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ENCREMENCO – Stärkung von Regional- und Stadtverwaltungen zum Aufbau von Energiegemeinschaften

Das Projekt ist abgeschlossen. Ein Gesetz legte die Grundlage für die Gründung von Energiegemeinschaften in Griechenland. ENCREMENCO förderte Energiegemeinschaften durch regionale Kampagnen, die sich an lokale Stakeholder aller Ebenen und Sektoren richteten.

Energiegemeinschaften Energiewende und klimaneutrale Gebäude Erneuerbare Energien

Beitragsbild

Infos zum Projekt

Länder:

Deutschland, Griechenland

Dauer des Projekts:

09/18 - 05/21

Zielgruppen:

-

Fördersumme:

256.645,66 €

Kontakt

Kontakt:

Effie Korma

Durchführende Organisationen:
  • Centre for Renewable Energy Sources and Saving (CRES)
Partner:
  • Central Union of Municipalities of Greece (KEDE)
  • German Cooperative and Raiffeisen Confederation – reg. assoc.

Hintergrund

Das griechische Parlament hat das Gesetz 4513/2018 verabschiedet, mit dem die Kommunen das Recht erhalten, sich mit bis zu 40 % (50 % auf den griechischen Inseln) an Energiegemeinschaften zu beteiligen. Das Gesetz gibt den Kommunen ein wichtiges politisches Instrument an die Hand, um die im Aktionsplan für nachhaltige Energie (SEAP) festgelegten Ziele zu erreichen. Darüber hinaus haben die Kommunen auf der Grundlage des neuen Gesetzes jedoch auch die Möglichkeit, ihre Energiekosten zu senken, die Energieeffizienz ihrer Infrastruktur zu steigern und durch die Bereitstellung von kostengünstigen Energiedienstleistungen gegen Energiearmut vorzugehen.



Projekt

Das Projekt ENCREMENCO vermittelte Kommunen und lokalen Stakeholdern in Griechenland das notwendige Know-how, das Bewusstsein sowie die Kapazitäten, um das verabschiedete Gesetz über Energiegemeinschaften (L4513/2018) umzusetzen. Mit diesem Gesetz erhalten die griechischen Kommunen erstmals das Recht, sich an Energiegemeinschaften zu beteiligen, die ihren Energiebedarf aus erneuerbaren Energien decken und dazu Strom erzeugen, speichern, verteilen und liefern.

ENCREMENCO führte neun Kampagnen zu Energiegemeinschaften in allen griechischen Regionen durch. Im Rahmen dieser Initiative konnten griechische und deutsche Stakeholder Know-how und bewährte Praktiken austauschen. Die Kampagnen richteten sich jeweils an verschiedene Zielgruppen, darunter Gouverneur*innen und Bürgermeister*innen, Mitarbeitende der Kommunalverwaltung, Bürger*innen und Vertreter*innen der Zivilgesellschaft.

Das übergeordnet Ziel bestand darin, die griechischen Kommunen für eine Beteiligung an Energiegemeinschaften zu gewinnen, um die Nutzung von erneuerbaren Energien sowie Energiesparmaßnahmen voranzubringen. Das Projekt trug damit zur Verringerung des Treibhausgasausstoßes, zur Bekämpfung der Energiearmut sowie zur Förderung der Sozialwirtschaft und der allgemeinen Wohlfahrt bei.

Ergebnisse

  • Neues Wissen, mehr Kapazitäten: 670 Teilnehmende vertieften ihr Verständnis des griechischen Programms für Energiegemeinschaften und stärkten durch Austauschformate mit deutschen und europäischen Partnern ihre Kompetenzen zu erneuerbaren Energien. Auch lokale und regionale Behörden verbesserten dadurch ihre Fähigkeit, Klima- und Energieaktionspläne wirksam umzusetzen. 
  • Regionale Kampagnen: Informationskampagnen in neun Regionen – pandemiebedingt teils virtuell – adressierten regionale Bedarfe und motivierten lokale Behörden sowie weitere zentrale Akteurinnen, etwa Vertreterinnen kommunaler und regionaler Verwaltungen, Bürgerinnen und Mitglieder von Energiegemeinschaften, zivilgesellschaftliche Organisationen, Unternehmen, Fachakteurinnen aus dem Bereich erneuerbare Energien sowie wissenschaftliche und beratende Institutionen, sich stärker an der Nutzung erneuerbarer Energien und an Energiegemeinschaften zu beteiligen. 
  • Bürgerbeteiligung sichtbar gemacht: Acht Videos zu erfolgreichen Energiegemeinschaften in Deutschland machten die Vielfalt bürgerschaftlicher Beteiligung sichtbar und zeigten konkrete Praxisbeispiele für zur Aktivierung der Bevölkerung in der Energiewende. 

Letzte Aktualisierung: Januar 2026