Green Rural Deal

Das Projekt gibt den Bewohner*innen ländlicher Gebiete in Griechenland, Serbien und im Kosovo die Möglichkeit gemeinsam Projekte, Methoden und Instrumente zur nachhaltigen Entwicklung ihrer Heimatregionen zu entwickeln.

Hintergrund

In den ländlichen Regionen Europas stehen Kommunen beim Wandel hin zu mehr Nachhaltigkeit vor anderen Herausforderungen als städtische Gebiete: Sie sind oft sowohl mit einer sinkenden Einwohnerzahl und einer Überalterung der Gesellschaft als auch mit einem Fachkräftemangel bei gleichzeitig hoher Arbeitslosigkeit konfrontiert. In Anbetracht dieser Umstände ist der Zielkonflikt zwischen der Schaffung von Arbeitsplätzen und der Rettung des Klimas geradezu vorprogrammiert. Der Green Rural Deal unterstützt Kommunen im ländlichen Raum beim Aufbau der für eine Transformation notwendigen Kapazitäten sowie bei der Entwicklung von Lösungen für eine kohlenstofffreie Wirtschaft.

Landschaft in Kamenica, Kosovo.

Landschaft in Kamenica, Kosovo. Foto: (c) Blerim Demolli

Projekt

Für eine erfolgreiche Nachhaltigkeitsstrategie sind verlässliche Daten zwingend erforderlich. Deshalb unterstützt das Projekt lokale Interessenvertreter*innen in Westmazedonien (Griechenland), Kamenica (Kosovo) und Priboj (Serbien) bei der Erfassung und Bewertung wichtiger sozioökonomischer Daten, die für den Wechsel zu einer kohlenstofffreien Wirtschaft entscheidend sind. Anschließend entwickeln dieselben regionalen Interessenvertreter*innen Veranstaltungen und Formate, wie beispielsweise eine Studienreise nach Deutschland. Die Projektpartner entwickeln Instrumente, um regionale Strategien zur Wirtschaftsentwicklung mit den Klimazielen in Einklang zu bringen. Basierend auf den in den drei Zielregionen gewonnenen Erkenntnissen, entwickelt das Projekt Empfehlungen für andere ländliche Regionen, die sich in einer ähnlichen Lage befinden. Abschließend entwickeln die Projektpartner politische Strategien, um die Belange ländlicher Regionen auf den höheren Regierungsebenen ins Bewusstsein zu rücken.

Ausblick auf Priboj, Serbien.

Ausblick auf Priboj, Serbien. Foto: (c) RES Foundation

Projektdaten

Stand: April 2021

Länder: Deutschland, Griechenland, Kosovo, Serbien

Projektdauer: 10/20 - 12/22

Fördersumme: 574.738 €

Zielgruppen: Regionale Entscheidungsträger, Städte und Gemeinden

Durchführende Organisation:
Wuppertal Institut für Klima Umwelt und Energie gGmbH

Projektpartner:
Balkan Green Foundation (BGF), Germanwatch e.V., Regionaler Verband der Kommunalverwaltungen Westmazedoniens, RES Foundation

Ansprechpartner

Herr Timon Wehnert

Organisation:
Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH

Adresse:
Döppersberg 1
42103 Wuppertal
Deutschland

Email:
timon.wehnertwupperinst.org

EUKI

Die Europäische Klimaschutzinitiative (EUKI):

Potsdamer Platz 10,
10117 Berlin – Deutschland
Tel.: +49 (0)30 338424 570
infoeuki.de

Die Europäische Klimaschutzinitiative (EUKI)

Das Projekt ist Teil der Europäischen Klimaschutzinitiative (EUKI). Die EUKI ist ein Finanzierungsinstrument des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU). Übergeordnetes Ziel der EUKI ist die Förderung der Zusammenarbeit innerhalb der Europäischen Union (EU) zur Senkung von Treibhausgasemissionen.

Weitere Informationen über EUKI: www.euki.de