InventAir: Bestandsaufnahme zur Energiearmut und Unterstützung der Luftreinhaltung in Osteuropa

Das Projekt befasst sich mit den zahlreichen Auswirkungen von Energiearmut auf Umwelt und Klima und strebt die Entwicklung und Umsetzung von Strategien an, die auf eine Beseitigung der Energiearmut und die Reinhaltung der Luft in Osteuropa gerichtet sind. Langfristig soll das Projekt dazu beitragen, auf lokaler, nationaler und EU-Ebene Politiken und Maßnahmen zu gestalten, mit denen das Problem der Energiearmut und der Luftreinhaltung erfolgreich angegangen werden kann. Zu diesem Zweck ist vorgesehen, die Allgemeinheit für den Zusammenhang zwischen ineffizienten Heizpraktiken, wie sie in einem von Energiearmut geprägten Umfeld zu beobachten sind, und einer ausgeprägten Luftverschmutzung zu sensibilisieren.

Inhalte und Maßnahmen

Zwar gewinnt das Thema Energiearmut in allen Ländern der EU verstärkt an Bedeutung, doch ist es in Osteuropa besonders ausgeprägt. In vielen osteuropäischen Ländern können sich Haushalte mit geringem Einkommen den Wechsel von alten, ineffizienten Heizungsanlagen auf moderne Heiztechnik oder die Nutzung hochwertiger Brennstoffe nicht leisten. Dadurch verschlechtert sich die Luftqualität während der Heizperiode teilweise dramatisch. Dadurch, dass genaue Daten zu den Mengen und der Qualität der Brennstoffe fehlen, ist es schwierig, die Auswirkungen des Heizens auf Umwelt, Klima und Gesundheit realistisch einzuschätzen. InventAir will dieses Problem angehen und einen methodischen Rahmen für eine Bestandsaufnahme der Energiearmut entwickeln. Gleichzeitig sollen Knowhow und Erfahrungen weitergegeben und kommunale Roadmaps für den Austausch von Holzöfen und anderen veralteten Heiztechnologien entwickelt werden. Diese Roadmaps sollen in der gesamten EU als wirkungsvolle politische Instrumente gegen Energiearmut und Luftverschmutzung eingesetzt werden.

Foto: Ina Karova, EAP

Hintergrund

Sowohl in Bulgarien als auch in Slowenien besteht ein enger Zusammenhang zwischen Energiearmut und der Tatsache, dass viele Haushalte nicht in der Lage sind, ihre Wohnungen ausreichend zu beheizen. Viele einkommensschwache Haushalte leben nicht nur in schlechten Wohnverhältnissen, sondern sind zum Heizen auch auf qualitativ minderwertige Brennstoffe wie Holz und Kohle angewiesen. Diese werden in primitiven Öfen verbrannt, die aufgrund von fehlenden Standards und Vorschriften nach wie vor verkauft werden. Die veralteten Heiztechnologien sind eine der Hauptursachen für die Luftverschmutzung in und außerhalb der Wohnungen. Dieses Problem kann dadurch gelöst werden, dass die Kommunen gemeinsame Maßnahmen gegen die Energiearmut bedarfsgerecht planen und effektive Strategien zur Verringerung der Luftverschmutzung entwickeln.

Projektdaten

Stand: November 2018

Länder: Bulgarien, Deutschland, Slowenien

Projektdauer: 09/18 - 04/19

Fördersumme: 100.833 €

Zielgruppen: Experten, Regierungen, Regionale Entscheidungsträger, Städte und Gemeinden

Durchführende Organisation:

Projektpartner:
Deutsche Umwelthilfe (DUH), FOCUS Association for Sustainable Development (FOCUS)

Projekt Webseite: inventair-project.eu

Ansprechpartnerin

Frau Ina Karova

Organisation: Energy Agency of Plovdiv

Addresse:
139 Ruski Blvd
Plovdiv 4000

Email: ina.karovaeap-save.eu

Tel: +359 32 625 755

EUKI

Die Europäische Klimaschutzinitiative (EUKI)

Das Projekt ist Teil des Ideenwettbewerbs der Europäischen Klimaschutzinitiative (EUKI). Die EUKI ist ein Finanzierungsinstrument des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU). Der EUKI-Ideenwettbewerb wird von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH umgesetzt. Übergeordnetes Ziel der EUKI ist die Förderung der Zusammenarbeit innerhalb der Europäischen Union (EU) zur Senkung von Treibhausgasemissionen.

Weitere Informationen über EUKI: www.euki.de