Kommunen für mehr Energieeffizienz

Dieses Projekt ist abgeschlossen. Das Projekt stärkte die kommunalen Kapazitäten im Bereich der Energieeffizienz in drei Kommunen in Lettland, Polen und Deutschland und erhöhte das Bewusstsein für das Thema in den Regionen.

Energieeffizienz Energiepolitik Energiewende und klimaneutrale Gebäude Erneuerbare Energien Kommunen

Beitragsbild

Infos zum Projekt

Länder:

Deutschland, Lettland, Polen

Dauer des Projekts:

11/20 - 12/22

Zielgruppen:

Öffentlichkeit, Privatsektor, Lokale Regierungen

Fördersumme:

282.499,80 €

Kontakt

Kontakt:

Ligita Pudža

Durchführende Organisationen:
Partner:
  • Community Gostyn
  • Public administration of Bordesholm

Hintergrund

Bei der Energieeffizienz und im Hinblick auf den Anteil, den erneuerbare Energien am Energiemix haben, bestehen zwischen den Kommunen in der Ostseeregion erhebliche Unterschiede. In einigen Gemeinden, wie z.B. Bordesholm in Deutschland, beträgt der Anteil von erneuerbaren Energien am Energiemix 80%. Die Mehrzahl der Kommunen an der polnischen und lettischen Küste steht noch ganz am Anfang dieser Entwicklung, sowohl in Sachen Energieeffizienz als auch bei der Nutzung von erneuerbaren Energiequellen. 

Bordesholmer Versorgungsbetriebe, Großbatteriespeicher. Öffentliche Verwaltung der Gemeinde Bordesholm. Foto: ©Gemeinde Bordesholm

Projekt

Das Projekt ermöglichte den Austausch von Wissen und die Vermittlung von Kompetenzen zwischen den beteiligten Kommunen, um die Energieeffizienz zu erhöhen und das Bewusstsein für dieses Thema zu steigern. Bei dem Projekt wurden mehrere technische Maßnahmen umgesetzt: Für jede Kommune wurde ein Energiemanagementplan erarbeitet, bei öffentlichen Gebäuden Energieaudits vorgenommen und klimafreundliche Technologien eingeführt. Um den Erfolg zu messen, veranstaltete das Projekt einen Energiesparwettbewerb zwischen den teilnehmenden Einrichtungen. 

Darüber hinaus hat das Projekt den Bürger*innen verdeutlichen, dass es beim Klimaschutz auf ihr persönliches Verhalten ankommt. Zu den weiteren Kernpunkten des Projekts zählten daher der Wissensaustausch bei Workshops und Schulungen sowie Konferenzen, auf denen Unternehmer*innen, Bildungseinrichtungen und die allgemeine Öffentlichkeit darüber informiert wurden, wie sie ihre Lebensgewohnheiten nachhaltiger gestalten können. 

Wenngleich die 60.000 Einwohner*innen der Partnergemeinden die direkten Nutznießer*innen des Projekts sind, werden anderen Kommunen die Ergebnisse des Projekts auf den Webseiten der teilnehmenden Gemeinden zur Verfügung gestellt. 

Ergebnisse

Durch Bildungs- und Sensibilisierungsmaßnahmen (Energietage in Schulen, Energiewochen in den drei Gemeinden), erreichte das Projekt rund 3800 überwiegend junge Menschen. Die Bildungsaktivitäten in allen drei Partnergemeinden waren sehr vielfältig und umfassten sowohl informativen Unterricht als auch praktische Aktivitäten (z. B. Durchführung von Experimenten zu alternativen Energiequellen; Kunstwettbewerbe, Quizze, Pflanzung von Bäumen („Sauerstofffabriken“); Durchführung einfacher „Energie-Audits“ öffentlicher und privater Gebäude, Ausarbeitung von Empfehlungen für praktische Maßnahmen zur Reduktion des Energieverbrauchs). Die Investition in die jüngste Generation ist eine Gelegenheit, auch ihre Familien zu erreichen, messbare Ergebnisse zu erzielen und ihr ökologisches Bewusstsein zu wecken, das sie im Erwachsenenleben begleiten wird. 

Letzte Aktualisierung: Februar 2024