Das Projekt ist abgeschlossen. Ziel war es, durch eine effizientere Kreislaufwirtschaft in der Baubranche in Polen, Slowenien und Tschechien den Verbrauch natürlicher Ressourcen zu minimieren und den Klimawandel einzudämmen.
Energiewende und klimaneutrale Gebäude Gebäude Kreislaufwirtschaft
Deutschland, Polen, Slowenien, Tschechische Republik
12/22 - 03/25
Öffentlicher Sektor, Privatsektor, Nationale Regierungen, Regionale Regierungen
853.871,72 €
Barbora Vlasata
In Polen, Slowenien und der Tschechischen Republik werden die meisten Abfälle der Bauindustrie auf Deponien gelagert und nicht recycelt. In der Baubranche können jedoch bis zu 70 Prozent der Abbruchabfälle wiederverwertet werden. Die Abfallrahmenrichtlinie der Europäischen Kommission soll daher eine ökologisch sinnvolle Bewirtschaftung dieser Abfälle sicherstellen. In der Folge verringern sich nicht nur der unnötige Verbrauch natürlicher Ressourcen und der Ausstoß von Treibhausgasen, dieser Schritt führt zudem ein klima- und ressourcenschonendes Modell der Kreislaufwirtschaft im Bausektor ein. Dieses Modell soll Abfälle und Emissionen minimieren, indem der Bedarf an neuen Materialien und Herstellungsprozessen durch engere Materialkreisläufe im Bauwesen verringert wird.
Mülltrennung vor dem Recycling in Manchester, UK, Foto: ©ismwaste | Unsplash
Das Projekt setzte bewährte Praktiken aus Deutschland im Bauwesen im Bereich Kreislaufwirtschaft in Polen, Slowenien und Tschechien um. Zunächst wurden Regionalregierungen, Kommunen und die wichtigsten Akteure der Branche, wie politische Entscheidungsträger*innen, Architekt*innen, Bauunternehmer*innen, Investor*innen und Stadtplanungsbehörden für Kreislaufprozesse im Bauwesen sensibilisiert. Konkret beriet das Projektteam Investor*innen, wie sie die Grundsätze der Kreislaufwirtschaft im öffentlichen Beschaffungswesen stärken konnten. Außerdem bot es Architekt*innen und Stadtplanungsbehörden Best Practices und Unterstützung bei der Planung von Gebäuden mit recycelten Materialien. So wurde die Bauindustrie angeregt, Sekundärmaterialien zu verwenden, das heißt recycelte Materialien, die in Fertigungsprozessen eingesetzt werden konnten. Auch wurden immer mehr Materialien für die Wiederverwendung und das Recycling gesammelt. Das Projekt orientierte sich dabei an bewährten Verfahren aus Deutschland. Alles in allem trug dies zur Eindämmung des Klimawandels und zur Versorgungssicherheit im Bausektor bei.
Letzte Aktualisierung: April 2026