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Verteilung der CO2-Preislast in MOE

Abmilderung der negativen Auswirkungen von CO2-Bepreisung in mittel- und osteuropäischen Ländern

Hintergrund

Die Bepreisung von Kohlenstoff ist der Eckpfeiler der EU-Politik zur Bekämpfung des Klimawandels und zur Erreichung von Klimaneutralität bis 2050. Obgleich sie ein effektives Instrument ist, geht sie auch mit einer unerwünschten Verteilungswirkung einher, bei der die angestrebten Vorteile gleichzeitig wirtschaftliche und soziale Nachteile für einige EU-Bürger*innen bedeuten. Dies hat in einigen Regionen zu einer eher skeptischen Haltung gegenüber dem Dekarbonisierungsprozess der EU geführt. Dies gilt auch für Mittel- und Osteuropa (MOE), eine Region mit kohlenstoffintensiven Volkswirtschaften und einer stark von Energiearmut geprägten Bevölkerung. Für eine einheitliche und fortschrittliche Agenda in den EU-Ländern müssen die Entscheidungsträger*innen Lösungen zur Abfederung der negativen Auswirkungen der Kohlenstoffbepreisung finden.

Projekt Team Energy Policy Group

Projekt Team; Photo: © Energy Policy Group

Projekt

Um Lösungen zu entwickeln, ist ein gründliches Verständnis der Verteilungswirkung der Kohlenstoffbepreisung und der Wechselwirkungen zwischen Klimapolitik und Energiearmut unerlässlich. Zu diesem Zweck führt das Projektteam eine Studie über die Auswirkungen steigender Kohlenstoffpreise auf wirtschaftlich vulnerable Gruppen durch. Sie konzentriert sich auf vier osteuropäische EU-Mitgliedstaaten (Bulgarien, Ungarn, Polen und Rumänien), die überdurchschnittlich stark von fossilen Brennstoffen abhängig und von Energiearmut betroffen sind.

Die Studie untersucht verschiedene Aspekte der Verteilungseffekte, wie zum Beispiel die Preisentwicklung, die Art und Weise, wie Verbraucher*innen sich daran anpassen, und welche Folgen die CO2-Bepreisung für den Arbeitsmarkt mit sich bringt (insbesondere in kohlenstoffintensiven Sektoren).

Auf Grundlage der Ergebnisse gibt das Projektteam Empfehlungen dazu ab, wie politische Entscheidungsträger*innen die negativen Auswirkungen einer Kohlenstoffsteuer abfedern können, beispielsweise durch eine Umverteilung zusätzlicher Steuereinnahmen. So können Regierungen soziale Gerechtigkeit herstellen und den sozialen Schutz für gefährdete Gruppen optimieren. Um eine fundierte Debatte über die Wechselwirkung zwischen Klimapolitik und Energiearmut zu fördern, führt das Projektteam mit relevanten Akteuren auf nationaler und EU-Ebene öffentliche Konsultationen zu den wichtigsten Ergebnissen durch. Das Projektteam koordiniert seine Aktivitäten mit dem EUKI-Projekt Sozialgerechte CO2-Preispolitik in MOE.

Projektdaten

Stand: March 2022

Länder: Bulgarien, Deutschland, Polen, Rumänien, Ungarn

Projektdauer: 10/21 - 09/23

Fördersumme: 548.055 €

Zielgruppen: Politik, Regierungen, Städte und Gemeinden, Zivilgesellschaft

Durchführende Organisation:
CEEweb for Biodiversity, Energy Policy Group (EPG)

Projektpartner:
Center for the Study of Democracy (CSD), Habitat for Humanity International Hungary Non-profit LLC (HFHI HU), ideas into energy gGmbH, Institute for Structural Research (IBS)

Projekt Webseite: -

Ansprechpartner

Herr Radu Dudau

Organisation:

Energy Policy Group (EPG)

Adresse:

Fibrei Street 18-24 Ap. B1

020342 Bucharest

Rumänien

Email:
officeenpg.ro

EUKI

Das Projekt ist Teil des Ideenwettbewerbs der Europäischen Klimaschutzinitiative (EUKI). Die EUKI ist ein Finanzierungsinstrument des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK). Der EUKI-Ideenwettbewerb wird von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH umgesetzt. Übergeordnetes Ziel der EUKI ist die Förderung der Zusammenarbeit innerhalb der Europäischen Union (EU) zur Senkung von Treibhausgasemissionen.

Kontakt

Europäische Klimaschutzinitiative (EUKI)
Potsdamer Platz 10,
10117 Berlin – Deutschland

Tel.: +49 (0)30 338424 570
infoeuki.de