Radfahren als ein Element der städtischen Klimaschutzpolitik

Das Projekt „Radfahren als Element der städtischen Klimaschutzpolitik“ (Cyclurban) wird den Radverkehr als eine Maßnahme für nachhaltige urbane Mobilität und Klimaschutz auf lokaler Ebene voranbringen.

Inhalte und Maßnahmen

Das Projekt wird sich insbesondere mit der aktuellen Situation befassen und Maßnahmen zur Stärkung der Radverkehrsmobilität in den Bereichen Infrastruktur, Politik und Planung, Dienstleistungen und Förderung entwickeln, wobei auch neue Entwicklungen wie E-Bikes und Lastenräder berücksichtigt werden.
Es Projekt soll zeigen, wie man Radfahren in kommunale Strategien in jeweils einer Stadt in fünf Zielländern integrieren kann: Tartu (Estland), Riga (Lettland), Warschau (Polen), Velika Gorica (Kroatien) und Vrilissia (Teil von Athen, Griechenland). Jede Stadt wird eigene Strategien entwickeln, um die urbane Mobilität zu fördern. In einem zweiten Schritt wird das Projekt auch Empfehlungen geben, wie Radfahren auf nationaler Ebene unterstützt werden kann. In Seminaren und mit Hilfe von Lessons-Learned-Publikationen werden Erfahrungen verbreitet, um mehr Kommunen und Entscheidungsträger zu erreichen.

Fahrräderm in einem orangenen Fahrradständer

Foto: https://unsplash.com/photos/ym3QFTHYUE4

Hintergrund

Der Mobilitätssektor spielt eine Schlüsselrolle bei der Bekämpfung von Treibhausgasemissionen. Überall auf der Welt nimmt die Urbanisierung zu. Immer mehr Menschen ziehen in oder leben in Städten. Die Notwendigkeit, intelligente Lösungen für Mobilität und Verkehr in Ballungsräumen zu finden, nimmt daher rasch zu. Ein erfolgreicher Kampf gegen den Klimawandel impliziert, dass die verkehrsbedingten Emissionen in den Städten auf einem niedrigen Niveau gehalten werden müssen, während Lebensqualität, Zeiteffizienz und Gesundheit gleichzeitig zunehmen sollten. Dies macht eine Transformation der städtischen Verkehrssysteme unumgänglich.
Eine wichtige Rolle in einem klima- und menschenfreundlichen städtischen Verkehrssystem spielen Fahrräder. Es gibt kein anderes Mittel der urbanen Mobilität, das zeiteffizienter, leiser, klimafreundlicher und gesundheitsförderlicher ist.
Angesichts der Tatsache, dass sich die Denkweisen langsam ändern und immer mehr Menschen weltweit die Vorteile des Radfahrens entdecken, ist der Wandel in den meisten Städten viel zu langsam. Der Großteil der Infrastruktur konzentriert sich immer noch sehr stark auf die Verkehrskonzepte des vergangenen Jahrhunderts.

Projektdaten

Stand: Mai 2018

Länder: Deutschland, Estland, Griechenland, Kroatien, Lettland, Polen

Projektdauer: 11/17 - 02/20

Fördersumme: 462.728 €

Zielgruppen: Städte und Gemeinden

Durchführende Organisation:
Baltic Environmental Forum Deutschland

Projektpartner:
Baltic Environmental Forum Estonia, City of Tartu, City of Velika Gorica, City of Warsaw, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), Ecocity, Foundation Earth and People, National Observatory of Athens, National Technical University of Athens, Society for Sustainable Development Design, Union of Latvian Cyclists

EUKI

Die Europäische Klimaschutzinitiative (EUKI):

Potsdamer Platz 10,
10117 Berlin – Deutschland
Tel.: +49 (0)30 338424 570
infoeuki.de

Die Europäische Klimaschutzinitiative (EUKI)

Das Projekt ist Teil des Ideenwettbewerbs der Europäischen Klimaschutzinitiative (EUKI). Die EUKI ist ein Finanzierungsinstrument des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU). Der EUKI-Ideenwettbewerb wird von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH umgesetzt. Übergeordnetes Ziel der EUKI ist die Förderung der Zusammenarbeit innerhalb der Europäischen Union (EU) zur Senkung von Treibhausgasemissionen.

Weitere Informationen über EUKI: www.euki.de