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EDU-CLIC

Das Projekt ist abgeschlossen. Aufbau einer Bildungsinfrastruktur für Mitarbeitende in der Abfallwirtschaft und Deponiebetreiber zur Verringerung der Treibhausgasemissionen in der kommunalen Abfallwirtschaft in Serbien.

Abfall Bildung Nachhaltige Wirtschaft

Beitragsbild

Infos zum Projekt

Länder:

Serbien

Dauer des Projekts:

10/21 - 01/24

Zielgruppen:

Lokale Regierungen, Verbraucher, Privatsektor, Zivilgesellschaft, Verbände

Fördersumme:

462.369,33 €

Kontakt

Kontakt:

Natalija Velic

Durchführende Organisationen:
  • University of Osijek, Faculty of Food Technology Osijek
Partner:
  • Regional Development Agency Srem
  • University of Novi Sad - Faculty of Technical Sciences

Hintergrund

Deponien stellen weltweit die drittgrößte anthropogene Quelle für Methanemissionen dar. Dies ist auch ein Problem in Serbien, wo die Abfallbewirtschaftung überwiegend auf Deponien beruht und damit erheblich zum nationalen Kohlenstoff-Fußabdruck beiträgt. In Serbien gibt es über 3.600 Abfalldeponien, die jährlich 60.000 Tonnen Methan freisetzen.

Deponie in Srem, Photo: ©Regional Development Agency Srem, Serbia

Projekt

Um dieses Problem anzugehen, richtete sich das Team des EDU-CLIC-Projekts an Mitarbeitende in der Abfallwirtschaft und Betreiber*innen von Mülldeponien und vermittelte ihnen das notwendige Wissen, um die Abfallwirtschaft nachhaltiger zu gestalten. Dies erfolgte hauptsächlich durch die Neugestaltung einer bestehenden Mülldeponie in der Stadt Sremska Mitrovica, auf der Abfälle solange von der Umwelt isoliert wurden, bis sie als „sicher“ galten. Diese Deponie diente sowohl als Vorbild für künftige moderne Abfallwirtschaftszentren in der Region als auch zu Demonstrationszwecken. Für die Demonstrationsanlage entwickelte das Projektteam einen Lehrplan, der es ermöglichte, Deponiebetreiber in nachhaltigen Abfallbewirtschaftungspraktiken vor Ort zu schulen.

Alle Personen, die in der Region mit der Abfallsammlung und -entsorgung zu tun hatten, konnten an Schulungs- und Demonstrationsveranstaltungen teilnehmen. Dort erklärte das Projektteam, wie moderne Deponien zur Verringerung der Treibhausgasemissionen und zum Umweltschutz beitragen können. Darüber hinaus wurde eine Demonstrationsanlage zur Herstellung von Kompost für Deponieabdeckungen und von Brennstoffpellets errichtet. Diese Pellets konnten als erschwingliche Energiequelle für einkommensschwache Gemeinden dienen und stellten gleichzeitig eine nachhaltigere Alternative zu den üblichen Biomassebrennstoffen dar. In diesem Bereich sind Einsparungen der Methanemissionen um 16,65 Tonnen pro Jahr möglich. Als Blaupause für die weitere Modernisierung von Mülldeponien förderte dieses Projekt die Einführung nachhaltigerer Abfallbewirtschaftungspraktiken in der Region, wodurch die Treibhausgasemissionen in Zukunft erheblich reduziert werden können.


Ergebnisse

  • Deponie als modernes Demonstrationszentrum: Der Betrieb der Regionaldeponie Srem-Mačva wurde an aktuelle Bedarfe angepasst und allgemein verbessert. Zudem wurde ein Lehrplan für die Ausbildung von Deponiebetreibern entwickelt. All dies diente dazu, diese Deponie in ein modernes Demonstrationszentrum für die Bewirtschaftung fester Siedlungsabfälle zu verwandeln. Das Curriculum für Deponie-Mitarbeitende kombiniert theoretische und praktische Schulungen und die Teilnehmenden nutzen das erworbene Wissen langfristig in ihrem Arbeitsalltag. 
    • Die Maßnahmen in der Regionaldeponie Srem-Mačva dienten als Vorlage für andere regionale Deponien mit dem Ziel, die dortigen Betriebsabläufe langfristig effizienter und umweltfreundlicher zu gestalten. 
  • Nutzung von Biomasse schützt das Klima: Durch die Sammlung von 317 Tonnen landwirtschaftlicher Biomasse und deren Verarbeitung wurden 44 Tonnen CH₄-Emissionen eingespart. 300 Tonnen Biomasse wurden zu 70 Tonnen Brennstoff in Form von Pellets und Briketts verarbeitet und vor der Heizperiode an Bedürftige geliefert. 17 Tonnen Biomasse wurden als Kompost genutzt. Diese Maßnahmen verbanden Klimaschutz mit sozialer Wirkung. 

Letzte Aktualisierung: Mai 2026

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22.02.2023

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19.07.2022

Ein Weg zur nachhaltigen kommunalen Abfallwirtschaft: Von der technischen Praxis zur Bildung und Ausbildung