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Eine klimafreundlichere Schulverpflegung in Kroatien und Estland.

Hintergrund

Die Produktion von Lebensmitteln hat einen erheblichen Anteil an den Treibhausgasemissionen. Dies wird deutlich, wenn man sich die Schulverpflegung in den Zielländern anschaut: In estnischen Schulen werden pro Jahr rund 36 Millionen Mahlzeiten ausgegeben, wodurch 43.000 Tonnen CO2 verursacht werden. In Kroatien werden bei einer wesentlich höheren Einwohnerzahl circa 125 Millionen Mahlzeiten pro Jahr ausgegeben, was einem Ausstoß von 150.000 Tonnen CO2 entspricht.  In Anbetracht der enormen Menge an Schulessen ist die Verpflegung an Schulen ein zentraler Ansatzpunkt zur Reduzierung von Emissionen bei der Produktion von Lebensmitteln. Vorläuferprojekte in Deutschland und Polen haben gezeigt, dass Maßnahmen, wie die Verwendung klimafreundlicher Zutaten, der Einsatz von und die Investition in energieeffiziente Technik sowie die Reduzierung von Lebensmittelabfällen, die Emissionen um 40 Prozent senken.

Projekt

Das Projekt bietet den Leiter*innen von Schulküchen, Schuldirektor*innen und Gemeindevertreter*innen in Kroatien und Estland das notwendige Know-how für eine nachhaltigere Essensversorgung. Zu diesem Zweck wird die aktuelle Klimaeffizienz der Schulküchen analysiert, und die Teilnehmer*innen werden beraten, wie sie diese verbessern können. Darüber hinaus werden die einzelnen Schulen mit praktischen Maßnahmen, wie der Entwicklung von Speiseplänen mit Gerichten aus regionalen Zutaten und entsprechenden Schulungen des Küchenpersonals, unterstützt. Von großer Bedeutung ist auch, dass das Projekt zudem einen organisatorischen Rahmen für alle Fragen zum Thema klimafreundliche Schulverpflegung bietet und dadurch eine effiziente Kommunikation aller Beteiligten ermöglicht. Das Projekt organisiert vier regionale Workshops, bei denen die Teilnehmer*innen ihr Fachwissen und Best-Practice-Beispiele für die Verwendung nachhaltiger Zutaten und den Austausch veralteter Geräte weitergeben. Um die Verbreitung des erworbenen Wissens zu gewährleisten, werden Konferenzen sowohl auf nationaler als auch auf europäischer Ebene organisiert. Damit leistet das Projekt einen Beitrag zur stärkeren Einbeziehung von Nachhaltigkeitsaspekten in der Lebensmittelproduktion in nationale und europäische Klimaschutzstrategien.

Der Energieaufwand zur Vorbereitung der Mahlzeiten wird gemessen.

Der Energieaufwand zur Vorbereitung der Mahlzeiten wird gemessen. (c) KüBe CAES

Projektdaten

Stand: Januar 2021

Länder: Estland, Kroatien

Projektdauer: 09/21 - 12/22

Fördersumme: 262.764 €

Zielgruppen: Bildungseinrichtungen, Experten, Schulen, Städte und Gemeinden, Zivilgesellschaft

Durchführende Organisation:
IZT - Institute for Futures Studies and Technology Assessment

Projektpartner:
Estonian Green Movement / Friends of the Earth Estonia, RED FORK j.d.o.o. for research and development in biotechnology

Projekt Webseite:
Deutsche Webseite
Englische Webseite
Kroatische Webseite
Estnische Webseite

Ansprechpartner

Herr Malte Scmidthals

Organisation: IZT – Institute for Futures Studies and Technology Assessment

Adresse:
Schopenhauer Straße 26
14129 Berlin
Deutschland

Email: m.schmidthalsizt.de

EUKI

Die Europäische Klimaschutzinitiative (EUKI):

Potsdamer Platz 10,
10117 Berlin – Deutschland
Tel.: +49 (0)30 338424 570
infoeuki.de

Die Europäische Klimaschutzinitiative (EUKI)

Das Projekt ist Teil der Europäischen Klimaschutzinitiative (EUKI). Die EUKI ist ein Finanzierungsinstrument des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU). Übergeordnetes Ziel der EUKI ist die Förderung der Zusammenarbeit innerhalb der Europäischen Union (EU) zur Senkung von Treibhausgasemissionen.

Weitere Informationen über EUKI: www.euki.de