Plattform für klimafreundliche Grundstoffe: Unterstützung des Wandels in Mittel- und Südeuropa

Die Plattform will einen Beitrag dazu leisten, dass die EU und ihre Mitgliedstaaten eine gemeinsame Auffassung zu konkreten strategischen Optionen und gemeinsamen politischen Maßnahmen entwickeln. Zu diesem Zweck soll sie einen fruchtbaren Erfahrungsaustausch fördern, dessen Ergebnisse in die verschiedenen nationalen Entscheidungsprozesse einfließen. Außerdem wird die Plattform relevante wissenschaftliche Erkenntnisse als Grundlage für eine erfolgreiche Umsetzung, industrielle Innovationen und evidenz-basierte Entscheidungen bereitstellen. Zwar lag der Fokus der Plattform bislang auf Nordwesteuropa, doch strebt das Projekt nun eine Unterstützung der Länder in Süd-, Mittel- und Osteuropa an.

Inhalte und Maßnahmen

Das Projekt plant, politische Entscheidungsträger, Vertreter der Industrie, Praktiker auf dem Gebiet einer klimafreundlichen Industrieproduktion sowie Wissenschaftler aus dem Bereich der angewandten Forschung starker miteinander zu vernetzen. Auf diese Weise soll bei den wichtigsten Akteuren eine gemeinsame Auffassung darüber entstehen, welche Beiträge von wem benötigt werden, damit die Grundstoffbranche klimafreundlich wird. Dazu stellt das Projekt geeignete „Wissensmaterialien“ zur Verfügung und wird im Rahmen der politischen Diskurse auf nationaler und EU-Ebene damit beginnen, ein Anreizportfolio einschließlich der dafür erforderlichen Instrumente zu entwickeln, um in ausgewählten Teilbereichen der Branche auf breiter Basis die Nutzung von klimafreundlichen Lösungen herbeizuführen. Gleichzeitig möchte das Projekt erste Erkenntnisse im Hinblick auf geeignete Strukturen und eine effektive Koordination der Innovationsfinanzierung liefern, um so einen Beitrag zum Umbau der Grundstoffbranche zu leisten.

Insbesondere ist vorgesehen: i) in Polen, Spanien und Ungarn nationale Runde Tische mit Vertretern aus der Industrie, der Regierung, der Wissenschaft sowie mit anderen relevanten Stakeholdern ins Leben zu rufen; ii) einen Europäischen Runden Tisch zum Thema einer inklusiven Transformation einzuberufen; iii) die wissenschaftlichen Forschungsergebnisse und hochrangigen landesspezifischen Debatten in konkrete Materialien (z. B. Rund-Tisch-Briefings) zu überführen; iv) die an den nationalen Runden Tischen und dem Europäischen Runden Tisch gewonnenen Erkenntnisse in einer Form zusammenzufassen, die auch für ein breiteres, politisch interessiertes Publikum geeignet ist, um so eine gemeinsame Grundlage für nationale und europäische Debatten zu legen.

Luftverschmutzung durch Industrieanlagen

Luftverschmutzung durch Industrieanlagen Foto: Pexels

Hintergrund

Weltweit erzeugt die Produktion von Grundstoffen 30 Prozent des Treibhausgasausstoßes. Dennoch sind der Umfang und die Erfolge der Minderungsmaßnahmen bislang überschaubar. Zwar gehen die BAU-Investitionen aufgrund der Sorge um gestrandete Vermögenswerte zurück, doch sind die politischen Rahmenbedingungen zur Förderung von klimafreundlichen Innovationen und Investitionen noch unzureichend. Diese Herausforderungen sind vor allem für Süd-, Mittel- und Osteuropa relevant. Daher gilt es, ein gemeinsames Verständnis der möglichen Entwicklungsperspektiven einschließlich der neuen Technologien, Materialien und Methoden zu entwickeln und zu ermitteln, welche Voraussetzungen und Gegebenheiten klimafreundliche Innovationen und Investitionen begünstigen. Ferner muss über die Chancen und Risiken diskutiert werden, die mit der Umsetzung von politischen Maßnahmen verbunden sind, sowie über die Möglichkeiten, um die vorhandenen (und darüber hinaus weitere) politische Instrumente auf nationaler und europäischer Ebene weiterzuentwickeln und anzuwenden.

Projektdaten

Stand: Dezember 2018

Länder: Deutschland, Polen, Spanien, Ungarn

Projektdauer: 09/18 - 04/19

Fördersumme: 99.622 €

Zielgruppen: Experten, Forschungseinrichtungen, Regierungen, Unternehmen, Wirtschaftsverbände

Durchführende Organisation:
Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin)

Projektpartner:
REKK Foundation for Regional Policy Co-operation in Energy and Infrastructure, The Institute of Research in Technology of Comillas University, WiseEuropa

Projekt Webseite: diw.de/en/diw_01.c.599...

Ansprechpartnerin

Frau Dr. Olga Chiappinelli

Organisation: Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin)

Addresse:

Mohrenstrasse 58
10117 Berlin
Deutschland

Email: ochiappinellidiw.de

Tel: +49 30 89789 425

EUKI

Die Europäische Klimaschutzinitiative (EUKI)

Das Projekt ist Teil des Ideenwettbewerbs der Europäischen Klimaschutzinitiative (EUKI). Die EUKI ist ein Finanzierungsinstrument des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU). Der EUKI-Ideenwettbewerb wird von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH umgesetzt. Übergeordnetes Ziel der EUKI ist die Förderung der Zusammenarbeit innerhalb der Europäischen Union (EU) zur Senkung von Treibhausgasemissionen.

Weitere Informationen über EUKI: www.euki.de