)
  • Institute for Structural Research (IBS), Poland
  • University of Zagreb - Faculty of Mechanical Engineering and Naval Architecture (UNIZAG FSB)

Hintergrund

Die mittel- und osteuropäischen Länder sind besonders von der Energiekrise betroffen, die durch den russischen Angriffskrieg in der Ukraine ausgelöst wurde. Sie sind traditionell von fossilen Brennstoffen abhängig und der Übergang zu kohlenstoffarmer Energie geschieht nur schleppend. Damit die mittel- und osteuropäischen Länder in der Lage sind, diesen Übergang zu beschleunigen, benötigen sie Analyse- und Politikinstrumente, mit denen sie ihre NECPs grundlegend überarbeiten können. Diesen Plänen fehlt es bislang an ehrgeizigen Dekarbonisierungszielen, was in deutlichem Widerspruch zu den Zielen und Politiken der Europäischen Union steht und die Umsetzung des europäischen Grünen Deals verzögert. 

Polen_Belchatow_Lignite_Coal_Mine


Projekt

Das Projekt unterstützt Bulgarien, Kroatien, Polen und Rumänien dabei, die Effektivität ihrer NECPs zu erhöhen. Diese sollen sich stärker an dem Ziel des Europäischen Grünen Deals ausrichten, den Kontinent bis 2050 klimaneutral zu machen. Zudem schafft das Projekt eine neue Dynamik für die Weiterentwicklung der NECPs. 

In den vier Ländern werden vergleichende Studien mithilfe datengestützter Methoden wie dem Energy and Climate Security Risk Index durchgeführt. Sie zeigen die Lücken und Schwächen der nationalen Politiken und Strategien auf, und ihre Ergebnisse dienen als Grundlage für die Neuausrichtung der NECPs. 

Im Rahmen des Projekts finden nationale Politikdialoge statt, bei denen nationale und lokale politische Entscheidungsträger*innen sowie Vertreter*innen der Zivilgesellschaft und des Privatsektors Ideen, Know-how und gute Praxisbeispiele für einen Übergang zu weniger Emissionen austauschen. Die internationale Kooperation im Projekt sieht einen hochrangigen politischen Austausch über bewährte Praktiken und die Entwicklung regionaler Synergien und Kooperationen vor, um den Weg für grenzüberschreitende strukturelle Veränderungen zu ebnen. 

Die Neuausrichtung der NECPs und die politischen Dialoge befassen sich insbesondere mit Energiearmut und den sozialen Auswirkungen der Dekarbonisierung. Damit soll sichergestellt werden, dass die Energiewende in den vier Ländern sozial gerecht und inklusiv gestaltet wird. 

Eine Kommunikationskampagne macht politische Entscheidungsträger*innen und die Öffentlichkeit auf die Mängel der bisherigen NECPs aufmerksam, stellt die energie- und klimapolitischen Herausforderungen der Länder dar und ebnet den Weg zu politischen Lösungen.

Letzte Aktualisierung: Mai 2026

Erfolgsgeschichten

Zivilgesellschaft öffnet Türen zur Klimapolitik

Die Zusammenarbeit von Center for the Study of Democracy (CSD), Energy Policy Group (EPG) und Institute for Structural Research (IBS) hat maßgeblich zum Fortschritt der nationalen Energie- und Klimapläne in Bulgarien, Rumänien und Polen beigetragen. Durch gezielte Rückmeldungen direkt an Regierungen und die Organisation von drei engagierten Stakeholder-Events wurde das Bewusstsein bei Ministerien und der breiten Öffentlichkeit deutlich gestärkt. Besonders in Polen erwirkte IBS mit einem öffentlichen Brief neue Gesprächsrunden des Klimaministeriums, an denen über 70 Vertreter unterschiedlichster Gesellschaftsbereiche teilnahmen und damit das Konsultationsverfahren für Klimapolitik öffneten. Fachanalysen von IBS lieferten entscheidende Impulse zur Gestaltung des Sozialen Klimaplans und brachten das Thema Energiearmut glaubwürdig und nachvollziehbar ins Zentrum der Politikgestaltung. Die langfristige Wirkung zeigt sich darin, dass die Expertise institutionalisiert wird: EPG wird künftig als ständiger Berater im Entwicklungsprozess strategischer Politikdokumente hinzugezogen und trägt dazu bei, dass nachhaltige Emissionsminderungen über den Projektzeitraum hinaus Wirkung entfalten.

Mehr zu diesem Projekt

Blog-Beiträge

news
17.10.2024

EUKI Interview: Strengthening National Energy and Climate Plans in Central and Eastern Europe