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Hotels4Climate

Das Projekt ist abgeschlossen. Es förderte die Bereitstellung von Wissen, Instrumenten, Unterstützungsleistungen und Capacity Building zur Verringerung des Treibhausgasausstoßes im zypriotischen, griechischen und deutschen Hotelgewerbe.

Bewusstseinsbildung Kreislaufwirtschaft Nachhaltige Wirtschaft Tourismus

Beitragsbild

Infos zum Projekt

Länder:

Deutschland, Griechenland, Zypern

Dauer des Projekts:

10/19 - 09/21

Zielgruppen:

-

Fördersumme:

339.830,60 €

Kontakt

Kontakt:

Anthi Charalambous

Durchführende Organisationen:
  • Cyprus Employers and Industrialists Federation (OEB)
E-Mail:

-

Partner:
  • adelphi research gGmbH
  • Institute of Greek Tourism Confederation (INSETE)

Hintergrund

Der Tourismus ist sowohl für Griechenland als auch für Zypern einer der wichtigsten Wirtschaftszweige. Dadurch entfällt ein großer Teil des Energiebedarfs und der Treibhausgasemissionen auf das Hotelgewerbe. Zwar bemühen sich inzwischen viele Anbieter um eine Verringerung des Treibhausgasausstoßes, doch insbesondere kleine und mittlere Hotelbetriebe weisen in diesem Punkt nach wie vor großes Potenzial auf. Dieses kann jedoch nicht umfassend genutzt werden, weil die dafür erforderlichen Kapazitäten im Hotelgewerbe fehlen. Um dies zu ändern, unterstützte das Projekt die Hotelbetreiber*innen mit relevanten Wissensprodukten.

Durch die Verringerung der im Hotelgewerbe verursachten Treibhausgasemissionen trug das Projekt zu den nationalen Klimazielen Zyperns und Griechenlands bei. Die beiden Länder streben an, Treibhausgasemissionen in den nicht unter das Emissionshandelssystem fallenden Sektoren um 24 bzw. 16 Prozent zu verringern. 

Projekt

Das Projekt strebte eine Verringerung der vom Hotelgewerbe verursachten Treibhausgasemissionen an. Dabei liegt der Schwerpunkt auf Zypern und Griechenland. Erreicht werden sollte dieses Ziel durch Capacity Building, die Vermittlung von Kompetenzen und die Sensibilisierung für Potenziale und geeignete Maßnahmen zur Verringerung des Treibhausgasausstoßes. Darüber hinaus wurden der Wissensaustausch sowie die Vernetzung zwischen dem Hotelgewerbe und dem Finanzsektor gefördert.

Während der 23-monatigen Projektlaufzeit sind sieben Maßnahmen zur langfristigen Verringerung der Treibhausgasemissionen umgesetzt worden. Erstens förderte das Projekt den nachhaltigen Tourismus. Zweitens erschloss das Projekt Möglichkeiten zur Zusammenarbeit zwischen dem Hotelgewerbe und dem Finanzsektor. Drittens wurden im Rahmen von strukturierten Interviews die Merkmale des Hotelgewerbes in Zypern und Griechenland analysiert und die Ergebnisse in einem Bericht zusammengefasst. Viertens wählte das Projekt 40 Best-Practice-Beispiele aus Zypern, Griechenland und Deutschland aus und verbreitete sie weiter. Fünftens wurden Best-Practice-Workshops, Capacity Building, Vernetzungsveranstaltungen sowie Studienreisen in alle drei Länder durchgeführt, um das Bewusstsein für die Notwendigkeit und das Potenzial einer Verringerung der Treibhausgasemissionen zu schärfen. Sechstens bietete das Projekt über ein Informationsportal im Internet Zugang zu Wissensprodukten, bewährten Methoden und einem webbasierten Tool zur Ermittlung und Bewertung des Minderungspotenzials. Und schließlich förderte das Projekt den Dialog zwischen den Hauptakteur*innen, wodurch die Beteiligten gemeinsam die Erkenntnis gewannen, dass Treibhausgaseinsparungen ein wichtiger Teil einer umweltfreundlichen und nachhaltigen Tourismusbranche sind.

Erreicht wurden die Ziele des Projekts durch Maßnahmen zur Kapazitätsbildung, der Vermittlung von Kompetenzen sowie der Sensibilisierung für Potenziale zur Verringerung des Treibhausgasausstoßes. Photo: ©OEB

Ergebnisse

  • Sektor- und länderübergreifender Austausch: Zwischen 2019 und 2021 wurde ein deutsch-polnisches Netzwerk zur Weiterentwicklung der Elektromobilität aufgebaut, das Akteur*innen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft erstmals dauerhaft miteinander verband. In mehreren Treffen und Workshops nahmen insgesamt 200 Personen teil. Das Netzwerk wirkt bis heute als Brücke zwischen nationalen und kommunalen Entscheidungsträger*innen sowie Wirtschafts- und Industrieorganisationen und hat maßgeblich dazu beigetragen, Barrieren beim Ausbau der Elektromobilität sichtbar zu machen und abzubauen.  
  • Regionale Wirkungen in den Visegrád-Staaten: Das Projekt stärkte die Zusammenarbeit zur Elektromobilität in den Visegrád-Ländern (V4). Eine im Projekt erstellte Studie zum Stand und zu den Perspektiven der Elektromobilität wurde in ministeriellen Arbeitsgruppen der V4-Staaten vorgestellt und diente dort als fachliche Grundlage für Diskussionen zu regionalen Strategien. Auf Anregung des damaligen polnischen Ministers für Klima und Umwelt, Michał Kurtyka (Amtszeit 2019–2021), wurden die Ergebnisse beim Abschlusstreffen der polnischen V4-Präsidentschaft präsentiert – ein wichtiger Schritt, um Elektromobilität in den politischen Fokus der Region zu rücken. 
  • Aufklärung und Transparenz: Mit der polnischen Electro Mobility Map entstand das erste interaktive landesweite Tool mit monatlich aktualisierten Daten zu Elektrofahrzeugen und Ladeinfrastruktur. Es machte aktuelle Entwicklungen erstmals öffentlich sichtbar und nachvollziehbar. Nach Projektabschluss wurde das Tool vom Polnischen Verband für alternative Kraftstoffe weitergeführt – ein Hinweis darauf, dass die bereitgestellten Informationen als verlässlich, notwendig und institutionell relevant gelten. 
  • Politische Entscheidungsgrundlagen: Die Projektergebnisse verbesserten die Planungs- und Entscheidungsgrundlagen für polnische Entscheidungsträger*innen, insbesondere im Bereich Netzausbau. Die im Projekt genutzte Studie des Forum Energii analysiert Szenarien zur Elektromobilitätsentwicklung und deren Auswirkungen auf die polnischen Verteilernetze. Sie zeigt auf, dass die Kosten für Netzanpassungen überschaubar sind und dass parallel CO₂-Emissionen und Stromnachfrage reduziert werden können. Diese Erkenntnisse liefern eine konkrete Grundlage für Investitionen in Verteilernetze sowie für die kombinierte Planung von Ladeinfrastruktur und Photovoltaik.  

Letzte Aktualisierung: Februar 2026

Mehr zu diesem Projekt

Blog-Beiträge

news
21.10.2021

EUKI Projekt-Interview: Hotels4Climate

Publikationen

publications
06.04.2020

Studie: Financing Options to Support GHG Reductions in Cypriot and Greek Hotels