Die Landschaft der Klimafinanzierung: Dialog über Finanzflüsse im Klimaschutz in Mitteleuropa

Das Projekt verankert klimabezogene Finanzanalysen verstärkt in den strategischen Entscheidungsprozessen von polnischen Politikern, Investoren und Führungskräften. Dies geschieht durch die Einrichtung eines Dialogs zwischen nationalen und internationalen Akteuren des öffentlichen und des privaten Sektors.

Inhalte und Maßnahmen

Der Übergang zu einer kohlenstoffarmen Volkswirtschaft erfordert eine beispiellose Umstellung der Finanzmittelströme zu Gunsten von nachhaltigen Investitionen. Das Projekt zielt darauf ab, eine strategische Sichtweise zu fördern. Dabei verstehen die Implementierungspartenr Investitionen als klimawandelbedingte finanzielle Herausforderungen. Der Schwerpunkt der Projektmaßnahmen liegt in Polen. Doch auch aus Deutschland und Frankreich werden Erfahrungen beigesteuert.

Das Hauptziel des Projekts besteht darin, den Erfahrungsaustausch zwischen Politik, Experten, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zu unterstützen und auf diesem Weg die Bewertung und Gestaltung der inländischen Investitionsbedingungen im Sinne der Klimafinanzierung zu verbessern. Darüber hinaus soll das Bewusstsein dafür geschärft werden, welche Finanzierungsinstrumente zur Erreichung der klimapolitischen Ziele sowie zur Förderung des Übergangs zu einer emissionsarmen Volkswirtschaft zur Verfügung stehen. Außerdem fördert das Projekt Verfahren, die sich bewährt haben, um das derzeitige Investitionsniveau zu bewerten und einen Anstieg des Volumens an nachhaltigen Finanzmittelströmen zu fördern. Gleichzeitig prüfen die Projektpartner, inwieweit im Rahmen der nationalen Klimastrategien Potenzial für die Einführung von vorausschauenden Analysen und Investitionsplänen besteht.

Glühbirne, in der Pflanze wächst

Foto: https://www.pexels.com/photo/clear-light-bulb-planter-on-gray-rock-1108572/

Hintergrund

Das Projekt baut auf einem erfolgreichen französischen Vorhaben auf. Dieses vermittelt einen detaillierten Überblick über die Klimafinanzierung und verknüpft Erkenntnisse eng mit den nationalen Strategieentwicklungs- und Planungsprozessen. Damit schließt das Projekt eine Wissenslücke, mit der viele politischen Diskussionen innerhalb der EU-Mitgliedsstaaten behaftet sind. Die umfassende und gezielte Dokumentation und Beobachtung der Klimafinanzierung sowie die Bewertung von ökologischen Investitionen is häufig nicht ausreichend.

Eine solche Wissenslücke ist auch für Polen und Deutschland festzustellen. In Frankreich kann das Projekt dagegen auf vorhandenen Daten aufbauen und die entsprechenden Ergebnisse mit den Einschätzungen zur Finanzierung des künftigen Investitionsbedarfs verknüpfen. Durch eine Detailanalyse der klimabezogenen Investitionen und Finanzmittelströme lassen sich notwendige Erkenntnisse darüber gewinnen, wie sich die Finanzmittelströme letztendlich auswirken. Darüber hinaus bietet eine solche Analyse die Möglichkeit, die Anreize, die in den klimapolitischen Rahmenbedingungen der EU und der Mitgliedstaaten zur Förderung von Investitionen und zur Nutzung von Finanzmitteln vorgesehen sind, besser aufeinander abzustimmen. Dies ist der erste wichtige Schritt zur Unterstützung entsprechender Maßnahmen, zu der beispielsweise die Entwicklung von klimafreundlichen Investitions- und Kapitalbeschaffungsplänen zählen. Derartige Planungen gelten inzwischen als wesentliche Elemente einer emissionsarmen Entwicklungsstrategie.

Projektdaten

Stand: Februar 2019

Länder: Deutschland, Frankreich, Polen

Projektdauer: 09/18 - 10/20

Fördersumme: 161.055 €

Zielgruppen: Privatwirtschaft, Regierungen, Zivilgesellschaft

Durchführende Organisation:
WiseEuropa

Projektpartner:
Institute for Climate Economics (I4CE), NewClimate Institute

Projekt Webseite: wise-europa.eu/en/land...

Ansprechpartner

Herr Aleksander Śniegocki

Organisation: WiseEuropa

Email: aleksander.sniegockiwise-europa.eu

EUKI

Die Europäische Klimaschutzinitiative (EUKI)

Das Projekt ist Teil des Ideenwettbewerbs der Europäischen Klimaschutzinitiative (EUKI). Die EUKI ist ein Finanzierungsinstrument des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU). Der EUKI-Ideenwettbewerb wird von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH umgesetzt. Übergeordnetes Ziel der EUKI ist die Förderung der Zusammenarbeit innerhalb der Europäischen Union (EU) zur Senkung von Treibhausgasemissionen.

Weitere Informationen über EUKI: www.euki.de