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Nachhaltige Finanzierung für die industrielle Dekarbonisierung

Die industrielle Dekarbonisierung in der Tschechischen Republik, Ungarn, Polen und der Slowakei vorantreiben.

Hintergrund

Die Visegrád-Gruppe (V4), zu der die Tschechische Republik, Ungarn, Polen und die Slowakei gehören, hinkt bei der Dekarbonisierung der Industrie derzeit hinterher. Die vier Länder müssen ihre Anstrengungen auf die stark emittierenden Industrien konzentrieren, wenn sie die nationalen und die EU-Klimaziele erreichen wollen. Allerdings haben die Vertreter*innen aus Politik, Wirtschaft und Finanzwesen noch immer nicht die notwendigen Fachkenntnisse, Finanzierungsmechanismen und politischen Anreize.

Landschaftspark Duisburg Nord

Industrielle Sehenswürdigkeit Landschaftspark Nord in Duisburg ; Foto: © pixabay

Projekt

Das Projektteam stellt Vertreter*innen der emissionsintensiven Industrien, von Finanzinstituten und politischen Entscheidungsträger*innen das notwendige Wissen zur Verfügung, um Dekarbonisierungsmaßnahmen in den Zielländern zu fördern und voranzutreiben. Zu diesem Zweck führt das Team mehrere Aktivitäten durch, wobei es sich in allen Phasen eng mit der Zielgruppe abstimmt. Zunächst führt es eine Grundlagenstudie über den Stand der industriellen Dekarbonisierung in den V4-Ländern durch. Auf dieser Grundlage entwickelt es einen Plan für politische und Finanzierungsmaßnahmen für Investor*innen und politische Entscheidungsträger*innen, mit dem diese die nötigen Schritte zur Einleitung der Dekarbonisierung ergreifen können. Darüber hinaus können Wirtschaftsvertreter*innen an Workshops und Informationsveranstaltungen teilnehmen und Kenntnisse sowie Fähigkeiten in den Bereichen Klimawandel, Dekarbonisierung, Klimapolitik und nachhaltige Finanzierung erlangen. Im Rahmen einer Konferenz und über ein Online-Portal erhält die Zielgruppe einfachen Zugang zu Informationen über den industriellen Wandel sowie über Finanzierungsmöglichkeiten und ‑instrumente. Die Maßnahmen dienen zum einen dazu, Entscheidungsträger*innen das nötige Wissen zu vermitteln. Zum anderen fördern sie die Kommunikation, Zusammenarbeit und Vernetzung der Teilnehmenden. Diese können Ideen und bewährte Vorgehensweisen austauschen und gemeinsam eine kritische Masse bilden, die dafür Sorge trägt, dass Politiker*innen geplante Dekarbonisierungsmaßnahmen auch wirklich umsetzen. Eine „Industrie-Taskforce“ in jedem Land versammelt Mitglieder aus verschiedenen Sektoren und geografischen Gebieten, die sich zu Netto-Null-Zielen verpflichten, eine Vorreiterrolle für das weitere Projekt übernehmen und die Dekarbonisierungsagenda fördern. Mittel- bis langfristig tragen diese Aktivitäten somit zur Entwicklung von dekarbonisierungsorientierten Richtlinien und regulatorischen Rahmenwerken in der V4-Region bei.

Projektdaten

Stand: April 2022

Länder: Polen, Slowakei, Tschechische Republik, Ungarn

Projektdauer: 10/21 - 12/23

Fördersumme: 532.499 €

Zielgruppen: Experten, Politik, Regierungen

Durchführende Organisation:
EUROPEUM Institute for European Policy

Ansprechpartner

Herr Vladimir Bartovic

Organisation:
EUROPEUM Institute for European Policy

Adresse:
Staroměstské náměstí 4/1
110 00 Prag 1, Tschechische Republik

Email:
vbartoviceuropeum.org

EUKI

Das Projekt ist Teil des Ideenwettbewerbs der Europäischen Klimaschutzinitiative (EUKI). Die EUKI ist ein Finanzierungsinstrument des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK). Der EUKI-Ideenwettbewerb wird von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH umgesetzt. Übergeordnetes Ziel der EUKI ist die Förderung der Zusammenarbeit innerhalb der Europäischen Union (EU) zur Senkung von Treibhausgasemissionen.

Kontakt

Europäische Klimaschutzinitiative (EUKI)
Potsdamer Platz 10,
10117 Berlin – Deutschland

Tel.: +49 (0)30 338424 570
infoeuki.de