Energetische Gebäudesanierung in Rumänien und Bulgarien – Stärkung von Zivilgesellschaft und Politik (Our Buildings)

Das EU-Paket „Saubere Energie“ sieht Veränderungen im Hinblick auf die Klimaberichterstattung und die Formulierung von Integrierten Nationalen Energie- und Klimaplänen (NECPs) und langfristigen Strategien zur energetischen Sanierung des Gebäudebestands bis 2050 vor. In diesem Zusammenhang sollen Capacity Building und Wissenstransfer gefördert werden, um die Kommunen und die Zivilgesellschaft dazu zu befähigen, Gebäudesanierungsstrategien in die örtlichen und nationalen Energie- und Klimaschutzpläne zu integrieren.

Inhalte und Maßnahmen

Das Projekt versetzt die Zielgruppen in die Lage, die Anforderungen des EU-Pakets „Saubere Energie“ zu erfüllen, und schafft gleichzeitig in Rumänien und Bulgarien einen bleibenden Nutzen. So ist vorgesehen, den Austausch zwischen den beiden Ländern zu verbessern und die Projektergebnisse in ganz Südosteuropa zu verbreiten. Dadurch stärkt das Projekt die Kapazitäten der lokalen Akteure im Hinblick auf die Verbesserung von NECSPs, die Entwicklung einer stimmigen Politik und die Erreichung gemeinsamer Ziele. Außerdem unterstützt das Projekt eine effektive Governance, führt Schulungen für öffentlich Bedienstete auf lokaler und nationaler Ebene durch und schafft die Voraussetzungen dafür, dass die Zivilgesellschaft sowie nationale Stakeholder proaktiv zu den NECPS beitragen können.

Bei Projekteende soll die Beteiligung der Zivilgesellschaft und der Stakeholder an der Entwicklung und Umsetzung von Aktionsplänen zur energetischen Gebäudesanierung zugenommen haben. Gleichzeitig sollen die Begünstigten in der Lage sein, vorhandene Netzwerke zu stärken und neue aufzubauen. Die Zielgruppen werden über die Änderungen informiert, die das EU-Paket „Saubere Energie“ für alle Europäer mit sich bringt, und werden im Hinblick auf die Integration von Sanierungsstrategien in Energie- und Klimaschutzpläne geschult. Ferner werden die Projektpartner den Kontakt zu öffentlich Bediensteten und anderen Stakeholdern suchen, 50 öffentlich Bedienstete und Stakeholder in 10 Kommunen schulen und die Entwicklung von mindestens 10 kommunalen Sanierungsstrategien unterstützen.

Skizze zu Die Bedeutung von Sanierungsstrategien für den Bausektor

Die Bedeutung von Sanierungsstrategien für den Bausektor. Quelle: EmBuild. Designer: Visuality.

Hintergrund

In ganz Europa fällt es den politisch Verantwortlichen auf regionaler und kommunaler Ebene schwer, Maßnahmen zur energetischen Gebäudesanierung zu fördern. Insbesondere die lokalen Akteure stehen bei der Entwicklung und Umsetzung von Sanierungsstrategien und Klimaschutzplänen vor zahlreichen Herausforderungen. Dazu zählen unter anderem die Tatsache, dass die Lokalregierungen kaum in nationale Planungsprozesse eingebunden werden und dass ihnen die Kapazitäten fehlen, um sich in die Entwicklung von nationalen Strategien einzubringen oder eigene, lokale Strategien zu entwickeln. Darüber hinaus verfügen die Lokalregierungen nicht über die notwendigen finanziellen Mittel und Fachkenntnisse. Diese Herausforderungen sind in Bulgarien und Rumänien – den Zielländern des Projekts – besonders ausgeprägt. Beide Länder sind durch einen vergleichbaren Gebäudebestand gekennzeichnet, der zu einem großen Teil aus heruntergekommenen sozialistischen Plattenbauten und energetisch ineffizienten Einfamilienhäusern besteht, die für einen großen Teil der Luftverschmutzung und des CO2-Ausstoßes der beiden Länder verantwortlich sind.

Projektdaten

Stand: Dezember 2018

Länder: Bulgarien, Rumänien

Projektdauer: 09/18 - 12/20

Fördersumme: 410.578 €

Zielgruppen: Regierungen, Regionale Entscheidungsträger, Städte und Gemeinden, Zivilgesellschaft

Durchführende Organisation:
Buildings Performance Institute Europe (BPIE)

Projektpartner:
Center for Energy Efficiency (EnEffect), Energy Cities Romania (OER)

Projekt Webseite: bpie.eu/

Ansprechpartner

Frau Sibyl Steuwer

Organisation: BPIE

Email: germanybpie.eu

EUKI

Die Europäische Klimaschutzinitiative (EUKI):

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Die Europäische Klimaschutzinitiative (EUKI)

Das Projekt ist Teil des Ideenwettbewerbs der Europäischen Klimaschutzinitiative (EUKI). Die EUKI ist ein Finanzierungsinstrument des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU). Der EUKI-Ideenwettbewerb wird von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH umgesetzt. Übergeordnetes Ziel der EUKI ist die Förderung der Zusammenarbeit innerhalb der Europäischen Union (EU) zur Senkung von Treibhausgasemissionen.

Weitere Informationen über EUKI: www.euki.de