Dieses Projekt ist abgeschlossen. Es zielte darauf ab, kommunalen Akteur*innen zu ermöglichen, nachhaltige Gebäudesanierungsprojekte zu fördern und umzusetzen.
Energieeffizienz Energiewende und klimaneutrale Gebäude Gebäude
Deutschland, Rumänien, Ungarn
12/22 - 11/24
Lokale Regierungen, Privatsektor
471.777,77 €
Jurga Tallat-Kelpšaitė
Mit einem Anteil von 36 Prozent an den CO2-Emissionen in der Europäischen Union (EU) stellt der Gebäudesektor einen wichtigen Hebel zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen dar. Bis 2050 will die EU den Gebäudebestand klimaneutral gestalten. Mit ihrer Initiative „Renovierungswelle“ und dem „Aktionsplan für die Kreislaufwirtschaft“ investiert die EU in die umfassende Sanierung von Gebäuden, um sie nachhaltiger zu gestalten. Gemäß dem neuen Vorschlag für die EU-Energieeffizienzrichtlinie sollen mindestens 3 Prozent der Gesamtfläche der Gebäude der öffentlichen Verwaltung renoviert werden. Dies gilt auch für kommunale Gebäude. Daher müssen die Anforderungen an die Energieeffizienz auch in die öffentlichen Vergabeverfahren aufgenommen werden. Doch obgleich öffentliche Gebäude als Vorbild für Sanierungen im privaten Sektor dienen sollen, können Deutschland, Ungarn und Rumänien in Bezug auf die von der Europäischen Kommission geforderte durchschnittliche jährliche Sanierungsrate noch viel ungenutztes Potenzial ausschöpfen.
Gebäude mit erneuerbaren Rohmaterialien, Foto: ©Catharina Niemann
Das SURF-Projekt war Teil der Transformation hin zu einem klimaneutralen Gebäudesektor und sah eine umfassende und nachhaltige Gebäudesanierung auf kommunaler Ebene und darüber hinaus vor. Es richtete sich an die für die praktische Umsetzung von Sanierungen verantwortlichen kommunalen Entscheidungsträger*innen, die einen Paradigmenwechsel bei der nachhaltigen energetischen Gebäudesanierung einleiten können. SURF brachte Vorreiterkommunen in transnationalen Workshops mit Kommunen aus Deutschland, Ungarn und Rumänien zusammen, die Erfahrungen, Best Practices und erfolgreiche Konzepte austauschen konnten. Neben diesem Peer-to-Peer-Ansatz führte das Projektteam Schulungen zum Thema Kreislaufwirtschaft durch und stellte einen praktischen Leitfaden für die umweltfreundliche öffentliche Beschaffung, eine Nachhaltigkeits-Checkliste für Sanierungen sowie Merkblätter und Materialien auf einer Online-Plattform bereit. Darüber hinaus vernetzte SURF Kommunen und Architekt*innen, Vertreter*innen der Industrie, Hauseigentümerverbände und Wohnungsunternehmen aus der gesamten EU im Rahmen von informellen Online-„Sanierungs-Mittagstischen“ und einer politischen Konferenz. Dieses transnationale SURF-Netzwerk förderte und realisierte nachhaltige Sanierungen und richtete seine Planungs-, Genehmigungs- und Ausschreibungsaktivitäten auf das Ziel eines klimaneutralen Gebäudebestands aus.
Video
Gebäudesanierungen sind für unsere Zukunft von entscheidender Bedeutung. Sehen Sie sich dieses Video an:
Letzte Aktualisierung: Februar 2026