Zum Inhalt springen

Children Stand Up!

Das Projekt ist abgeschlossen. Ziel des Projekts war es junge Menschen in Italien und Albanien zu einer nachhaltigen Lebensweise zu inspirieren und sie dazu befähigen, sich in der Kommunalpolitik dafür einzusetzen. 

Bewusstseinsbildung Bildung Klimapolitik Klimastrategien und -pläne

Beitragsbild

Infos zum Projekt

Länder:

Albanien, Italien

Dauer des Projekts:

11/20 - 12/22

Zielgruppen:

-

Fördersumme:

623.004,82 €

Kontakt

Kontakt:

Claudia Longo

Durchführende Organisationen:
  • Save the Children Italy
Partner:
  • Istituto Oikos Onlus
  • Save the Children in Albania

Hintergrund

Schulen spielen beim gesellschaftlichen Wandel eine besonders wichtige Rolle: Sie wirken wie ein Drehkreuz, an dem eine neue Generation an der Verwirklichung einer nachhaltigeren und integrativen Gesellschaft mitwirkt. Des Weiteren sind Schulen Multiplikatoren, weil die von ihnen propagierten Werte von den Schüler*innen in die jeweiligen Familien getragen werden und sie sich dadurch auf die gesamte Gesellschaft auswirken. 

„Die Erde gehört den Kindern und Kinder sind die Zukunft des Planeten.“ Eine Gruppe albanischer Kinder fordert Maßnahmen gegen den Klimawandel. Foto: ©Save the Children Albanien



Projekt

Das Projekt hat sich diese Dynamik zunutze gemacht: Es hat Netzwerke aus Jugendgruppen und Schulen gebildet und Kindern, Jugendlichen und ihren Lehrer*innen nicht nur Wissen zum Klimawandel vermittelt, sondern aufgezeigt wie dieser eingedämmt werden kann. Das Projekt hat Ideen für Klimaschutzaktionen entwickelt und die Umsetzung der Maßnahmen an den Schulen begleitet. Darüber hinaus präsentierte und förderte das Projekt über seine Medien und sozialen Medien Berichte und Videos, in denen bewährte Methoden vorgestellt wurden. Somit konnten Schulen in ganz Europa diese Maßnahmen an ihre jeweiligen Belange anpassen und umsetzen. 

Die Stärkung von Interessenvertreter*innen war ein weiteres Kernanliegen des Projekts. Deshalb vermittelte Children Stand Up! sowohl an Schulen als auch in Kommunen die Kompetenzen und Methoden, die eine stärkere Beteiligung von Kindern an Entscheidungsprozessen möglich machten. Ständige Umweltkomitees haben die Nachhaltigkeit des Projekts gewährleistet.

Ergebnisse

  • Umweltbildung mit Breitenwirkung: Rund 100 Lehrkräfte an 20 Schulen wurden zur Nutzung eines multimedialen Bildungspakets geschult und integrierten anschließend Themen wie Klimawandel, Umwelt- und Klimagerechtigkeit in ihren Unterricht – und erreichten damit etwa 4.000 Schüler*innen. An 15 Schulen in Albanien und Italien entwickelten Kinder gemeinsam mit lokalen Behörden konkrete Aktionen zur Emissionsminderung. Sichtbare Praxisbeispiele wie die Pflanzung von 700 Bäumen an albanischen Schulen stärkten zusätzlich das Umweltbewusstsein und zeigten unmittelbar, wie lokales Handeln zum Klimaschutz beiträgt. 
  • Strukturen für kindliche Beteiligung geschaffen: An vier Standorten wurden Kinderkomitees zum Klimawandel aufgebaut, die eigene Roadmaps entwickelten und partizipative Methoden dauerhaft verankerten. Damit sind Kinder heute aktiv in kommunale und nationale Entscheidungsprozesse eingebunden. Besonders wirkungsvoll war der von Kindern erarbeitete Alternativbericht zur UN-Kinderrechtskonvention, der politische Debatten beeinflusste und zu einer stärkeren Berücksichtigung von Kinderinteressen in klima- und umweltbezogenen Maßnahmen führte. 
  • Kinder als Klimaakteure gestärkt: Durch Workshops, Kampagnen und eigene Forschungsprojekte wurden Kinder befähigt, Umweltprobleme wie Luftverschmutzung, unzureichendes Abfallmanagement oder fehlende Klimabildung zu erkennen und öffentlich zu benennen. Sie treten heute als informierte Klimaakteur*innen auf, die Entscheidungsträger*innen auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene zum Handeln auffordern – getragen von gestärkten Schulen, engagierten Kommunen und einer unterstützenden Zivilgesellschaft.

Letzte Aktualisierung: Januar 2026