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SAGT – Strategien für einen grünen Wandel 

Das Projekt ist abgeschlossen. Ziel war es, eine Strategie für die grüne Transformation der bosnischen Stadt Tuzla zu entwickeln und die Methoden sowie Erfahrungen aus Slowenien zu übertragen.

Klimapolitik Klimastrategien und -pläne

Thermal_Power_Plant in Tuzla

Infos zum Projekt

Länder:

Bosnien und Herzegowina, Slowenien

Dauer des Projekts:

12/23 - 11/25

Zielgruppen:

Lokale Regierungen, Privatsektor, Öffentlichkeit, Regionale Regierungen, Bildungseinrichtungen

Fördersumme:

212.899,80 €

Kontakt

Kontakt:

Borut Jurišić

Durchführende Organisationen:
  • Regional Development Agency Podravje – Maribor
Partner:
  • BIT Centar Ltd
  • City of Tuzla

Hintergrund

Die Stadt Tuzla in Bosnien und Herzegowina hat mit einer erheblichen Luftverschmutzung zu kämpfen, für die das lokale Kohlekraftwerk, aber auch andere Industrien, der Verkehr und die Kohleheizungen in Privathaushalten verantwortlich sind. Diese Emissionen zu verringern, ist nicht nur das Ziel der Stadt, sondern trägt auch zur Umsetzung des EU-Aktionsplans „Schadstofffreiheit von Luft, Wasser und Boden“ bei. Er gehört zu den wichtigsten Maßnahmen im Rahmen des Europäischen Grünen Deals. In Tuzla liegt der erste Schritt zur Reduzierung der Luftverschmutzung darin, eine kommunale Strategie für den notwendigen grünen Wandel zu entwickeln. Der Stadtverwaltung fehlen jedoch die Kapazitäten, eine solche Strategie zu entwerfen.

Projekt

Im Rahmen dieses Projekts ging Maribor eine Partnerschaft mit Tuzla ein, in der ihre Erfahrungen und ihr Know-how weitergegeben wurden. Der Fokus lag darauf, die Luftverschmutzung in drei Bereichen zu reduzieren: Industrie, Verkehr und Wärmeerzeugung. 

Die Mitarbeitenden der Stadtverwaltung von Tuzla lernten, welche Instrumente und politische Mechanismen sie für die Ausarbeitung, Etablierung, Umsetzung und Monitoring der grünen Strategie benötigen. Das Projekt brachte die Stadtverwaltung mit der Industrie sowie mit Forschungsinstitutionen und Umweltorganisationen zusammen, damit diese ihr Fachwissen in die Entwicklung der Strategie einbrachten. Zudem sollten sie alle ihre Zusammenarbeit zu Umweltthemen ausbauen. 

Nach Annahme der Strategie durch den Stadtrat, dient sie als lokaler Rahmen und Ausgangspunkt für den grünen Wandel in der Stadt. 

In einem Pilotprojekt wurde der Energieverbrauch öffentlicher Gebäude digital kontrolliert, um zu zeigen, wie innovative Technologien, aber auch die Kommunen dazu beitragen können, die Umweltverschmutzung zu verringern.

Ergebnisse

  • Grüne Transformationsstrategie schafft eine gemeinsame Grundlage für Tuzlas nachhaltige Entwicklung: Das Projekt entwickelte eine Strategie für die grüne Transformation der Stadt Tuzla in Bosnien und Herzegowina. Die Strategie erhielt politische Unterstützung durch öffentliche Institutionen sowie durch wichtige Akteure aus Wissenschaft, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Umweltschutzorganisationen. Die Empfehlungen werden in die Aktualisierung der städtischen Strategie von Tuzla im Jahr 2027 integriert und dadurch langfristig institutionell verankert. Dies schafft eine Grundlage für die Umsetzung von Maßnahmen zur Steigerung der Energie- und Ressourceneffizienz sowie zur Reduktion von Treibhausgasemissionen. 
  • Wissenstransfer stärkt Tuzlas Kapazitäten für die Planung der grünen Transformation: Die Zusammenarbeit zwischen Maribor und Tuzla ermöglichte den Austausch von praktischem Wissen und bewährten Ansätzen für eine grüne Transformation. Tuzla übertrug Erfahrungen aus den Bereichen Kreislaufwirtschaft und Smart-City-Lösungen auf den eigenen lokalen Kontext. Mitarbeitende der Stadt verbesserten ihre Kompetenzen in der strategischen Planung und gewannen mehr Sicherheit bei der Umsetzung von Maßnahmen zur grünen Transformation. Die Zusammenarbeit zeigte, dass Städte auf bestehendem Wissen aufbauen und Klimaschutzmaßnahmen schneller voranbringen können, ohne Lösungen vollständig neu entwickeln zu müssen. 
  • Pilotmaßnahmen zeigen Zusammenhänge zwischen Energieeffizienz, Luftqualität und Klimaschutz: Das Projekt erprobte Ansätze zur Verbesserung der Energieeffizienz in fünf Gebäuden in Tuzla und Maribor und analysierte Daten zur Energieeffizienz sowie zur Luftqualität. Die Ergebnisse stärkten das Verständnis für die Zusammenhänge zwischen ineffizienter Wärmeversorgung, Luftverschmutzung und gesundheitlichen Auswirkungen. Empfehlungen aus den Pilotmaßnahmen wurden in die Leitlinien für die Grüne Transformationsstrategie von Tuzla aufgenommen. Diese Maßnahmen unterstützen zukünftige Energieeinsparungen und tragen zur Reduktion von Treibhausgasemissionen im Gebäudesektor bei. 
  • Langfristige Zusammenarbeit schafft Grundlage für weitere Klimaschutzmaßnahmen: Die Partnerschaft zwischen Maribor und Tuzla legte eine starke Grundlage für die weitere Zusammenarbeit über das Projektende hinaus. Vertreterinnen und Vertreter beider Städte tauschen weiterhin Wissen aus und entwickeln gemeinsame Initiativen auf Grundlage der im Projekt gewonnenen Erfahrungen. Das Kosnortium hat bereits neue Projektideen entwickelt, darunter ein bewilligtes Interreg-Projekt. Diese kontinuierliche Zusammenarbeit stärkt langfristig die aufgebauten Kapazitäten und unterstützt die weitere Umsetzung von Maßnahmen der grünen Transformation.

Video:

https://www.youtube.com/watch?v=oz53GnZ0OdM [croatian; source: RTV 7 Tuzla]

Letzte Aktualisierung: Juli 2026

Erfolgsgeschichten

Von Maribor nach Tuzla: Lokale Kompetenzen für bessere Luftqualität stärken

Im Rahmen des EUKI-Projekts SAGT unterstützte die slowenische Stadt Maribor die Stadt Tuzla (Bosnien und Herzegowina) bei der Entwicklung ihrer ersten Strategie für die grüne Transformation. Beide Städte haben eine ähnliche industrielle Vergangenheit, wodurch der Wissensaustausch besonders praxisnah war. In den Jahren 2024–2025 halfen gezielte Maßnahmen zum Kapazitätsaufbau der Stadtverwaltung von Tuzla, zentrale Herausforderungen wie Luftverschmutzung, Heizsysteme und städtischen Verkehr anzugehen. Studienreisen, öffentliche Veranstaltungen und maßgeschneiderte Beratung ermöglichten die Ausarbeitung einer Strategie, die im nächsten Planungszyklus verabschiedet wird. Das Projekt schuf nachhaltige institutionelle Strukturen und bietet einen konkreten Fahrplan zur Emissionsminderung und Verbesserung der Luftqualität auf kommunaler Ebene.

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